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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 3. Dezember 2013

Neue Unterstützung der EU für die Bekämpfung des illegalen Tötens von Elefanten und anderen gefährdeten Arten in den Entwicklungsländern

Die Europäische Union hat heute beschlossen, ein Programm zu unterstützen, das den Schutz von Elefanten, Menschenaffen und Nashörnern in Afrika sowie von anderen Arten, z. B. Meeresschildkröten, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean verstärken soll. So soll es dazu beitragen, die Überwachung der Tierbestände und der Wilderei zu verbessern, durch Ausbildung und operationelle Unterstützung die Strafverfolgung im Kampf gegen illegales Töten zu verstärken und ein Notfallreaktionssystem einzurichten, das bei einer plötzlichen Zunahme des illegalen Tötens und Handels in Anspruch genommen werden kann.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Das illegale Töten gefährdeter Arten ist derzeit eine der größten Gefahren für wildlebende Tiere in Ländern Afrikas, des karibischen Raums und des Pazifischen Ozeans. Schwer bewaffnete kriminelle Netzwerke sind daran beteiligt. Dies trägt zur Unsicherheit bei und behindert damit die Entwicklung dieser Länder. Als Gegenmaßnahme bedarf es eines kohärenten Ansatzes, mit dem die Gefahren für die biologische Vielfalt als auch die Risiken für die Sicherheit in diesen drei Regionen angegangen werden können.“

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Mit diesem neuen Programm beweist die EU ihre Bereitschaft, in Partnerschaft mit den AKP-Ländern ihre Bemühungen um Bekämpfung des illegalen Handels mit wildlebenden Tierarten zu verstärken und damit die verheerenden Folgen für die biologische Vielfalt einzudämmen. Ich begrüße insbesondere die Fokussierung auf eine bessere Durchsetzung der CITES-Regeln. Dies wird den betroffenen Ländern dabei helfen, ihre Kapazitäten in diesem Bereich auszubauen. Angesichts der jüngsten dramatischen Zunahme der Nachfrage nach illegalen Produkten aus wild lebenden Tierarten und der Tatsache, dass die Kriminalität im Zusammenhang mit wildlebenden Tieren zu einer ernsthaften Gefährdung für Sicherheit, politische Stabilität, natürliche Ressourcen und Rechtstaatlichkeit geworden ist, muss die EU allerdings prüfen, ob ihr derzeitiges Konzept ausreicht, um allen Aspekten dieses komplexen Themas Rechnung zu tragen.“

Das neue Projekt „Minimierung des illegalen Tötens von Elefanten und anderen gefährdeten Arten (MIKES)“ baut auf einem ähnlichen Projekt auf, das bereits 2001 eingeleitet wurde. Im Rahmen dieses Projekts ist es gelungen, die alarmierende Zunahme der Wilderei bei Elefanten zu dokumentieren und die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen den zunehmenden internationalen illegalen Handel mit Elefanten-Elfenbein zu verdeutlichen. Laut der im Rahmen des Projekts gesammelten Daten wurden allein in Afrika im Jahr 2012 rund 22 000 Elefanten illegal getötet. Da diese Zahl die Reproduktionsrate der Elefanten übersteigt, liegt der Schluss nahe, dass ihre Gesamtzahl zurückgeht. Auch der illegale Handel mit Elefanten-Elfenbein nimmt zu: 2011 wurden 35 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt - ein neuer Rekord.

Die Länder in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean weisen eine sehr hohe Artenvielfalt auf und einige der seltensten Arten der Welt wie Nashörner, Menschenaffen und Meeresschildkröten sind dort beheimatet. Das neue Projekt „MIKES“ wird dazu beitragen, das System zur Überwachung der biologischen Vielfalt und der damit verbundenen Gefahren zu verbessern und den Schutz neben Elefanten auch auf andere seltene Arten auszuweiten. Um den Kampf gegen das illegale Töten zu verstärken, sieht das Projekt neben Ausbildung im Bereich Strafverfolgung auch technische Unterstützung bei der Einrichtung von Patrouillensystemen und ggf. konkrete operationelle Unterstützung vor. Ein Notfallreaktionsmechanismus soll eingerichtet werden, damit im Rahmen des Projekts „MIKES“ auf eine plötzlich Zunahme des illegalen Tötens von und/oder des internationalen Handels mit Elefanten und anderen Arten reagiert werden kann.

1.1 Hintergrund

Das Projekt „Minimierung des illegalen Tötens von Elefanten und anderen gefährdeten Arten (MIKES)“ wird aus Mitteln des 10. Europäischen Entwicklungsfonds finanziert und läuft von 2014 bis 2018. Es wird von CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) sowohl in Afrika - in Zusammenarbeit mit 31 Arealstaaten des afrikanischen Elefanten - als auch in ausgewählten Schutzgebieten im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean durchgeführt.

Die heutige Ankündigung erfolgt während des Gipfels zum Thema afrikanische Elefanten vom 2. bis 4. Dezember in Gaborone, Botsuana. Bei diesem Treffen sollen dringend benötigte Maßnahmen zur Eindämmung der zunehmenden Wilderei bei afrikanischen Elefanten und des zunehmenden illegalen Handels mit Elfenbein vorbereitet werden.

Weiterführende Informationen

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Umwelt, Janez Potočnik:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/potocnik/index_en.htm

Websites der GD Umwelt:

http://ec.europa.eu/environment/index_de.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)


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