Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

EU stellt 144 Mio. EUR für neue Projekte zur Erforschung seltener Erkrankungen zur Verfügung

Commission Européenne - IP/13/169   28/02/2013

Autres langues disponibles: FR EN DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 28. Februar 2013

EU stellt 144 Mio. EUR für neue Projekte zur Erforschung seltener Erkrankungen zur Verfügung

Heute – am Internationalen Tag der seltenen Erkrankungen 2013 – hat die Europäische Kommission angekündigt, 144 Millionen EUR für 26 neue Forschungsprojekte zu diesem Thema zur Verfügung zu stellen. Mit den Projekten soll den 30 Millionen Europäern geholfen werden, die an einer seltenen Krankheit leiden. Die ausgewählten Projekte bringen über 300 Teilnehmer aus 29 europäischen und nichteuropäischen Ländern zusammen. Beteiligt sind u. a. Teams führender Hochschulen, KMU und Patientengruppen. Ziel ist die grenzüberschreitende Bündelung von Ressourcen und Arbeiten, damit seltene Krankheiten besser erforscht und geeignete Behandlungen gefunden werden können.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte dazu: „Von seltenen Krankheiten sind überwiegend Kinder betroffen. Meist handelt es sich um schlimme genetische Defekte, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und zu einem frühen Tod führen. Wir hoffen, dass diese neuen Forschungsprojekte Patienten einer Heilung näher bringen und sie, ihre Familien und die Mediziner in ihrem täglichen Kampf mit der Krankheit unterstützen.“

Die 26 neuen Projekte erstrecken sich auf ein breites Spektrum seltener Krankheiten, wie etwa kardiovaskuläre, metabolische und immunologische Erkrankungen. Ihr Ziel ist:

  • die Entwicklung von Stoffen, die zu neuen oder verbesserten Therapien für Patienten führen;

  • die bessere Erforschung der Ursachen und Mechanismen der Krankheiten;

  • die bessere Diagnose seltener Krankheiten und

  • ein besseres Management der seltenen Krankheiten in Krankenhäusern und in sonstigen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Die Teams werden sich mit ganz unterschiedlichen Fragen befassen. So geht es beispielsweise um ein neues „bioartefizielles“ Leberunterstützungssystem zur Behandlung akuten Leberversagens, um eine leistungsstarke Datenverarbeitung zur Entwicklung neuartiger Diagnosewerkzeuge, Biomarker und Screening-Strategien für therapeutische Wirkstoffe zur Behandlung seltener Nierenerkrankungen sowie um die klinische Entwicklung eines Arzneimittels zur Behandlung von Alkaptonurie, eines genetischen Defekts, der zu einer schweren und frühen Form von Arthritis, zu Herzerkrankungen und Behinderungen führt, für die es derzeit noch keine wirksame Behandlung gibt.

Viele der neuen Projekte leisten einen Beitrag zum Internationalen Konsortium für die Erforschung seltener Erkrankungen (International Rare Diseases Research Consortium (IRDiRC), der weltweit größten gemeinsamen Forschungsinitiative auf diesem Gebiet. Das von der Europäischen Kommission zusammen mit nationalen und internationalen Partnern ins Leben gerufene Konsortium verfolgt vor allem das Ziel, bis zum Jahr 2020 200 neue Therapien für seltene Krankheiten sowie Verfahren hervorzubringen, mit denen die meisten dieser Erkrankungen diagnostiziert werden können. Mit den neuen Projekten hat sich die Zahl der von der EU in den letzten sechs Jahren geförderten einschlägigen Verbundforschungsprojekte auf nahezu 100 erhöht. Zusammengenommen stellen sie ein Investitionsvolumen von nahezu 500 Millionen EUR dar.

Alle Projekte können unter MEMO/13/148 und über die Website eingesehen werden.

Hintergrund

Eine Erkrankung oder Störung gilt in Europa als selten, wenn höchstens eine von 2000 Personen davon betroffen ist. Da es aber 6 000 bis 8 000 unterschiedliche Krankheitsbilder gibt, ist der von diesen Erkrankungen betroffene Anteil der Bevölkerung insgesamt signifikant. In der EU leiden immerhin 30 Millionen Menschen, darunter viele Kinder, an einer seltenen Krankheit. Die meisten seltenen Krankheiten haben genetische Ursachen, können aber auch infektions-, allergie- und umweltbedingt sein. Sie führen in der Regel zu chronischen Behinderungen oder sind sogar lebensbedrohlich.

Weitere Informationen:

EU-Gesundheitsforschung zu seltenen Krankheiten

(http://ec.europa.eu/research/health/medical-research/rare-diseases/index_en.html)

Konsortium zur Erforschung seltener Erkrankungen (www.irdirc.org)

IRDIRC-Konferenz 2013 (Dublin, Irland, 16.-17.April 2013)

(http://jk-events.com/IRDiRC2013/)

EU-Politik zu seltenen Krankheiten:

(http://ec.europa.eu/health/rare_diseases/policy/index_en.htm)

6. Internationaler Tag der seltenen Erkrankungen (www.rarediseaseday.org)

RP7-Projektinformationsportal – CORDIS (http://cordis.europa.eu/)

Ansprechpartner:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88)

Monika Wcislo(+32 2 295 56 04)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site