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Kommissarin Damanaki begrüßt endgültige Verabschiedung der reformierten Gemeinsamen Fischereipolitik

European Commission - IP/13/1234   10/12/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 10. Dezember 2013

Kommissarin Damanaki begrüßt endgültige Verabschiedung der reformierten Gemeinsamen Fischereipolitik

Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, hat die heutige Schlussabstimmung des Europäischen Parlaments begrüßt. Darin sprach es sich für eine neue, reformierte Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) für die EU aus, die im Juli 2011 von der Kommissarin auf den Weg gebracht worden war. Mit dieser Abstimmung wurde die GFP-Reform offiziell verabschiedet und wird nun in allen Gewässern der Europäischen Union ab dem 1. Januar 2014 umgesetzt.

Mit der neuen GFP sollen die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige EU-Fischereiflotte geschaffen und damit Küstengemeinden in ganz Europa unterstützt werden. Zudem ist beabsichtigt, eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen bei gleichzeitiger Maximierung der Fänge für die Fischer zu gewährleisten. Um diesem doppelten Ziel näherzukommen, wird die verschwenderische Rückwurfpraxis schrittweise abgeschafft. Hierzu werden eindeutige Verpflichtungen und Fristen eingeführt, damit sich die Fischer anpassen können. Die Förderung einer nachhaltigen Aquakultur ist ebenfalls Teil der neuen Politik.

EU-Kommissarin Damanaki erklärte hierzu: „Mit dem heutigen Votum des Europäischen Parlaments verfügen wir nun über eine Politik, durch die unsere Fischereien grundlegend verändert werden und der Weg für eine nachhaltige Zukunft unserer Fischer und unserer Ressourcen bereitet wird. Ich danke sowohl dem Parlament als auch dem Rat für ihr Engagement, ihre Zukunftsvision und ihre generelle Unterstützung der Kommissionsvorschläge, so dass wir bald zu einer nachhaltigen Fischerei zurückkehren und den verschwenderischen Praktiken ein Ende setzen können. Die neue GFP gibt wichtige Impulse für das, was wir heute in Europa am dringendsten benötigen: die Rückkehr zu Wachstum und Beschäftigung in unseren Küstengemeinden.“

Durch die reformierte GFP wird sichergestellt, dass für in ausländischen Gewässern tätige EU-Fischer dieselben Nachhaltigkeitsgrundsätze und ‑standards gelten und dass die EU bei ihren internationalen Übereinkommen weiterhin auf Nachhaltigkeit drängen wird. Die Änderung der Politik sowie die regionalen Initiativen, durch die Akteure und Mitgliedstaaten über viele Einzelheiten der täglichen Verwaltung der Fischereitätigkeit selbst bestimmen können, sind Beispiele dafür, wie weitreichend die Reform ist.

Die heutige Abstimmung ist das Ergebnis eines langwierigen Prozesses, der damit begann, dass die Kommission im Jahr 2011 nach einer umfassenden öffentlichen Konsultation ein ehrgeiziges Reformpaket vorlegte. Zu Beginn dieses Jahres führten Delegationen der Kommission, des Ministerrates und des Europäischen Parlaments konstruktive Verhandlungen und erzielten im Mai eine politische Einigung. Der Ministerrat sprach sich im Oktober einstimmig für den Einigungsvorschlag aus, und in der heutigen Plenarsitzung gab schließlich auch das Parlament seine abschließende Zustimmung.

Hintergrund

Übergeordnetes Ziel der reformierten Gemeinsamen Fischereipolitik ist es, die Überfischung zu beenden und die Fischerei ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig zu gestalten. Mit der Reform sollen die zukünftigen Bedingungen für die Fische und die Fischereien sowie für die Meeresumwelt, die deren Lebensgrundlage bildet, verbessert werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, durch bessere Nutzung von Kenntnissen sowie wissenschaftlicher Gutachten die Nachhaltigkeit der Fischbestände wiederherzustellen. Es wird angestrebt, ein nachhaltiges Wachstum in den Bereichen Fischerei und Aquakultur zu fördern, Beschäftigungsmöglichkeiten in Küstengebieten zu schaffen und letztlich die EU-Bürger nachhaltig mit gesundem Fisch zu versorgen. Die Reform trägt zur Strategie Europa 2020 bei, indem die Leistungsfähigkeit der Branche und der Zusammenhalt in den Küstengebieten gestärkt werden.

Die ersten Fischereimaßnahmen wurden 1970 durch die Europäische Gemeinschaft ins Leben gerufen, um eine strukturelle Unterstützung zu gewähren und einen gemeinsamen Markt für Fischereierzeugnisse aufzubauen. Seitdem hat die Fischereipolitik mehrere Änderungen erfahren, wobei die letzte Reform auf das Jahr 2002 zurückgeht.

Weitere Informationen

Website zur Reform der GFP:

http://ec.europa.eu/fisheries/reform/proposals/index_de.htm

MEMO/13/1125

Kontaktpersonen:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)


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