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Handelsübereinkommen der EU mit Peru läuft an – Kolumbien geht an den Start

European Commission - IP/13/173   28/02/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. Februar 2013

Handelsübereinkommen der EU mit Peru läuft an – Kolumbien geht an den Start

Die Handelsschranken zwischen der EU und Peru werden am 1. März 2013 fallen. Ab dann wird das ehrgeizige und umfassende Handelsübereinkommen, das die EU 2012 mit Peru und Kolumbien geschlossen hat, zwischen der EU und Peru vorläufig angewandt. Mit dem Übereinkommen werden die Märkte für Ausführer in der EU und in Peru geöffnet. Dies wird am Ende jährliche Einsparungen von mehr als 500 Mio. EUR bringen. Die größten Vorteile erwartet man sich jedoch von den verbesserten, stabileren Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen.

„Dieses Übereinkommen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Handels- und Investitionsbeziehungen mit den beiden Ländern. Ich begrüße die vorläufige Anwendung des Übereinkommens zwischen der EU und Peru und hoffe, dass ich das Gleiche möglichst bald auch über Kolumbien sagen kann“, erklärte EU‑Handelskommissar Karel De Gucht. „In Zeiten der Wirtschaftskrise mit begrenzter Inlandsnachfrage und knappen Haushaltsmitteln kann der Handel zur Ankurbelung von Wachstum und Beschäftigung beitragen, ohne die öffentlichen Haushalte zusätzlich zu belasten. Genau das leistet das Übereinkommen, denn es fördert die Unternehmens- und Investitionstätigkeit auf beiden Seiten nachhaltig und auf hohem Niveau“, so De Gucht weiter.

Auch Kolumbien, das das Handelsübereinkommen mit der EU im Juni 2012 ebenfalls unterzeichnet hat, dürfte nach Abschluss seiner internen Ratifizierungsverfahren noch in diesem Jahr mit der Durchführung beginnen.

Hintergrund

Durch das Übereinkommen wird der Marktzugang für Ausführer in der EU und in Peru erheblich verbessert. Auf lange Sicht werden die Exporteure von gewerblichen Erzeugnissen und Fischereierzeugnissen vollständig von den Zöllen befreit; zudem werden die Märkte für landwirtschaftliche Produkte deutlich offener sein. Am Ende des Übergangszeitraums werden die Ausführer allein an Zöllen mehr als 500 Mio. EUR jährlich einsparen.

Der größte Vorteil der neuen Regelung werden indessen die verbesserten Handels- und Investitionsbedingungen sein, denn mit dem Übereinkommen wird ein stabiles, transparentes und berechenbares Unternehmensumfeld mit durchsetzbaren Regeln geschaffen. Für Unternehmen und Verbraucher auf beiden Seiten dürften sich dadurch ganz beträchtliche neue Möglichkeiten auftun.

Das Übereinkommen enthält darüber hinaus weitreichende Bestimmungen über den Schutz der Menschenrechte und das Rechtsstaatsprinzip sowie Verpflichtungen zur wirksamen Anwendung internationaler Übereinkommen in den Bereichen Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz. Zivilgesellschaftliche Organisationen werden systematisch an der Überwachung der Einhaltung dieser Verpflichtungen beteiligt.

Ein weiteres Ziel des Übereinkommens ist die Förderung der regionalen Integration in den Andenstaaten. Es lässt auf allen Seiten weiter die Hoffnung auf eine Assoziation zwischen den beiden Regionen bestehen, denn die Tür zum Beitritt bleibt auch für die anderen Andenstaaten – Ecuador und Bolivien – offen.

Peru hat sein Ratifizierungsverfahren am 8. Februar abgeschlossen, die EU die für die vorläufige Anwendung erforderlichen internen Verfahren am 25. Februar. Das Europäische Parlament hatte im Dezember 2012 seine Zustimmung erteilt (IP/12/1353). Wenn alle 27 EU‑Mitgliedstaaten das Übereinkommen ratifiziert haben, kann es in vollem Umfang in Kraft treten. Die vorläufige Anwendung bedeutet jedoch, dass die Unternehmen bereits ab dem 1. März 2013 in den Genuss aller in dem Übereinkommen vereinbarten Handelspräferenzen kommen.

Handelsbeziehungen EU‑Peru

Die EU ist für Peru die drittgrößte Einfuhrquelle (hauptsächlich Maschinen und Fahrzeuge) und Hauptbestimmungsort seiner Ausfuhren (vor allem Brennstoffe und Bergbauerzeugnisse). Mit dem Handelsübereinkommen erschließen sich bedeutende Möglichkeiten für peruanische Ausfuhren von Agrar- und Fischereierzeugnissen, die bereits jetzt fast ein Drittel aller Ausfuhren des Landes in die EU ausmachen. Der Handel zwischen der EU und Peru hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. 2011 erreichte er ein Volumen von 9,2 Mrd. EUR, das entspricht 16 % des peruanischen Handelsvolumens. Die EU bleibt der größte Investor in Peru (mehr als 50 % der gesamten ausländischen Direktinvestitionen), wobei der Schwerpunkt auf den Bereichen Kommunikation, Bergbau, Banken und Finanzen liegt.

Weitere Informationen

Vollständiger Wortlaut des Handelsübereinkommens (EN/ES)

IP/12/690: EU unterzeichnet umfassendes Handelsübereinkommen mit Kolumbien und Peru

MEMO: Zusammenfassung der Vorteile des Übereinkommens (EN)

Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Andengemeinschaft (EN)

Kontakt:

Helene Banner (+32 2 295 24 07)

John Clancy (+32 2 295 37 73)


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