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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 16. Dezember 2013

Zentralafrikanische Republik: EU erhöht humanitäre Hilfe erneut

Die Europäische Kommission erhöht ihre humanitäre Hilfe für die Zentralafrikanische Republik um 18,5 Mio. EUR, um unmittelbare lebensrettende Unterstützung für die Bedürftigsten im Land zu leisten, von dessen Krise die gesamte Bevölkerung von 4,6 Mio. Menschen betroffen ist.

„Das Land befindet sich in der schlimmsten humanitären und Menschenrechtskrise seit seiner Unabhängigkeit. Die Zahl der Binnenvertriebenen ist in den letzten Tagen drastisch auf über eine halbe Million angestiegen und 230 000 Menschen sind in die Nachbarländer geflohen. Der Zugang zu Basisdiensten, Lebensmitteln und Wasser ist begrenzt und Millionen Zentralafrikaner sind auf Hilfe von außen angewiesen. Wir müssen jetzt handeln, indem wir unsere Hilfe erhöhen und diejenigen unterstützen, die am meisten leiden“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, fügte hinzu: „Der akute Bedarf ist so hoch, dass die EU moralisch verpflichtet ist, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Soforthilfe für die Menschen zu leisten, die ohne eigenes Verschulden in eine Notsituation geraten sind. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, zusätzliche Mittel in Höhe von 10 Mio. EUR aus dem Europäischen Entwicklungsfonds für humanitäre Unterstützung in der Zentralafrikanischen Republik zu mobilisieren. Wenn die Zeit für Entwicklung und Wiederaufbau reif ist, wird die EU weiteren Beistand leisten.“

Durch die zusätzliche Unterstützung erhöht sich die diesjährige Nothilfe der EU für die Zentralafrikanische Republik auf 39 Mio. EUR. Sie dient der Finanzierung dringender lebensrettender Maßnahmen wie der Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln und lebenswichtigen Hilfsgütern, sowie von Unterkünften, medizinischer Versorgung, Schutz, Wasser, Hygieneartikeln und sanitärer Versorgung. Die Hilfe wird über die humanitären Partner der Europäischen Kommission im Land bereitgestellt, einschließlich Einrichtungen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen. Von den neuen Mitteln werden 8,5 Mio. EUR noch vor Ende des Jahres gebunden, die übrigen 10 Mio. EUR werden ab dem 1. Januar 2014 programmiert.

„Unsere Hilfe reicht nicht aus, um das Leiden der Zentralafrikaner zu beenden und eine größere Nahrungsmittelkrise zu verhindern, mit der das Land im nächsten Jahr konfrontiert werden könnte. Wir appellieren an unsere internationalen humanitären und Entwicklungspartner, sich gemeinsam um entscheidende und dauerhafte Verbesserungen im Land zu bemühen,“ sagten die Kommissare Georgieva und Piebalgs. Zusätzlich zu der humanitären Hilfe wurde das laufende Entwicklungsprogramm angepasst und um 23 Mio. EUR aufgestockt, um den derzeitigen Bedarf der Bevölkerung zu decken.

Zur Stärkung der humanitären Bemühungen hat die Europäische Kommission ihren humanitären Flugdienst ECHO Flight mobilisiert, um eine lebenswichtige Verbindung nach Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, herzustellen. Das Flugzeug vom Typ CRJ 200 wird täglich zwischen Bangui und Douala in Kamerun verkehren und Hilfsgüter und -kräfte in das Land bringen.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission den Lufttransport von 37 Tonnen Hilfsgütern aus Europa nach Bangui organisiert.

Hintergrund

Seit einem Jahrzehnt erschüttert ein bewaffneter Konflikt die Zentralafrikanische Republik, die zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. In dem Land herrscht Chaos, seit Präsident François Bozizé im März dieses Jahres von Rebellenführer Michel Djotodia gestürzt wurde.

Die Europäische Kommission hat in diesem Jahr 39 Mio. EUR für lebensrettende Maßnahmen in der Zentralafrikanischen Republik mobilisiert. Die heute angekündigte Unterstützung wird durch die Bereitstellung von 10 Mio. EUR aus dem 10. Europäischen Entwicklungsfonds ermöglicht.

Die EU – Kommission und Mitgliedstaaten – ist die wichtigste Geberin für das Land. Die humanitäre Hilfe für die Zentralafrikanische Republik wurde in diesem Jahr verdreifacht.

Das kürzlich verstärkte Team humanitärer Experten der Europäischen Kommission verfolgt die Lage in der Zentralafrikanischen Republik, nimmt Bedarfsschätzungen vor und überwacht die Verwendung der EU-Mittel.

Die EU stellt auch Entwicklungshilfe bereit, die darauf abzielt, die Grundbedürfnisse der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu decken. Zwischen 2008 und 2013 wurden im Rahmen des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) rund 160 Mio. EUR für das ganze Land bereitgestellt.

Anfang des Monats kündigte Kommissar Piebalgs weitere Mittel in Höhe von 50 Mio. EUR für die internationale Unterstützungsmission in der Zentralafrikanischen Republik unter afrikanischer Führung (AFISM-CAR) an, um zur Stabilisierung des Landes und zum Schutz der Menschen vor Ort beizutragen sowie Voraussetzungen für die Bereitstellung von humanitärer Hilfe und für die Reform des Sicherheits- und Verteidigungssektors zu schaffen.

In der vergangenen Woche startete die Kommission eine Luftbrücke für humanitäre Hilfe zwischen Bangui und Douala (Kamerun). Eine Lieferung von 37 Tonnen größtenteils medizinischer Hilfsgüter aus Brüssel traf heute Morgen in Bangui ein.

Weitere Informationen

IP/13/1225: Zentralafrikanische Republik: EU intensiviert Hilfsmaßnahmen und startet Luftbrücke für humanitäre Hilfe

IP/13/1243: Zentralafrikanische Republik: EU lässt Soforthilfe nach Bangui fliegen

IP/13/1222: EU bewilligt Finanzmittel für die internationale Unterstützungsmission in der Zentralafrikanischen Republik

Zentralafrikanische Republik:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/car_en.pdf

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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