Navigation path

Left navigation

Additional tools

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Invensys durch Schneider Electric im Bereich der Automatisierungs‑ und Steuerungstechnik

European Commission - IP/13/1188   29/11/2013

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. November 2013

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Invensys durch Schneider Electric im Bereich der Automatisierungs‑ und Steuerungstechnik

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Invensys (Vereinigtes Königreich) durch Schneider Electric (Frankreich) nach der EU‑Fusionskontrollverordnung genehmigt. Beide Unternehmen liefern in erster Linie Automatisierungs‑ und Steuerungssysteme. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, da sich die Geschäftstätigkeiten der beiden Unternehmen ergänzen und das neuaufgestellte Unternehmen auf den betroffenen Märkten weiterhin einer Reihe starker Wettbewerber gegenüberstehen würde.

Schneider Electric plant, im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots den Bereich der Automatisierungs‑ und Steuerungstechnik für insgesamt 3,9 Mrd. EUR von Invensys zu übernehmen. Die Automatisierungs‑ und Steuerungstechnikbranche bietet Lösungen für die Messung, Überwachung, Kontrolle und Automatisierung von Gegenständen, Maschinen, Industrieprozessen oder ‑systemen und Infrastrukturen.

In der Prozessindustrie bilden Automatisierungs‑ und Steuerungssysteme Lösungen für Umgebungen, in denen fungible Vormaterialien in einem fortlaufenden Prozess verarbeitet oder umgewandelt werden (z. B. Chemiefabriken, Kraftwerke, Wasseranlagen). In Fertigungsindustrien bietet die Automatisierungs‑ und Steuerungstechnik Lösungen für den Zusammenbau sowie für den Einbau von Einzelteilen in größere, komplexere und diskrete Einheiten (z. B. Automobilfabriken oder Abfüllbetriebe).

Die Kommission hat die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf den Wettbewerb auf den Märkten für den Verkauf von HMI‑Software (Schnittstelle Mensch/Maschine), Bedienungstafeln und Prozesssicherheitssystemen im EWR und auf globaler Ebene geprüft. HMI‑Software unterstützt die Bedienung von Steuerungstechnik in der Prozess- und Fertigungsindustrie über eine computergestützte graphische Benutzeroberfläche.

Die Kommission stellte fest, dass Kunden Schneider Electric und Invensys nicht als jeweils engsten Wettbewerber des anderen betrachten. Ferner ergab die Marktuntersuchung der Kommission, dass sich die Tätigkeitsbereiche der beiden Unternehmen ergänzen, da Schneider Electric vor allem Automatisierungs‑ und Steuerungstechnik für die Fertigungsindustrie anbietet, während Invensys solche Systeme in erster Linie für die Prozessindustrie herstellt. Auch bestätigte sich, dass das neuaufgestellte Unternehmen weiterhin einer Reihe von starken Wettbewerbern wie Siemens, ABB, Emerson und Rockwell Automation gegenüberstehen würde.

Daher gelangte die Kommission zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Das Vorhaben wurde am 24. Oktober 2013 bei der Kommission angemeldet.
Invensys durch Siemens (vgl. IP/13/342).

Unternehmen und Produkte

Invensys ist international in den Bereichen Elektronik und Maschinenbau tätig, wobei der Schwerpunkt auf Automatisierungs‑ und Steuerungssystemen liegt. Schneider Electric ist ebenfalls in der Automatisierungs‑ und Steuerungstechnik aktiv; weiterer Geschäftsbereich ist die Energieverteilung und ‑verwaltung.

Im April 2013 genehmigte die Kommission den Erwerb der Signaltechniksparte von Invensys durch Siemens (vgl. IP/13/342).

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen zu dieser Wettbewerbssache werden auf der Website der GD Wettbewerb im öffentlich zugänglichen Register unter der Nummer M.7005 veröffentlicht.

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513, Twitter: @ECspokesAntoine )

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website