Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Februar 2013

Mali: EU stellt zusätzliche humanitäre Hilfe von 22 Mio. EUR für Konfliktopfer bereit

Die Europäische Kommission erhöht ihre humanitäre Hilfe für Mali um 22 Mio. EUR, damit mehr Konfliktopfern geholfen werden kann. Die Soforthilfe, die seit Beginn der Krise im Jahr 2012 gewährt wurde, steigt dadurch auf insgesamt 115 Mio. EUR .

Die zusätzlichen Mittel werden dafür eingesetzt, im ganzen Land die Ernährungshilfe aufzustocken und den Zugang zu Grundversorgungsdiensten zu verbessern.

„Seit letztem Jahr sind die hilfebedürftigsten Menschen von einer dreifachen Krise betroffen: zuerst von einer Dürre, die 2012 eine gravierende Nahrungsmittel- und Ernährungskrise nach sich zog, dann von der politischen Instabilität und dem Konflikt“, sagte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Unsere oberste Priorität in Mali besteht darin, die äußerst fragile Ernährungssituation zu stabilisieren, die durch die zunehmende Gewalt noch verstärkt worden ist.“

Die Kommissarin erklärte weiter: „Wir dürfen nicht vergessen, dass es neben den 167 000 Maliern, die Zuflucht in Nachbarländern gefunden haben, und 227 000 weiteren, die vor den Kämpfen im Norden geflüchtet sind, noch eine Million Menschen gibt, die von der Krise im Norden betroffen und dringend auf Ernährungshilfe angewiesen sind“.

Die Ernährungssituation im Norden scheint sich zu verschlechtern und der Zugang zu den Bedürftigen wird durch die allgemeine Unsicherheit rings um bestimmte Städte und die von improvisierten Sprengladungen auf den Straßen ausgehenden Gefahren behindert.

Allein 2013 hat die Europäische Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von 42 Mio. EUR für Mali mobilisiert. Kommissarin Georgieva ist in den letzten beiden Monaten zweimal nach Mali gereist, um sich ein Bild von dem wachsenden humanitären Bedarf zu verschaffen. Gestern traf sie mit dem malischen Ministerpräsidenten Diango Cissoko zusammen, um die Lage zu bewerten.

Die Kommissarin fügte hinzu: „Die gesamte afrikanische Sahelzone leidet seit einigen Jahren unter massiven Ernährungskrisen, die durch die wiederkehrenden Dürren verursacht wurden. Daher arbeiten wir bereits daran, künftigen Krisen vorzubeugen. So haben meine Kollege, Entwicklungskommissar Andris Piebalgs, und ich ein internationales Bündnis zum Aufbau von Resilienz in der Sahelzone ins Leben gerufen.“

Hintergrund

Seit Anfang 2012 hat die Europäische Kommission Soforthilfe von 115 Mio. EUR für Mali mobilisiert, darunter Mittel von 20 Mio. EUR im Januar und die heute angekündigten zusätzlichen 22 Mio. EUR für die Opfer des Konflikts im Norden Malis. Insgesamt wurden seit Beginn der Krise humanitäre Mittel in Höhe von 100 Mio. EUR über ECHO sowie Nahrungsmittelsoforthilfe im Wert von 15 Mio. EUR aus dem Europäischen Entwicklungsfonds bereitgestellt.

Zusätzlich zur Hilfe der Kommission haben die EU-Mitgliedstaaten seit Anfang 2012 mehr als 42 Mio. EUR an humanitärer Hilfe gewährt.

Im Zusammenhang mit der 2012 in der Sahelzone ausgebrochenen Nahrungsmittel- und Ernährungskrise hat die Europäische Kommission einen Gesamtbetrag von 337 Mio. EUR zur Verfügung gestellt (davon 173 Mio. EUR für humanitäre Sofortmaßnahmen und 164 Mio. EUR für mittelfristige Aktionen zur Förderung der Ernährungssicherheit).

Weitere Informationen:

Humanitäre Hilfe der EU für Mali:

http://ec.europa.eu/echo/aid/sub_saharian/mali_en.htm

Website der Europäischen Kommission zu humanitärer Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website