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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 29. November 2013

Für eine bessere Nutzung unserer genetischen Ressourcen

Die Europäische Kommission hat heute unter dem Titel „Genetische Ressourcen in der Landwirtschaft – von der Erhaltung bis zur nachhaltigen Nutzungeinen Bericht veröffentlicht, in dem sie ihre diesbezüglichen Ziele bis 2020 umreißt. Themen wie Erhaltung der Ressourcen oder Eindämmung des Verlusts an biologischer Vielfalt stehen zwar weiterhin im Mittelpunkt, in dem Bericht wird jedoch auch auf die Notwendigkeit eines Umdenkens hingewiesen, um der nachhaltigen Nutzung unserer genetischen Ressourcen wie traditioneller oder gefährdeter Tierrassen oder Pflanzensorten stärker Rechnung zu tragen. Ergänzt wird der Bericht durch ein zweites Papier, in dem, wie in der geltenden Verordnung für Ende 2013 vorgesehen, über bestehende Programme berichtet wird.

Dacian Cioloş, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung erklärte zu dem Bericht: „Es ist außerordentlich wichtig, dass die Maßnahmen im Bereich der genetischen Ressourcen über die reine Erhaltung hinausgehen. Genetisches Material birgt ein enormes Potenzial, nicht nur für wirtschaftliche Erträge, sondern auch, weil es uns helfen kann, Herausforderungen wie den Klimawandel, die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen, die Steigerung der Produktivität, das Eingehen auf unterschiedliche Verbraucherwünsche oder die wirtschaftliche Entwicklung in ländlichen Gebieten besser zu bewältigen. Wir müssen die Vielfalt des uns zur Verfügung stehenden genetischen Materials so umfassend wie möglich erschließen."

Dieser neue Ansatz spiegelt sich auch in den Instrumenten wieder, die die Bemühungen um eine bessere Nutzung der genetischen Ressourcen unterstützen: So werden bis 2020 mehr Finanzmittel und eine breitere Palette von Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ab 2014 werden mehrere Instrumente der EU-Politik in kohärenter und komplementärer Weise zusammengelegt, damit sie zur Erreichung dieses Ziels beitragen – dies betrifft sowohl die Maßnahmen zur Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik als auch die Rahmenregelung für Forschung und Innovation „Horizont 2000“; dadurch sollen neue Chancen für Investitionen, Zusammenarbeit und den Austausch bewährter Verfahren eröffnet werden.

Die ländliche Entwicklung bietet ein breites Spektrum an Maßnahmen, auch in Bereichen wie der Aufzucht und Nutzung gefährdeter traditioneller Landrassen und Landsorten sowie lokaler Saatgutsorten. Die Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung können auch dazu beitragen, die nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher genetischer Ressourcen in die Lebensmittelkette einzubeziehen und auf diese Weise die Wertschöpfung in ländlichen Gebieten und in der Ernährungswirtschaft durch größere Markt- und Produktvielfalt zu steigern.

Zur Erweiterung der Wissensbasis über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen werden diese Fragen in das umfassende Arbeitsprogramm einbezogen, das im Rahmen von „Horizont 2020" eingerichtet wurde.

Der notwendige Austausch zwischen Forschung und Praxis wird durch die europäische Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft" gefördert, die eingerichtet wurde, um auch in diesen Bereich für Probleme zu sensibilisieren, die Interessenträger zu mobilisieren sowie zum Wissensaustausch und zur Zusammenarbeit beizutragen.

Damit die Erhaltung und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen ein Erfolg wird, sind Maßnahmen auf allen Ebenen – also der EU, der Mitgliedstaaten und der Regionen -ebenso wie ein großes Engagement der jeweiligen Interessenträger erforderlich. Diese gemeinsamen Bemühungen werden die Nachhaltigkeit und Rentabilität in den unterschiedlichen Landwirtschaftszweigen und über die gesamte Lebensmittelkette verbessern und einen grundlegenden Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität und zur Eindämmung des Klimawandels leisten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen unter http://ec.europa.eu/agriculture/genetic-resources/index_en.htm

Kontakt:

Fanny Dabertrand +32 229-90625

Roger Waite +32 229-61404


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