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Lebensmittel: Kommissionsbericht soll Debatte über obligatorische Angabe des Ursprungs von als Zutat verwendetem Fleisch anstoßen

European Commission - IP/13/1265   17/12/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 17. Dezember 2013

Lebensmittel: Kommissionsbericht soll Debatte über obligatorische Angabe des Ursprungs von als Zutat verwendetem Fleisch anstoßen

Die Kommission hat heute einen Bericht veröffentlicht, in dem erörtert wird, ob die Ursprungskennzeichnung von als Zutat verwendetem Fleisch künftig verpflichtend sein sollte. In diesem Bericht, der sich auf eine extern durchgeführte Studie von Juli 2013 stützt, werden das Recht der Verbraucher auf Information, die Machbarkeit der Einführung einer obligatorischen Ursprungskennzeichnung und eine Kosten-Nutzen-Analyse einschließlich der Folgen für den Binnenmarkt und den internationalen Handel untersucht.

Ausgehend vom Ergebnis dieser Beratungen wird die Kommission dann abwägen, wie gegebenenfalls weiter zu verfahren ist. Ein Ergebnis dieser Abwägungen könnte sein, dass die Kommission einen Legislativvorschlag für eine Regelung bezüglich des Ursprungs von als Lebensmittelzutat verwendetem Fleisch vorlegt.

Wichtigste Ergebnisse

In dem Bericht wurden drei Szenarien untersucht: 1) Beibehaltung einer freiwilligen Ursprungskennzeichnung (Status quo), 2) Einführung einer obligatorischen Kennzeichnung mit der Angabe a) EU/Nicht-EU oder b) EU/bestimmter Drittstaat (z. B. Brasilien) und 3) Einführung einer obligatorischen Kennzeichnung unter Angabe des betreffenden EU-Mitgliedstaats oder Drittstaats.

Aus dem Bericht lässt sich folgendes Fazit ziehen:

  • Das Interesse der Verbraucher an einer Ursprungskennzeichnung für Fleisch als Zutat ist erheblich (90 % der Verbraucher).

  • Innerhalb der EU-Mitgliedstaaten bestehen deutliche Unterschiede bei den Präferenzen und Vorstellungen der Verbraucher in Bezug auf Ursprungsangaben sowie die Motivation und die Gründe für diese Informationen.

  • Bei den wichtigsten Faktoren für die Verbraucherentscheidung rangiert die Ursprungsangabe hinter Preisüberlegungen und Qualität. Trotz regen Interesses an einer Ursprungskennzeichnung sind die Verbraucher nicht bereit, entsprechend mehr für die Bereitstellung dieser Informationen zu zahlen. Schon bei Preisaufschlägen von weniger als 10 % sinkt die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher um 60-80 %.

Nächste Schritte

Die Kommission wird auf Grundlage der Beratungen mit den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament entscheiden, welche Schritte gegebenenfalls einzuleiten sind.

Hintergrund

Der extern durchgeführten Studie, die die Grundlage für den heute von der Kommission vorgelegten Bericht darstellt, ging eine breit angelegte Konsultation der Interessenträger voraus, darunter Verbraucher- und Wirtschaftsverbände, die Verbraucher und die zuständigen Behörden der EU-Mitgliedstaaten.

Bericht:

http://ec.europa.eu/food/food/labellingnutrition/foodlabelling/proposed_legislation_en.htm

Twitter:

@ EU_Health und/oder @EU_Consumer

Kontakt:

Frédéric Vincent (+32 229-87166)

Aikaterini Apostola (+32 229-87624)


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