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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 17. Dezember 2013

Stärkung der Führungsposition der europäischen Industrie durch acht neue Forschungspartnerschaften

Die Europäische Kommission hat heute acht öffentlich-private Partnerschaften ins Leben gerufen, die für die europäische Industrie von strategischer Bedeutung sind. Die Partnerschaften, die auf Verträgen beruhen (vertragliche ÖPP), werden mehr als 6 Mrd. EUR an Investitionen mobilisieren, die durch Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen von „Horizont 2020“, dem neuen EU-Programm für Forschung und Innovation, vergeben werden sollen. Jeder Euro an öffentlichen Fördermitteln wird voraussichtlich zusätzliche Investitionen in Höhe von drei bis zehn Euro generieren. Mit den Investitionen sollen neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden, die der europäischen Industrie zu einer führenden Position auf den Weltmärkten verhelfen sollen.

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Europa ist auf die Industrie angewiesen, wenn es um Innovationen sowie die Schaffung von Wohlstand und Arbeitsplätzen geht. Neue Technologien und Produkte, z. B. umweltfreundliche Kraftfahrzeuge, energieeffiziente Gebäude und umweltschonendere Herstellungsprozesse, sind für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz entscheidend. Wir wünschen uns, dass diese vertraglichen ÖPP erhebliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in der EU, auf nachhaltiges Wirtschaftswachstum und auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze mit hohen Qualifikationsanforderungen in Europa haben.“

Die Vizepräsidentin und für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte: „Dies ist eine große Chance für Europa. Mit diesen ÖPP werden wir unsere weltweite Führungsposition in den Technikfeldern Robotik, Fotonik, Hochleistungscomputer und Telekommunikation behaupten können und einen Vorsprung in Bereichen wie intelligente Städte, intelligenter Verkehr, Bildung, Unterhaltung, Medien und auf anderen vielversprechenden Märkten erlangen. In Verbindung mit einer umfassenden industriellen Strategie werden die ÖPP für eine starke Führungsrolle Europas und für eine bessere Zukunft für alle sorgen.“

Die acht vertraglichen öffentlich-privaten Partnerschaften befassen sich mit folgenden Themen:

Fabriken der Zukunft (FoF) zur Unterstützung des produzierenden Gewerbes durch die Entwicklung nachhaltiger Produktionstechnologien und -systeme (Link zur Kurzfassung)

Energieeffiziente Gebäude (EeB) zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Energieeffizienz im Baugewerbe (Link zur Kurzfassung)

Europäische Initiative für umweltfreundliche Fahrzeuge (EGVI) zur Entwicklung eines wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystems mit deutlich niedrigeren CO2-Emissionen (Link zur Kurzfassung)

Nachhaltige Verarbeitungsindustrie (SPIRE), um das verarbeitende Gewerbe ressourcen- und energieeffizienter zu gestalten (Link zur Kurzfassung)

Fotonik, eine der Schlüsseltechnologien für unseren künftigen Wohlstand, die in vielen Sektoren - vom Energie- und Gesundheitssektor bis hin zu Produkten des täglichen Lebens wie DVD-Abspielgeräten und Mobiltelefonen - eine wesentliche Rolle spielt (Link zur Kurzfassung)

Robotik, ein wichtiger Motor für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und von grundlegender Bedeutung für die Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen wie demografischer Wandel, Gesundheit und Wohlbefinden, Lebensmittelproduktion, Verkehr und Sicherheit (Link zur Kurzfassung)

Hochleistungsrechnen (HPC), das für das Wirtschaftswachstum in Europa und für die Förderung der europäischen Wissenschaft von entscheidender Bedeutung ist (Link zur Kurzfassung)

Fortschrittliche 5G-Netze für das Internet der Zukunft (5G) zur Unterstützung der Entwicklung der Internet-Infrastruktur, um moderne IKT-Dienstleistungen für alle Sektoren und Nutzer sicherzustellen (Link zur Kurzfassung)

Die Verträge zur Gründung der ÖPP wurden heute von der Kommission und von den Vorsitzenden speziell geschaffener industrieller Forschungs- und Innovationsverbände unterzeichnet, die mehr als 1 000 große und kleine Unternehmen in ganz Europa vertreten.

Hintergrund

Drei der ÖPP (Fabriken der Zukunft, energieeffiziente Gebäude und umweltfreundliche Fahrzeuge) wurden schon 2009 als Reaktion auf die Wirtschaftskrise gegründet und haben sich bei der Stärkung der europäischen Lieferketten und bei Innovationen in wichtigen Industriebranchen bereits bewährt. Mit „Horizont 2020“ werden die Zusagen nunmehr verbindlicher und transparenter. Die ÖPP beruhen auf Plänen für Forschungs- und Innovationstätigkeiten, die das Ergebnis eines offenen Konsultationsverfahrens sind und von der Europäischen Kommission mit Hilfe unabhängiger Sachverständiger positiv bewertet wurden.

Die von den vertraglichen ÖPP betroffenen Bereiche decken einen großen Teil der europäischen Wirtschaft ab. So wurde in der europäischen produzierenden Industrie, auf die mehr als jeder fünfte Arbeitsplatz in Europa entfällt, im Jahr 2010 eine Wertschöpfung von 1 400 Mrd. EUR erzielt, während im Verarbeitungssektor 6,8 Millionen Beschäftigte in mehr als 450 000 Unternehmen tätig sind. Im Telekommunikationssektor sind mindestens 7 Millionen Menschen beschäftigt, wobei Europa einen Anteil von 27 % an dem mit 17 000 Mrd. EUR bezifferten globalen Telekommunikationsmarkt hält. In der Fotonik-Branche sind 300 000 Mitarbeiter direkt beschäftigt, und der Anteil Europas an dem mit 350 Mrd. EUR bezifferten weltweiten Fotonik-Markt liegt bei 18 %.

Anders als bei den gemeinsamen Technologieinitiativen, die im Rahmen von „Horizont 2020“ gegründet werden (siehe IP/13/668), organisieren die vertraglichen ÖPP keine eigenen Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen; stattdessen erfolgt die Förderung durch die Kommission im Wege offener Aufforderungen durch das Arbeitsprogramm von „Horizont 2020“. Im ersten Arbeitsprogramm von „Horizont 2020“ für die Jahre 2014-2015, das am 11. Dezember veröffentlicht wurde, sind für die acht vertraglichen öffentlich-privaten Partnerschaften ca. 1,45 Mrd. EUR vorgesehen.

Vertragliche ÖPP - vorläufige Mittelzuweisungen (2014-2020) (in Mio. EUR)

vertragliche ÖPP

vorläufige Mittelzuweisung der EU (Horizont 2020) (Mio. EUR)

Fabriken der Zukunft

1 150

energieeffiziente Gebäude

600

nachhaltige Verarbeitungsindustrie

900

Europäische Initiative für umweltfreundliche Fahrzeuge

750

5G-Netze für das Internet der Zukunft

700

Hochleistungsrechnen

700

Robotik

700

Fotonik

700

Insgesamt

6 200

Näheres unter:

Mitteilung

Horizont 2020

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Ryan Heath (+32 2 296 17 16)


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