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Boomender Online-Handel im Weihnachtsgeschäft, aber weiterhin Verbraucherdiskriminierung bei Käufen im Ausland laut jüngstem Bericht der Europäischen Verbraucherzentren

European Commission - IP/13/1191   02/12/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 2. Dezember 2013

Boomender Online-Handel im Weihnachtsgeschäft, aber weiterhin Verbraucherdiskriminierung bei Käufen im Ausland laut jüngstem Bericht der Europäischen Verbraucherzentren

Hat man schon einmal aufgrund Ihres Wohnortes einen höheren Hotel- oder Mietwagenpreis von Ihnen verlangt, mussten Sie in einem Online-Shop deshalb schon einmal mehr bezahlen oder hat ein ausländischer Einzelhändler sich geweigert, Ihnen Waren zu liefern? Wenn ja, sind Sie mit dieser Erfahrung keineswegs alleine. Das geht aus einem neuen Bericht des Netzes der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) hervor, in dem diese und andere Formen der Diskriminierung unter die Lupe genommen werden. Europäische Verbraucherinnen und Verbraucher stoßen nach wie vor auf Probleme, wenn sie in einem anderen Land Waren oder Dienstleistungen erwerben. In einer neueren Eurobarometer-Umfrage gab fast ein Viertel derjenigen Befragten, die aktive Online-Käufer waren, an, dass sie schon einmal wegen ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Wohnsitzes diskriminiert worden seien1.

Dazu der für Verbraucherpolitik zuständige Kommissar Neven Mimica: „Die Schaffung eines echten Binnenmarktes, in dem der elektronische Handel sein gesamtes Wachstumspotenzial realisieren kann, könnte für die Verbraucher Vorteile in einer Größenordnung von bis zu 200 Mrd. EUR bringen.2 Das EU-Recht verbietet es, Verbraucher aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres Wohnortes bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen ohne sachlichen Grund unterschiedlich zu behandeln. Ich möchte dafür sorgen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Rechte kennen und dass diese Rechte uneingeschränkt geachtet und durchgesetzt werden.“

In der Vorweihnachtszeit sucht eine wachsende Zahl von Verbrauchern europaweit nach den günstigsten Angeboten. Der jetzt vorgelegte Bericht, in dem die bei den 30 Europäischen Verbraucherzentren eingegangenen Beschwerden analysiert werden, zeigt die Probleme auf, mit denen sich Verbraucher konfrontiert sehen, wenn sie die Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Einkaufens nutzen wollen.

Rund 74 % der Beschwerden betrafen Situationen, in denen Verbraucher beim Online-Kauf von Produkten wie Musik, Büchern oder elektronischen Geräten einen Preis- oder Serviceunterschied hinnehmen sollten. 21 % der Beschwerden bezogen sich auf Leistungen des Tourismussektors und die übrigen 5 % betrafen Miet- und Leasingangebote.

Die konkreten Beispiele, die im Bericht geschildert werden, stärken die Entschlossenheit der Kommission, mit den Behörden der Mitgliedstaaten gemeinsam darauf hinzuarbeiten, dass den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Vorteile des Binnenmarktes tatsächlich zugutekommen.

Maßnahmen zum besseren Schutz der Verbraucherrechte

  • Die Verbraucher haben häufig mehr Rechte, als ihnen bewusst ist. Informieren Sie sich hier über Ihre Rechte. Wenn Sie den Eindruck haben, dass man Ihre Rechte nicht beachtet hat, beschweren Sie sich beim Händler und bei den Behörden.

  • Bessere grenzübergreifende Zusammenarbeit. Das grenzübergreifende EU-Verbraucherschutznetz, das die Zusammenarbeit der nationalen Verbraucherschutzbehörden unterstützt, wird gegenwärtig überprüft. Derzeit läuft eine öffentliche Konsultation dazu.

Hintergrund

Das ECC-Net ist ein europäisches Netz von Verbraucherzentren, das den Bürgerinnen und Bürgern Europas kostenlose professionelle Beratung bietet bei Problemen mit Händlern oder Dienstleistern in einem anderen Land, beispielsweise während einer Auslandsreise oder beim Online-Einkauf. Europäische Verbraucherzentren gibt es in 30 Ländern (allen EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und Island).

Weitere Informationen (unter anderem Zugriff auf den ausführlichen Bericht des ECC-Net zum Thema besserer Verbraucherschutz „Enhanced Consumer Protection - the Services Directive 2006/123/EC“):

http://ec.europa.eu/consumers/ecc/docs/ecc-services_directive_en.pdf

Kontakt:

David Hudson (+32 229-68335)

Madalina Chiriac (+32 229-74413)

1 :

Eurobarometer Spezial (398), September 2013.

2 :

Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher, Consumer market study on the functioning of e-commerce and Internet marketing (Studie über den elektronischen Handel), 2011.


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