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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Dezember 2013

Luxemburg unterstützt EU-Initiative „Kinder des Friedens“

Heute, am ersten Jahrestag der Gründung der EU-Initiative „Kinder des Friedens“ hat sich Luxemburg als erster Mitgliedstaat dieser Initiative angeschlossen, die nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU im Jahr 2012 ins Leben gerufen wurde. Mit dieser Initiative werden humanitäre Projekte finanziert, die Kindern in Konfliktgebieten Zugang zu Bildung verschaffen.

Mit den 500 000 EUR, die Luxemburg zu dieser Initiative beiträgt, wird die EU ihre Unterstützung für Projekte im Rahmen der EU-Initiative „Kinder des Friedens“ ausweiten. Diese Projekte bieten den Kindern einen Raum, in dem sie lernen, spielen, wachsen und die im Krieg erlittenen Traumata verarbeiten können, und schützen sie vor Konflikten und vor einer Rekrutierung als Kindersoldaten.

Ich begrüße die Entscheidung Luxemburgs, dieser wichtigen Initiative beizutreten, die sich an Zehntausende Menschen richtet, die in jeder Krise und jedem Konflikt am stärksten gefährdet sind: Kinder“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, die an der Spitze der Initiative steht.

„Indem wir Jungen und Mädchen selbst in schwierigen Umständen Zugang zu Bildung verschaffen, geben wir ihnen die Chance, ihr Potenzial zu entfalten, ihre Ziele zu verwirklichen und Fähigkeiten zu entwickeln, die sie benötigen, um zu einer konfliktfreien Zukunft beizutragen. Ich rufe alle Mitgliedstaaten auf, dem Beispiel Luxemburgs zu folgen und sich unseren Bemühungen anzuschließen, um zu verhindern, dass die Konflikte von heute die Generation von morgen zerstören.“

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 28 000 Kinder aus Pakistan, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Kolumbien, Ecuador und syrische Flüchtlingskinder in Irak durch die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ unterstützt.

2014 werden neun humanitäre Partnerorganisationen der Europäischen Kommission an der zweiten Phase der Initiative teilnehmen und Hilfe für mehr als 80 000 von Kriegen betroffene Kinder leisten. Sie werden Schulen, kinderfreundliche Räume, psychologische Betreuung, Schulbedarf und -uniformen zur Unterstützung von Mädchen und Jungen in Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, Somalia, Afghanistan, Irak, Myanmar, Kolumbien und Ecuador bereitstellen.

Hintergrund

Am 10. Dezember 2012 wurde der EU der Friedensnobelpreis 2012 verliehen. Damit wurde der Beitrag gewürdigt, den die EU in 60 Jahren zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten geleistet hat. Die Europäische Kommission hat das Preisgeld im Namen der Europäischen Union offiziell angenommen, die erhaltene Summe auf 2 Mio. EUR aufgestockt und diese Mittel zur Unterstützung von Kindern vorgesehen, die in der Folge von Konflikten besonderer Hilfe bedürfen. Im Jahr 2013 hat sie die Mittel für die Initiative auf 4 Mio. EUR verdoppelt.

Heute sind die Opfer von Konflikten zu 90 % Zivilisten. Die Hälfte davon sind Kinder. Weltweit sind sieben Millionen Flüchtlinge Kinder, und unter den Binnenvertriebenen, die aufgrund von Konflikten ihre Heimat verlassen mussten, liegt die Anzahl der Kinder bei 12,4 Millionen.

Eine der besten Möglichkeiten, von bewaffneten Konflikten betroffene Kinder zu schützen, besteht darin, ihnen wieder eine Möglichkeit zu bieten, zu lernen und zur Schule zu gehen. Von den rund 75 Millionen Kindern, die weltweit keine Schule besuchen, leben mehr als die Hälfte in Konfliktgebieten.

Die EU richtet ihre humanitäre Hilfe auch auf die besonderen Bedürfnisse solcher Kinder aus. Die Kommission stellt mehr als die Hälfte ihrer humanitären Hilfe für Maßnahmen in Konfliktgebieten und 12 % ihres humanitären Budgets – und damit weit mehr als der internationale Durchschnitt – für auf Kinder fokussierte Hilfsorganisationen bereit.

Weitere Informationen

MEMO/13/876 zu den Projekten der EU-Initiative „Kinder des Friedens“: The EU Children of Peace projects: how the European Union keeps bringing peace closer to those who need it the most.

Kommissionswebsite zum Thema EU-Hilfe für Kinder in Konfliktgebieten:

http://ec.europa.eu/echo/EU4children/index_en.htm

Website der Europäischen Kommission zu humanitärer Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO):

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

EU-Kommissarin Georgieva auf Twitter:

https://twitter.com/KGeorgievaEU

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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