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IP/13/130

Commission Européenne - IP/13/130   20/02/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 20. Februar 2013

Kommissar Piebalgs bringt in Burundi neue Vorhaben in den Bereichen Ernährungssicherheit und Energie auf den Weg

Während eines zweitägigen Besuchs in Burundi (21.-22. Februar) wird Entwicklungskommissar Andris Piebalgs ein neues, mit 18 Mio. EUR ausgestattetes Vorhaben zur Verbesserung der Ernährungssicherheit vorstellen, das rund 20 000 privaten Haushalten und 80 000 an Unterernährung leidenden Kindern zugute kommen wird. Der Kommissar wird ferner ein zweites Vorhaben mit einer Mittelausstattung von 50 Mio. EUR auf den Weg bringen, das eine Million Bürger Burundis, vorrangig in ländlichen Gebieten, mit nachhaltiger Energie versorgen soll.

Kommissar Piebalgs erklärte hierzu: „Hungernde Kinder sind zweifellos eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit. Derzeit sind in Burundi 58 % der Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt, eine der höchsten Quoten seit über 20 Jahren. Die Hilfe der EU ist ein wichtiges Instrument, um den Hunger in der Welt zu beenden und ich bin entschlossen, den burundischen Familien und Kindern ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Das Programm zur Verbesserung der Ernährungssicherheit, PROPA-O, ist Teil der Initiative für die Millennium-Entwicklungsziele. Diese europäische Initiative dient der Unterstützung der Länder, die im Hinblick auf das Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele besonders weit zurückliegen, aber auch der Ermutigung derjenigen Länder, die bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele beachtliche Fortschritte erzielen. Mit dem Programm soll der Zugang zu qualitativ hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Saatgut und Dünger und der Marktzugang der Landwirte verbessert werden (durch verbesserte Lagerung sowie Unterstützung bei der Abholung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse).

Zu den weiteren Prioritäten des Besuchs von Kommissar Piebalgs zählt die Energie. In Burundi haben nur 3,5 % der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität, was ein wesentliches Hemmnis für die Entwicklung des Landes darstellt.

Kommissar Piebalgs erläuterte: „Ohne Energie kann es keine Entwicklung geben und leider ist die Energiesituation in Burundi mit seinen häufigen Stromausfällen weiterhin im weltweiten Vergleich besonders schlecht. Aus diesem Grund habe ich die Energie zu einer der Prioritäten unserer Zusammenarbeit gemacht.“

Diese neue Initiative (mit einer Mittelausstattung von 50 Mio. EUR) könnte die Elektrifizierung ländlicher Gebiete, die Finanzierung kleiner und mittlerer Wasserenergieprojekte und die Verbesserung von Infrastrukturen umfassen. Durch dieses Projekt kommt die EU der Einlösung ihres Versprechens, bis 2030 im Rahmen der UN-Initiative „Nachhaltige Energie für alle“ (Sustainable Energy for All, SE4ALL) 500 Millionen Menschen mit Energie zu versorgen, einen weiteren Schritt näher.

Programm des Kommissars (noch zu bestätigen)

Außer mit Präsident Nkurunziza wird Kommissar Piebalgs auch mit Vizepräsident Gervais Rufyikiri, dem Minister für Finanzen und Planung, Tabu Abdallah Manirakiza, und anderen Verantwortlichen aus Regierung und Verwaltung zusammentreffen. Ferner sind Begegnungen mit Vertretern verschiedener internationaler Organisationen, u.a. UNDP, Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank und Internationaler Währungsfonds, sowie mit Organisationen der Zivilgesellschaft vorgesehen. Bei diesen Treffen wird der Kommissar auf die Beschleunigung des Reformprogramms und die weitere Einhaltung der Zusagen, die die Regierung bei der internationalen Konferenz in Genf im Oktober 2012 gegeben hat, dringen. Kommissar Piebalgs erklärte: „Einige Reformen befinden sich zwar auf gutem Wege, doch müssen wir unsere burundischen Freunde ermutigen, noch aktiver zu werden und die Reformen zu beschleunigen, die die nachhaltige Entwicklung des Landes gewährleisten werden. Die Wahlen 2015 sind ein wichtiger Termin, der nicht ungenutzt verstreichen darf. Die EU wird weiterhin ein wichtiger Partner sein und Burundi bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zur Seite stehen.“ Schließlich wird Kommissar Piebalgs eine Reihe von der EU finanzierter Entwicklungsprojekte in den Bereichen Regierungsführung, Sicherheit, Gesundheit und Ernährungssicherheit besuchen, um sich ein Bild von deren Durchführung zu machen.

Hintergrund

Mit rund 40 Mio. EUR hat die EU seit 2004 über 45 Projekte zur Ernährungssicherheit in Burundi finanziert, die von etwa 25 Organisationen (NRO und internationale Organisationen) durchgeführt wurden. Diese Projekte kamen Tausenden privater Haushalte, vor allem Landwirten und besonders Bedürftigen, zugute. Dank der Wiederherstellung von Infrastrukturen, der Lieferung von Ausrüstung und landwirtschaftlichen Betriebsmitteln konnten die Produktivität der Landwirte gesteigert sowie Produktion und Tiererzeugung unterstützt werden. Ferner wurden Schulungen für Landwirte und landwirtschaftliche Organisationen durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit wurde ferner folgenden Themen gewidmet: Diversifizierung der Existenzgrundlagen und Steigerung der Einnahmen im ländlichen Raum, Förderung der Umstellung von der Subsistenzlandwirtschaft auf eine marktorientierte Landwirtschaft und – in jüngster Zeit – Bekämpfung der chronischen Unterernährung. Da es sich jedoch bei der Ernährungsunsicherheit um ein strukturelles Problem handelt, sind langfristige Maßnahmen erforderlich.

Weitere Informationen:

MEMO/13/115: EU Cooperation with Burundi

IP/11/1063: Millenniums-Entwicklungsziele: 1 Mrd. EUR-Initiative der EU mit den Zielen Müttergesundheit, Bekämpfung der Kindersterblichkeit und des Hungers sowie Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung.

Website GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_fr.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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