Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 17. Dezember 2013

Gas aus Aserbaidschan: Kommission begrüßt endgültige Investitionsentscheidung für die Förderung von Gas für Europa

Die Europäische Kommission begrüßte die heutige endgültige Investitionsentscheidung für die Gasförderung im Gasfeld Shah Deniz II in Aserbaidschan. Mit dieser lang erwarteten Entscheidung wird bestätigt, dass Europa ab Ende 2019 jährlich 10 Mrd. Kubikmeter Gas erhalten wird. Alle bislang getroffenen Entscheidungen – einschließlich der Entscheidung für die TAP (transadriatische Pipeline) für den Gastransport nach Europa – hingen von dieser endgültigen Investitionsentscheidung ab.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte: „Die heutige Entscheidung des Shah-Deniz-II-Konsortiums ist für eine sicherere Energieversorgung Europas von strategischer Bedeutung. Auf der Grundlage der von mir und dem Präsidenten Alijew im Januar 2011 unterzeichneten gemeinsamen Erklärung bedeutet dieser wichtige Schritt, dass die EU direkten Zugang zu Gas aus dem Kaspischen Becken erhält. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Diversifizierung unserer Energieversorgung zum Vorteil der europäischen Verbraucher und Unternehmen.“

EU-Energiekommissar Günther Oettinger erklärte dazu: „Diese Entscheidung zur Öffnung des südlichen Gaskorridors ist ein echter Durchbruch. Im Falle eines weiteren Ausbaus können über den Korridor langfristig bis zu 20 % des Gasbedarfs der EU gedeckt werden.“

In Baku fand heute eine offizielle Unterzeichnungszeremonie im Beisein des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew, des EU-Energiekommissars Günther Oettinger und anderer Repräsentanten statt. Mehr als 18 Mrd. Euro werden in Plattformen und Unterwasserbohrlöcher investiert werden, um im Kaspischen Meer 16 Mrd. Kubikmeter Gas in einer Tiefe von 500 Metern zu fördern. Ab Ende 2019 werden gemäß früheren Vereinbarungen 6 Mrd. Kubikmeter in die Türkei und 10 Mrd. Kubikmeter nach Europa geliefert werden.

Die heute getroffene Entscheidung ist von maßgeblicher Bedeutung, da alle vorherigen Vereinbarungen und Absichtsbekundungen an die endgültige Investitionsentscheidung gebunden waren.

Im Juni 2013 hat sich das Shah-Deniz-II-Konsortium, das die Lizenz für die Förderung von Gas aus den Vorkommen des Gasfeldes hält, für die transadriatische Pipeline (TAP) entschieden. Durch sie soll das Gas von der türkischen Grenze über Griechenland und Albanien nach Italien transportiert werden.

Auch die Verkaufsvereinbarungen für die Europa zugesagten 10 Mrd. Kubikmeter Gas wurden bereits im September 2013 unterzeichnet. Neun Unternehmen werden das Gas in Italien, Griechenland und Bulgarien kaufen: Axpo Trading AG, Bulgargaz EAD, DEPA Public Gas Corporation of Greece SA, ENEL Trade SpA, E.ON Global Commodities SE, Gas Natural Aprovisionamientos SDG SA, GDF SUEZ SA, Hera Trading srl und Shell Energy Europe Limited.

Die Entscheidung für den Bau der TAP fiel ebenfalls in diesem Jahr.

Außerdem war auch schon früher beschlossen worden, dass das Gas über die modernisierte „Süd-Kaukasus-Pipeline“ durch Georgien und über die TANAP - eine vollkommen neue, 2000 km lange Fernleitung - durch die Türkei bis zur türkischen Westgrenze transportiert werden soll. Hauptanteilseigner der TANAP ist SOCAR (Aserbaidschan).

Die Investitionskosten für den Bau und die Aufrüstung der Pipelines sowie für die Entwicklung des Gasfeldes werden ca. 30 Mrd. EUR betragen. Die Anteilseigner der TAP sind: BP, SOCAR Statoil, Fluxys, Total, E.ON und Axpo. Einer der wichtigsten Anteilseigner des Shah-Deniz-II-Konsortiums ist BP.

Weitere Informationen: IP/13/623

Kontakt:

Nicole Bockstaller (+32 2 295 25 89)

Marlene Holzner (+32 2 296 01 96)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website