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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 30. Dezember 2013

Riga und Umeå Kulturhauptstädte Europas 2014

Riga (Lettland) und Umeå (Schweden) sind die Kulturhauptstädte Europas 2014. Offizieller Start des Kulturprogramms ist in der lettischen Hauptstadt der 17. und in Umeå der 31. Januar.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Dies ist der Augenblick, auf den Riga und Umeå sich vorbereitet und auf den sie gewartet haben, seit sie als Kulturhauptstädte Europas ausgewählt wurden. Die Eröffnungsveranstaltungen werden ein fantastisches Jahr kultureller Aktivitäten einläuten, die nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und der Region, sondern auch Menschen von viel weiter her ansprechen sollen. Die Kulturhauptstadt Europas ist seit nunmehr fast 30 Jahren eine großartige Erfolgsgeschichte. Der Titel bietet den Städten eine einmalige Gelegenheit, um ihre Kulturgüter zur Geltung zu bringen und positive Impulse für die langfristige Entwicklung zu setzen. Er ist ausgesprochen wichtig für den Tourismus, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Neubelebung der Städte. Ich wünsche beiden Kulturhauptstädten 2014 viel Erfolg!“

Riga wird die Festlichkeiten mit besonderen Veranstaltungen in Museen, Cafés und an anderen Orten eröffnen, darunter Ausstellungen über Ostsee-Bernstein und über die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Kultur. 1989 bildeten die Einwohner Lettlands, Estlands und Litauens in der Aktion „Baltischer Weg“ eine Menschenkette, um ihrer Hoffnung auf Unabhängigkeit von der Sowjetunion Ausdruck zu verleihen. Am 18. Januar werden die Bürgerinnen und Bürger Rigas für die Kultur zusammenstehen. Sie werden an die Ereignisse von damals erinnern, indem sie Bücher von Hand zu Hand weiterreichen, von der alten Nationalbibliothek zum neuen Gebäude am anderen Dünaufer.

Kommissarin Vassiliou wird zusammen mit dem EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, unter anderem an „Taste and Feel 2014!“, wo das Publikum einen Vorgeschmack auf das Kulturprogramm des Jahres bekommen soll.

Am Abend werden am Flussufer Feuerskulpturen, die Künstler aus zwölf Ländern – Lettland, Estland, Litauen, Finnland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Spanien, Schweden, Schweiz, Russland, USA und Australien – gestaltet haben, eine Lichtshow und ein Feuerwerk zu sehen sein. Später wird Rigas Bürgermeister Nils Ušakovs zu einem Konzert in Anwesenheit von Kommissarin Vassiliou in die Riga Arena einladen. Bei der Veranstaltung mit dem Titel „Riga through centuries and cultures“ werden lettische Vertreter von Klassik, Welt- und Popmusik sowie Chöre und Orchester auftreten.

Die Eröffnung von Umeå 2014 findet über das Wochenende vom 31. Januar bis 2. Februar – Tag und Nacht – statt mit der „Burning-Snow“-Zeremonie am Samstag als Höhepunkt. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt werden den Start des Kulturjahres zusammen mit Gästen aus ganz Europa erleben.

Die Hauptdarbietungen, ein Festival aus Licht, Musik, Gesang und Bewegung, werden auf und am Fluss, dem Umeälv, stattfinden. Die „Winterstadt“ wird verwandelt mit brennenden Säulen aus Eis und Feuer, die Licht und Wärme spenden und Treffpunkte bilden. Das Herz der Stadt, der Rathausplatz (Rådhustorget), wird in ein Samendorf mit Feuerstelle und Rentieren umgestaltet.

Hintergrund

Die Kulturhauptstadt Europas ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Kulturinitiativen der Europäischen Union. Die Städte werden von einem unabhängigen Gremium auf der Grundlage eines Kulturprogramms ausgewählt, das eine starke europäische Dimension aufweisen, Menschen aller Altersgruppen vor Ort einbinden und zur langfristigen Entwicklung der Stadt beitragen muss.

Das Jahr ist eine Gelegenheit für die Städte, ein neues Image aufzubauen, sich auf der Weltkarte zu positionieren, den Tourismus zu steigern und eine kulturzentrierte Entwicklungsstrategie zu entwerfen.

Der Titel wirkt sich langfristig aus, nicht nur kulturell, sondern auch sozial und wirtschaftlich, und zwar sowohl für die Stadt als auch für das Umland. So belegt eine Studie1, dass sich das Touristenaufkommen im Vergleich zum Jahr vor dem Kulturhauptstadt-Jahr im Durchschnitt um 12 % erhöht.

Neben einer finanziellen Förderung in Höhe von 1,5 Mio. EUR aus dem EU-Programm „Kultur“ können die Städte zweistellige Millionenbeträge aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung erhalten.

Die geltenden Regeln und Bedingungen für die Ernennung zur Kulturhauptstadt sind in einem Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates (1622/2006/EG) aus dem Jahr 2006 festgeschrieben.

Nach Riga und Umeå im Jahr 2014 sind die nächsten Kulturhauptstädte 2015 Pilsen/Plzeň (Tschechische Republik) und Mons (Belgien), 2016 Donostia-San Sebastián (Spanien) und Breslau/Wrocław (Polen), 2017 Paphos (Zypern) und Aarhus (Dänemark) und 2018 Valetta (Malta) und Leeuwarden (Niederlande).

Weitere Informationen

Rīga 2014

Umeå2014

Europäische Kommission: Kultur

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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