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Europäisches Parlament: Abstimmung über Tiefseefischerei

European Commission - IP/13/1237   10/12/2013

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Europäische Kommission

PRESSEMITTEILUNG

Brüssel, den 10. Dezember 2013

Europäisches Parlament: Abstimmung über Tiefseefischerei

Die Kommission nimmt die heutige Abstimmung des Europäischen Parlaments über den Vorschlag zur Regelung der Befischung von Tiefseearten im Nordostatlantik zur Kenntnis.

Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte hierzu: „Nachdem das Europäische Parlament nun zu dem Vorschlag Stellung genommen hat, erwarte ich, dass der Rat endlich die Arbeit an dieser Verordnung aufnimmt. Wir müssen kooperieren, um die empfindlichen Tiefseearten und ihre Lebensräume zu schützen.“

Hintergrund

Tiefseearten werden in großer Tiefe im Atlantik, außerhalb der Hauptfanggründe des Festlandsockels, in Tiefen von bis zu 4000 Metern gefangen. Ihre Lebensräume und Ökosysteme sind weitgehend unbekannt. Diese Umwelt ist sehr fragil; wenn sie erst einmal beschädigt ist, erholt sie sich wahrscheinlich nicht mehr.

In der Vergangenheit war diese Fischerei weitgehend unreguliert, was sich eindeutig negativ auf die betreffenden Bestände ausgewirkt hat. 2003 begann die EU, die zulässigen Fangmengen, die Zahl der zugelassenen Fischereifahrzeuge sowie die Zahl der Fangtage auf See (d. h. den Fischereiaufwand) für diese Arten zu begrenzen.

Im Juli 2012 legte die Europäische Kommission neue Maßnahmen zur Regulierung der Befischung von Tiefseearten im Nordostatlantik vor. Die Kommission schlug ein strengeres Genehmigungsverfahren und die schrittweise Abschaffung vor. Dies würde bedeuten, dass Fanggeräte, die gezielt Tiefseearten in weniger nachhaltiger Weise befischen, d. h. Grundschleppnetze und am Boden verankerte Kiemennetze, nicht länger verwendet werden würden. Stattdessen sollen nachhaltigere Fangeräte eingesetzt werden, die die Mehrzahl der Fischereifahrzeuge, die Tiefseearten befischen, bereits verwenden.

Tiefseefischerei gibt es im Nordostatlantik in EU-Gewässern, einschließlich der portugiesischen und spanischen Gebiete in äußerster Randlage, sowie in internationalen Gewässern, in denen Erhaltungsmaßnahmen der Kommission für die Fischerei im Nordostatlantik (NEAFC) gelten, in der die EU gemeinsam mit anderen, in dem Gebiet Fischfang betreibenden Ländern Mitglied ist.

Nur rund 1 % der aus dem Nordostatlantik angelandeten Fische stammt aus der Tiefseefischerei. Aufgrund erschöpfter Bestände sind die Fänge – und die damit verbundenen Arbeitsplätze – seit Jahren rückläufig.

Kontakt:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)


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