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Beschäftigung: EU-Kommission will 5 Millionen Euro aus dem Globalisierungsfonds für entlassene Arbeitskräfte des italienischen Unternehmens Antonio Merloni S.p.A. bereitstellen

Commission Européenne - IP/13/131   20/02/2013

Autres langues disponibles: FR EN IT

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 20. Februar 2013

Beschäftigung: EU-Kommission will 5 Millionen Euro aus dem Globalisierungsfonds für entlassene Arbeitskräfte des italienischen Unternehmens Antonio Merloni S.p.A. bereitstellen

Die Europäische Kommission hat heute vorgeschlagen, Italien 5 Mio. EUR aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) zur Verfügung zu stellen, um 1517 ehemaligen Beschäftigten des Haushaltsgeräteherstellers Antonio Merloni S.p.A. dabei zu helfen, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Der Vorschlag wird jetzt dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat zur Genehmigung vorgelegt.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Inklusion, erklärte: „Der Markt für Haushaltsgeräte hat erheblich unter der Krise gelitten, insbesondere aufgrund des Rückgangs der Exporte. Durch die von uns vorgeschlagene Bereitstellung von 5 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung könnten über 1500 entlassene Arbeitskräfte gezielt gefördert werden, so dass sie Beschäftigungschancen in anderen Branchen mit besseren Aussichten wahrnehmen können.“

Der Antrag Italiens auf EGF-Unterstützung bezieht sich auf 1517 vom italienischen Haushaltsgerätehersteller Antonio Merloni S.p.A entlassene Arbeitskräfte. Es wird davon ausgegangen, dass alle diese Arbeitskräfte das Maßnahmenangebot – Berufsberatung, Orientierung speziell für Arbeitskräfte über 50, Unterstützung bei der Arbeitsuche, Berufsbildung und Weiterqualifizierung sowie Förderung unternehmerischer Initiative – wahrnehmen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Beihilfen für die Einstellung der entlassenen Arbeitskräfte, für die Arbeitsuche sowie zur Deckung von Fahrt- und Umzugskosten.

Die Kosten für das Paket werden mit insgesamt etwa 7,7 Mio. EUR veranschlagt; davon sollen aus dem EGF 5 Mio. EUR beigesteuert werden.

Hintergrund

Um ihren Marktanteil angesichts der Konkurrenz aus Billiglohnländern wie China und der Türkei zu halten, änderte die Antonio Merloni S.p.A., fünftgrößter Hersteller von Haushaltsgeräten in der EU im Jahr 2002, ihre Verkaufsstrategie und begann 2006 damit, ihre Produkte direkt unter eigenen Markennamen zu vertreiben. Mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise geriet das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten, die sich durch die plötzliche Verschärfung der Zugangsbedingungen für Kredite weiter verschlimmerten. Im Jahr 2007 war Antonio Merloni bei einem Jahresumsatz von knapp 900 Mio. EUR mit Schulden und Verbindlichkeiten in Höhe von rund 500 Mio. EUR belastet. Der Rückgang der Produktion analog zum Abwärtstrend auf europäischer Ebene führte in Kombination mit den finanziellen Zwängen dazu, dass die Antonio Merloni S.p.A. beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung einen Antrag auf Sonderverwaltung für Großunternehmen in finanziellen Schwierigkeiten stellte und schließlich ihre Geschäftstätigkeit einstellte. Insgesamt wurden 2217 Arbeitskräfte entlassen; 700 davon wurden von der QS Group S.p.A. übernommen. Dieser Antrag betrifft somit die 1517 Arbeitskräfte, die infolge der Schließung der Antonio Merloni S.p.A. arbeitslos wurden.

Von den Entlassungen betroffen sind die Regionen Marken und Umbrien, insbesondere die Provinzen Ancona und Perugia, wo sich die Produktionsstätten der Antonio Merloni S.p.A. befanden. Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahr 2007 gingen 105 Anträge über ca. 454 Mio. EUR zur Unterstützung von etwa 94 500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. Immer mehr Mitgliedstaaten stellen EGF-Anträge zur Unterstützung entlassener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; auch die Zahl der betroffenen Branchen nimmt zu.

Ein offenerer Handel weltweit ist insgesamt förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und geringqualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern. Der EGF wurde Ende 2006 eingerichtet; er ist Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die vom offenen Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die mit dem plötzlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und galt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 31. Dezember 2011 gestellt wurden.

Ausgehend von den Erfahrungen mit dem EGF seit 2007 und angesichts seines Mehrwerts für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise noch zu verbessern.

Weitere Informationen

László Andors Website:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

EGF-Website

Video-News: Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Inklusion:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=371&langId=de

László Andor auf Twitter: http://twitter.com/#!/LaszloAndorEU

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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