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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 2. Dezember 2013

Plácido Domingo und Kommissarin Vassiliou bereit für Bürgerdebatte über Kultur und die Zukunft Europas

Nach mehreren Stationen in anderen Ländern kommt die Debatte über Europas Zukunft am 5. Dezember erneut nach Belgien. Plácido Domingo, weltberühmter Tenor und Vorsitzender von Europa Nostra, der europäischen Vereinigung der mit dem Kulturerbe befassten Nichtregierungsorganisationen, wird zusammen mit Androulla Vassiliou, der EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, und Isabelle Durant, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, im BOZAR in Brüssel einen Bürgerdialog mit über 700 Teilnehmern veranstalten. Themen werden die Auswege aus der Krise und die Zukunft Europas sein, wobei ein Schwerpunkt auf der Rolle der Kultur als Katalysator der europäischen Integration liegen wird.

Diese Bürgerdialoge sind für die politischen Entscheider in Europa eine hervorragende Gelegenheit, den Puls der Menschen zu fühlen. Ich möchte, dass an der Diskussion im BOZAR möglichst viele Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können: Schüler und Studenten, Mütter und Väter, Beschäftigte aus dem Kultur- und Kreativbereich, Büroangestellte und Verkäufer, Geschäftsleute, Vertreter der Zivilgesellschaft und ältere Menschen. Alle sind willkommen. Nutzen Sie die Chance, Ihren Ansichten Gehör zu verschaffen“, sagte Kommissarin Vassiliou vor der Veranstaltung.

Plácido Domingo fügte hinzu: „Europa Nostra und ich persönlich sind sehr froh, uns an der Debatte über die Zukunft Europas beteiligen zu dürfen. Wir definieren uns über unsere Kultur und unser kulturelles Erbe. Kultur – in all ihren Ausprägungen – ist zugleich eine Schlüsselressource für unsere Zukunft. Europa sollte daher mehr tun, um das Potenzial dieser formidablen Ressource voll auszuschöpfen. Die EU-Institutionen, die Mitgliedstaaten und die Bürgerinnen und Bürger sollten stolzer sein auf das reiche kulturelle Erbe, das uns frühere Generationen hinterlassen haben und das uns heute und in der Zukunft als Quelle der Inspiration und Kreativität dient.“

Der Bürgerdialog in Brüssel wird von der Vertretung der Europäischen Kommission in Belgien und von der Kanzlei des belgischen Premierministers gemeinsam mit dem BOZAR und Europa Nostra organisiert.

Weitere Referenten sind der Direktor des BOZAR Paul Dujardin und der bekannte italienische Künstler Michelangelo Pistoletto; beide sind Mitwirkende am Projekt der Europäischen Kommission „Ein neues Leitmotiv für Europa“, das Künstler, Intellektuelle und Wissenschaftler dazu anregen möchte, über die Zukunft Europas zu diskutieren. Anwesend werden außerdem Vertreter der belgischen Kunst- und Kulturszene sowie Mitglieder des Europäischen Parlaments sein.

Die Debatte wird von 19.30 bis 20.45 Uhr im Saal „Henry Le Boeuf“ des BOZAR stattfinden (23 Rue Ravenstein, Brüssel). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Die Fernsehmoderatorin Marlène de Wouters und ARTE-Journalist Vladimir Vasak werden die Diskussion leiten.

Der Eintritt ist frei; allerdings ist eine Anmeldung unter dieser Adresse erforderlich. Die Debatte wird außerdem live als Webstream übertragen. Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa können sich via Twitter über den Hashtag: #EUDeb8 beteiligen.

An die Debatte wird sich von 21 bis 22 Uhr ein Konzert unter dem Motto „Europäische Inspirationen“ anschließen; auch hier ist der Eintritt frei. Mitwirkende sind Ivan Thirion aus Belgien (Bariton), Kakhader Shavidze aus Georgien (Bass) und Alexandra Gravas aus Griechenland (Mezzosopran) sowie die portugiesische Fado-Sängerin Katia Guerreiro. Das Konzert findet anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Europa Nostra statt und würdigt die Rolle der Kultur innerhalb des europäischen Einigungsprojekts.

