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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Dezember 2013

Europäischer Tag der Menschen mit Behinderungen: Göteborg erhält den „Access City Award“ 2014!

Anlässlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) gab die Europäische Kommission heute bekannt, dass Göteborg den Access City Award 2014 erhält. Mit der Auszeichnung als barrierefreie Stadt wird Göteborgs herausragende Arbeit gewürdigt, die Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen hilft, besser in der Stadt zurechtzukommen. Die Preisverleihung 2014 wird von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Behindertenforum gemeinsam veranstaltet. Die Auszeichnung wird in Brüssel auf der Veranstaltung „Barrierefreier Tourismus in Europa“ („Accessible Tourism in Europe“) anlässlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen und des Europäischen Tourismustages überreicht. Sie soll Städte mit mindestens 50 000 Einwohnern dazu ermutigen, andere zum Nutzen aller an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen.

„'Eine Stadt für alle!' – das ist Göteborgs Motto. Dass dies für Göteborg mehr ist als ein Motto, beweist die diesjährige Auszeichnung als barrierefreie Stadt“, so Vizepräsidentin und EU-Justizkommissarin Viviane Reding. „Für ihren integrativen Ansatz, der Menschen mit allen Arten von Behinderungen in die Gesellschaft einbezieht, hat Göteborg dieses Jahr die Auszeichnung erhalten. Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag nach wie vor auf zu viele Barrieren, aber Städte wie Göteborg zeigen, wie Barrieren überwunden werden können. Herzlichen Glückwunsch an Göteburg.“

Göteborgs Engagement für Barrierefreiheit in öffentlichen Verkehrsmitteln, Wohnräumen und am Arbeitsplatz ist ein gutes Beispiel, dem andere europäische Städte folgen könnten. Bei barrierefreien Wohnungen haben Menschen mit Behinderungen Vorrang. Etwa 300 Arbeitsplätze werden jährlich mit entsprechenden Hilfsmitteln ausgestattet. Die Stadt arbeitet systematisch an einem besseren Zugang zu öffentlichen Einrichtungen. Mit konkreten Maßnahmen sollen Barrieren in Vergnügungsparks, auf Spielplätzen und in Göteborgs Universität abgebaut werden.

Der zweite Preis des Access City Award geht an Grenoble (Frankreich) und der dritte an Posen (Polen). Beide Städte haben bemerkenswerte Fortschritte vorzuweisen, was die Barrierefreiheit in den Bereichen Verkehr, Bildung, Wohnen, Einkaufen, Kultur, Sport, Tourismus und Beschäftigung anbelangt.

Die Europäische Kommission ehrt Städte mit einer besonderen Erwähnung, die Vorreiter sind bei barrierefreien Gebäuden, Verkehrsmitteln, Informations- und Kommunikationstechnologien, öffentlichen Einrichtungen und Diensten. Mit einer besonderen Erwähnung werden dieses Jahr ausgezeichnet:

Belfast, Vereinigtes Königreich, für „Gebaute Umwelt und öffentliche Bereiche“

Dresden, Deutschland, für „Information und Kommunikation“

Burgos, Spanien, für „Öffentliche Einrichtungen und Dienste“

Málaga, Spanien, für „Verkehr und zugehörige Infrastrukturen“

Zu den Preisträgern der Vorjahre zählen Avila in Spanien (IP/10/1641), Salzburg in Österreich (IP/11/1492) und Berlin (IP/12/1309).

Die Europäische Kommission hat anlässlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen Unternehmer und Nutzerverbände zu einem Treffen zum Thema Wachstum und Barrierefreiheit eingeladen, denn der Staat allein kann die Barrieren in Europa für Behinderte nicht aus der Welt schaffen. Auf dem Treffen soll erörtert werden, wie der Zugang zu Produkten und Dienstleistungen in Europa erleichtert werden kann.

Hintergrund

Der „Access City Award“

Der Preis „Barrierefreie Stadt“ wird seit 2010 vergeben, um auf die Probleme von Behinderten aufmerksam zu machen und Initiativen zur Förderung der Barrierefreiheit in europäischen Städten mit mehr als 50 000 Einwohnern zu unterstützen. Menschen mit Behinderungen sollen gleichberechtigt am städtischen Leben teilhaben können. Die Auszeichnung soll Städte dazu ermutigen, Anregungen für innovative Projekte und vorbildliche Praxis auszutauschen.

