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Vielversprechende Wachstumsaussichten für KMU

European Commission - IP/13/1156   26/11/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 26. November 2013

Vielversprechende Wachstumsaussichten für KMU

Das Jahr 2013 dürfte für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der EU einen Wendepunkt darstellen. Im Vergleich zu 2012 wird erwartet, dass in den KMU der EU die Beschäftigung um 0,3 % steigt und die Wertschöpfung um 1 % zunimmt. Ersten Prognosen zufolge wird diese positive Entwicklung 2014 noch an Dynamik gewinnen. Nach fünf Jahren in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld ist damit zu rechnen, dass in der EU in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2008 sowohl die aggregierte Beschäftigung als auch die Wertschöpfung der KMU steigt. Diese vielversprechenden Prognosen werden von weiteren positiven Signalen begleitet. Im Verlaufe der letzten drei Jahre konnten die kleinen Unternehmen in immer mehr Mitgliedstaaten bei Beschäftigung und Wertschöpfung wieder ein Wachstum verzeichnen, oder es ist zumindest ein Ende der Talfahrt abzusehen.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu: „Unsere Initiativen, mit denen wir den KMU helfen wollen, die schwierigen Zeiten zu überstehen, waren erfolgreich. Nach fünf Jahren der Stagnation freut es mich zu sehen, dass die KMU wieder den Wachstumskurs eingeschlagen haben und auch wieder mehr Personal einstellen. Außerdem zeigen unsere Indikatoren eindeutig, dass sie 2014 noch weiter wachsen können. Die KMU sind der Motor unserer Wirtschaft, und sie ziehen uns jetzt aus der schwersten Wirtschaftskrise der EU in den letzten 50 Jahren.“

SBA-Bericht 2013 und weitere Informationen

MEMO/13/1045: Bilanz der KMU 2012: Erholung in den meisten Mitgliedstaaten, mit wenigen Ausnahmen

Bemerkenswert robuste KMU

Angesichts der beispiellos tiefen und komplexen Krise wäre eine solche Wende ein bemerkenswertes Zeichen des Durchhaltevermögens der KMU in der EU. Allein im Jahr 2012 ging die Zahl der Arbeitsplätze bei den KMU gegenüber 2011 um 610 000 bzw. 0,7 % zurück. Zudem sank der Beitrag der KMU zum BIP um 1,3 % von 3,44 Billionen EUR (2011) auf 3,39 Billionen EUR (2012). Darüber hinaus waren die durch die Krise bedingten Einbußen bei Beschäftigung und Wertschöpfung in den verschiedenen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich ausgeprägt.

In etwa der Hälfte der 27 EU-Mitgliedstaaten entstanden 2012 neue Jobs, so dass sich die Beschäftigung in den jeweiligen Branchen unter dem Strich um eine halbe Million Arbeitsplätze erhöhte. Die Arbeitsplatzverluste in den KMU betrafen hauptsächlich die anfälligeren Mitgliedstaaten, in denen die Staatsschuldenkrise immer noch nicht überwunden ist. Doch selbst in ihrem Fall wurde der Abschwung bedeutend abgebremst, was erkennen lässt, dass die kleinen Unternehmen die Talsohle bald durchschritten haben.

Am Anfang der Krise, d. h. im Zeitraum 2008-2011, waren Europas KMU erheblich krisenfester als die großen Unternehmen. Mit Fortdauer der Krise fiel es ihnen jedoch schwerer, sich zu erholen, als den großen Unternehmen. Dieser unterschiedliche Verlauf der Krise für KMU einerseits und für große Unternehmen andererseits spiegelt die Schwäche der Binnennachfrage wider, die für den Markterfolg der KMU ein wesentlicher Faktor ist, während die großen Unternehmen von einer besseren Exportleistung profitierten.

Prognose für 2014 – Aufwärtstrend erwartet

Für 2013 und 2014 wird jedoch erwartet, dass sich die Binnennachfrage in gewissem Grad erholt. Daher wird prognostiziert, dass die Leistung der KMU in diesen beiden Jahren ähnlich ausfällt wie die der großen Unternehmen.

Wichtige Rolle der KMU für die Wirtschaft

Die 20,4 Mio. KMU in Europa spielen eine wichtige Rolle in der europäischen Wirtschaft. Die meisten von ihnen sind Kleinstunternehmen. 2012 standen bei ihnen etwa 86,8 Mio. Menschen in Beschäftigung; das entspricht 66,5 % aller Arbeitsplätze in Europa. Fast ein Drittel dieser gesamten Beschäftigtenzahl entfällt auf Kleinstunternehmen. Der gesamte KMU-Sektor steuerte 2012 57,6 % der Bruttowertschöpfung der europäischen Privatwirtschaft (ohne die Finanzwirtschaft) bei.

Verbesserungen der Leistungsfähigkeit der KMU

Die Verbesserungen der Leistungsfähigkeit der KMU werden von einer beeindruckenden Zahl an politischen Maßnahmen getragen, die die EU und die Mitgliedstaaten seit 2008 ergriffen haben. Diese Entwicklungen im Rahmen des „Small Business Act“ (SBA) für Europa trugen erheblich dazu bei, die Folgen der Krise zu mildern und EU-weit Impulse für eine KMU-freundliche Politik zu geben. Alleine in den Jahren 2010-2012 führten die EU-Mitgliedstaaten fast 2000 KMU-Fördermaßnahmen durch, d. h. durchschnittlich etwa 650 pro Jahr, und in den drei Jahren mehr als 70 pro Land. Im Einzelnen sind die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der SBA-Agenda in den vergangenen zwölf Monaten in den SBA-Länderkurzdarstellungen aufgeführt, die die Europäische Kommission ebenfalls heute veröffentlicht hat. Maßnahmen zur Förderung des Unternehmertums sowie zur Sensibilisierung der Verwaltung für die Belange der KMU waren die wichtigsten Schritte der Mitgliedstaaten zur Verbesserung des Geschäftsklimas. Die Erleichterung einer „zweiten Chance“, d. h. eines Neustarts, für Unternehmer, die mit ihrer Firma gescheitert sind, ist unter den zehn SBA-Bereichen derjenige, in dem es am wenigsten Maßnahmen gab.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752) @ECspokesCorazza

Sara Tironi (+32 229-90403)


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