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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 7. März 2013

EU-Bürger erwarten in den Entwicklungsländern positive Veränderungen durch mehr Frauen in Führungspositionen

Am Vorabend des Internationalen Frauentages 2013 zeigt eine neue Eurobarometer‑Umfrage, dass 78 % der Europäer „positive Auswirkungen“ erwarten, wenn in den Entwicklungsländern politische Führungspositionen verstärkt mit Frauen besetzt werden.

Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie Verbesserungen bei der Achtung der Menschenrechte erwarten, wenn in Entwicklungsländern mehr Frauen eine Führungsrolle übernehmen. 72 % der Befragten sagten zudem, dass dies auch die Lebensbedingungen verbessern würde und 65 % sind der Auffassung, dass dadurch Konflikte und Kriege verhindert werden könnten.

Mehr als neun von zehn Europäern vertraten die Auffassung, dass die Gleichstellung der Geschlechter sich generell positiv auf das Zusammenleben in der Gesellschaft auswirkt und dass alle Hilfeprogramme die Rechte von Frauen besonders berücksichtigen sollten.

Bei der Frage, wie sich die Probleme der Entwicklungsländer jeweils auf Frauen und Männer auswirken, waren die meisten Befragten (83 %) der Ansicht, dass Frauen häufiger als Männer Opfer körperlich Gewalt sind und stärker mit Problemen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Bildung (63 %), der Missachtung grundlegender Menschenrechte sowie mangelnden Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten konfrontiert sind (jeweils 61 %).

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Wir stellen Frauen in den Mittelpunkt unserer gesamten Tätigkeit und gewährleisten, dass sie bei all unseren Hilfeprogrammen in allen Bereichen, sei es im Bildungs- und Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft und oder im Energiesektor, angemessen berücksichtigt werden. Ich freue mich daher, dass die Mehrheit der Europäer diesen Ansatz befürwortet."

Er fügte hinzu: „Ich finde es auch sehr interessant zu erfahren, dass so viele Menschen positive Veränderungen erwarten, wenn mehr Frauen in den Entwicklungsländern in Führungspositionen gelangen. Grundsätzlich sollte jede Frau die Chance erhalten, ihr Potenzial auszuschöpfen, unabhängig davon, wo sie lebt.“

Frauen werden in den Entwicklungsländern nach wie vor stark diskriminiert. Ihre Gesundheit, insbesondere die Gesundheit von Müttern, ist hohen Risiken ausgesetzt. Ein Drittel aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalttaten. Als zweitgrößter Geber der Welt spielt die EU eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Entwicklung von Frauen und Mädchen.

Seit 2004 hat die Unterstützung der Kommission es beispielsweise ermöglicht, dass:

  • mehr als 85 000 zusätzliche Schülerinnen eine Sekundarschule besuchen konnten

  • über 4 Millionen Geburten wurden durch medizinisches Personal betreut wurden

  • 10,8 Millionen Beratungen zur reproduktiven Gesundheit durchgeführt wurden

Hintergrund und Ergebnisse

Zum Internationalen Frauentag legt die Europäische Kommission eine Eurobarometer-Umfrage vor, die über die Haltung der europäischen Bürger zur Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frau in den Entwicklungsländern Aufschluss gibt.

An dieser Umfrage haben über 25 000 Bürger in den 27 Mitgliedstaaten teilgenommen.

Mehr als neun von zehn befragten Europäern sind der Auffassung, dass die Gleichstellung der Geschlechter sich positiv auf das Zusammenleben in der Gesellschaft auswirkt und dass alle Hilfeprogramme die Rechte von Frauen besonders berücksichtigen sollten. Bei den Ansichten zur Gleichstellung der Geschlechter bestehen EU-weit bemerkenswert geringe Unterschiede, wobei die höchste Zustimmung in Schweden, den Niederlanden und in Rumänien erzielt wurde (jeweils 96 %), während die relativ niedrigste Zustimmung in Lettland und Slowenien (beide 87 %) und Estland (86 %) zu verzeichnen ist.

Insgesamt vertraten die befragten EU-Bürger die Meinung, dass Frauen stärker als Männer von Problemen wie körperliche Gewalt (83%), eingeschränkter Zugang zu Bildung (63%), Missachtung grundlegender Menschenrechte sowie mangelnde Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten (jeweils 61%) betroffen sind.

Lediglich bei den Bereichen Hunger und Unterernährung (50 %) und HIV/AIDS (59 %) sind nach Ansicht der Befragten Männer und Frauen im Großen und Ganzen gleichermaßen betroffen sind.

Die Europäer sind der Auffassung, dass es positive Auswirkungen auf die Entwicklungsländer hätte, wenn dort mehr Frauen in politische Führungspositionen gelangten und politischen Einfluss hätten. Die Achtung der Menschenrechte war der Aspekt, bei dem EU-weit die höchste Zustimmung geäußert wurde, d. h. mehr als drei Viertel der Befragten (78 %) gaben an, dass eine stärkere Vertretung von Frauen hier positive Auswirkungen hätte. Die Lebensbedingungen der Menschen und die Verhinderung von Konflikten und Kriegen folgten mit 72 % bzw. 65 % der Befragten auf den nächsten Rängen. Umfrageteilnehmer in Schweden, Finnland und Irland rechneten am ehesten mit „positiven Auswirkungen“, wenn Frauen politische Führungspositionen innehaben.

Weitere Informationen:

Eurobarometer zum Thema „Frauen in Entwicklungsländern“:

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/flash_arch_374_361_en.htm#372

Weitere Informationen über die Zusammenarbeit der EU mit Frauen in Entwicklungsländern:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/gender/index_en.htm

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontakt :

Alexandre Polack (+32 2 2990 677)


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