Hintergrund

Worum geht es bei den Bürgerdialogen?

Im Januar 2013 hat die Europäische Kommission das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger eingeläutet (IP/13/2), das den Bürgern und ihren Rechten gewidmet ist. Das ganze Jahr hindurch debattieren EU-Kommissare überall in der Union mit den Bürgerinnen und Bürgern darüber, was die Menschen denken und welche Erwartungen sie haben.

In den 20 Jahren seit Einführung der Unionsbürgerschaft wurde schon viel erreicht: Laut einer im letzten Jahr von der Kommission durchgeführten Befragung fühlen sich 71 % der Belgier als „Europäer“ (im EU-Durchschnitt sind es 63 %). Bürgerinnen und Bürger in der gesamten EU machen von ihren Rechten im Alltag ganz selbstverständlich Gebrauch, doch nicht alle wissen über diese Rechte im Einzelnen Bescheid. So wünschen sich beispielsweise 61 % der Belgier, mehr über ihre Rechte als EU-Bürger zu erfahren.

Auch deswegen hat die Kommission das Jahr 2013 den Bürgern und ihren Rechten gewidmet. Zentraler Bestandteil dieses Europäischen Jahres sind die Bürgerdialoge.

Warum führt die Kommission gerade jetzt diese Dialoge?

Europa steht am Scheideweg. Die kommenden Monate und Jahre werden für die künftige Entwicklung der Europäischen Union entscheidend sein. Einige meinen, dass die Union stärker politisch ausgerichtet sein oder eine Art Vereinigte Staaten von Europa werden sollte. Die europäische Integration muss jedoch mit einer Stärkung der demokratischen Legitimation der Union einhergehen. Die Kommission drängt daher alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Vorstellungen in den bevorstehenden Europa-Wahlen Ausdruck zu verleihen.

Was ist von den Dialogen zu erwarten?

Eines der wichtigsten Ziele der Dialoge ist es, die Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2014 vorzubereiten. Die Rückmeldungen der Bürger werden der Kommission als Orientierungshilfe bei der Planung einer künftigen Reform der EU dienen.

Die Europäische Kommission hat am 8. Mai 2013 ihren zweiten Bericht über die Unionsbürgerschaft veröffentlicht. Er enthält zwölf neue und konkrete Maßnahmen zur Lösung von Problemen, mit denen die Bürgerinnen und Bürger nach wie vor konfrontiert sind (IP/13/410 und MEMO/13/409). Der Bericht ist die Reaktion der Kommission auf eine groß angelegte Online-Konsultation vom Mai 2012 (IP/12/461) sowie auf Fragen und Anregungen, die sich in Bürgerdialogen über die Rechte und die Zukunft der EU-Bürger ergeben haben.

Näheres dazu unter:

Debatte über die Zukunft Europas

Europäisches Jahr der Bürgerinnen und Bürger

Europäer haben das Wort: Ergebnisse der Konsultation zum Thema Rechte der Unionsbürger

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Vertretung der Europäischen Kommission in Belgien: Twitter, Facebook;

Beteiligen Sie sich an der Debatte auf Twitter: #EUdeb8

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

ANHANG

1. Nach Auffassung der belgischen Bevölkerung ist die EU am ehesten in der Lage, wirksame Krisenmaßnahmen zu ergreifen

Quelle: Standard Eurobarometer 79 – Mai 2013

2. Sieben von zehn Belgiern fühlen sich als EU-Bürger, aber weniger als die Hälfte kennt ihre Rechte

Quelle: Standard Eurobarometer 79 – Mai 2013

3. Für die belgische Bevölkerung ist der Frieden zwischen den Mitgliedstaaten die größte Errungenschaft der EU

Quelle: Standard Eurobarometer 79 – Mai 2013


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