Den Access City Award erhalten Städte, die den Zugang zu grundlegenden Aspekten des städtischen Lebens erwiesenermaßen nachhaltig verbessert haben und konkrete Pläne für weitere Verbesserungen vorweisen können. Ausgezeichnet werden Maßnahmen in folgenden Bereichen:

Gebaute Umwelt und öffentliche Räume

Verkehr und zugehörige Infrastrukturen

Information und Kommunikation einschließlich neuer Technologien (IKT)

Öffentliche Einrichtungen und Dienste

Auswahlverfahren für den Access City Award 2014

Für den Access City Award bewarben sich in der ersten Runde 102 Städte aus 23 Mitgliedstaaten, die die Zulassungskriterien erfüllten. Den Jurys in den Mitgliedstaaten gehörten Menschen mit Behinderungen und Vertreter der öffentlichen Verwaltungen an. Sie konnten bis zu drei Städte auswählen, die in die europäische Endauswahl kamen. Es wurden 33 Städte nominiert, aus denen die europäische Jury den Preisträger des „Access City Award 2014“ zu bestimmen hatte.

Der europäischen Jury gehörten Experten aus dem Fachbereich Barrierefreiheit sowie Vertreter des Europäischen Behindertenforums und der AGE Platform Europe an. Sie bewerteten die 33 Städte und wählten den Sieger aus sowie die beiden Finalisten und die Städte, die mit einer besonderen Erwähnung geehrt wurden.

EU-Politik zur Barrierefreiheit

Europa barrierefreier für Menschen mit Behinderungen zu machen, ist ein zentrales Anliegen der EU-Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen (2010-2020). Diese Strategie bildet den allgemeinen Rahmen für Maßnahmen auf EU-Ebene, die sich mit Behinderung und Barrierefreiheit auseinandersetzen und die Maßnahmen in den Mitgliedstaaten ergänzen und unterstützen. Die Rechtsvorschriften der EU in Bereichen wie Verkehr und elektronische Kommunikationsdienste enthalten besondere Bestimmungen zur Barrierefreiheit.

Um Behinderten den Zugang u. a. zu gebauter Umwelt, IKT und Verkehrsmitteln zu erleichtern und einen EU-weiten Markt für barrierefreie Produkte und Dienstleistungen zu fördern, greift die EU über Gesetzgebung und politische Strategien hinaus auf diverse Instrumente wie Forschung und Normung zurück.

Darüber hinaus will die EU den Markt für Unterstützungstechnologie stärker in den Dienst von Menschen mit Behinderungen stellen und unterstützt zu diesem Zweck das Konzept eines „Designs für Alle“, das einem größeren Teil der Bevölkerung, darunter älteren Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität, zugutekommt.

Weitere Informationen

Mehr über die Auszeichnung „Barrierefreie Stadt“ erfahren Sie unter:

http://ec.europa.eu/justice/events/access-city-award-2014/index_de.htm http://ec.europa.eu/justice/discrimination/disabilities/award/index_en.htm

Barrierefreier Tourismus in Europa anlässlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen und des Europäischen Tourismustags: http://ec.europa.eu/justice/newsroom/discrimination/events/eventedpd2013_en.htm

Europäische Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020 http://ec.europa.eu/justice/discrimination/disabilities/disability-strategy/index_en.htm und

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:52010DC0636:DE:NOT

Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen http://ec.europa.eu/justice/discrimination/disabilities/convention/index_de.htm

Homepage von Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission und EU-Justizkommissarin: http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm

Folgen Sie der Vizepräsidentin auf Twitter: @VivianeRedingEU

EU-Justiz auf Twitter: @EU_Justice

Annex: High Level Dialogue on Growth and Accessibility

Brussels, 3 December 2013

List of Participating Organisations:

Age Platform

Amadeus IT Holdings

Bloomsbury

British Telecom

Business Europe

European Committee for Standardisation-European Committee for Electrotechnical Standardisation (CEN-CENELEC)

Eurolines

Électricité de France (EDF)

HOTREC

Microsoft Corporation

Microsoft Corporation

General Mobile Manufacturers Forum

Nokia

Telefonica SA

Thomas Cook

European Association of Craft, Small and Medium-Sized Enterprises (UEAPME)

Kontakt:

Mina Andreeva (+32 2 299 13 82)

Natasha Bertaud (+32 2 296 74 56)


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