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Neue EU-Projekte in Äthiopien: besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und anderen Diensten

European Commission - IP/13/1148   25/11/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 25. November 2013

Neue EU-Projekte in Äthiopien: besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und anderen Diensten

Heute wurden neue Finanzmittel für Projekte in Äthiopien angekündigt, die unter anderem den Zugang zu Basisversorgungsdiensten wie Grundschulwesen, Gesundheitsversorgung und Wasserversorgung sicherstellen sowie Unternehmerinnen unterstützen sollen. Die neuen Unterstützungsmaßnahmen werden auch eine bessere Vorbereitung auf die wiederkehrenden Dürreperioden ermöglichen und den Menschen in Äthiopien dabei helfen, kommenden Krisen standzuhalten. Während des Besuchs von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs in Addis Abeba (Äthiopien) wurden acht neue Finanzierungsvereinbarungen in Höhe von insgesamt fast 240 Mio. EUR angekündigt.

Kommissar Andris Piebalgs erklärte: „Diese Unterstützung wird den Bemühungen Äthiopiens, das Wirtschaftswachstum zu steigern und die Armut zu verringern, entscheidende Impulse geben. Unsere Zusammenarbeit hat bereits gute Ergebnisse erzielt und die Lebensbedingungen vieler Menschen verbessert. Darauf werden wir gemeinsam aufbauen, um die Armut noch weiter zu verringern und nachhaltiges Wachstum zu unterstützen. Die Stärkung der Resilienz der Bevölkerung gegenüber künftigen Dürren und daraus resultierenden wirtschaftlichen Problemen ist ebenfalls von größter Bedeutung für Äthiopien“.

Eines der mit EU-Hilfe finanzierten Projekte wird dazu beitragen, die Zahl der Mütter, die bei der Geburt ihres Kindes bzw. an den Geburtsfolgen versterben, drastisch zu senken. So ist u. a. vorgesehen, Krankenhäuser und Gesundheitszentren mit Geräten und Material auszustatten und medizinisches Personal auszubilden.

Die EU hat sich bereits in den vergangenen Jahren um die Verbesserung des Zugangs zu Basisversorgungsdiensten bemüht und dabei einige Erfolge erzielt. Die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden Menschen konnte um ein Drittel gesenkt werden, die Einschulungsrate im Grundschulbereich stieg von 68 % auf 85 % und der Zugang zu Trinkwasser wurde bedeutend verbessert: Während im Jahr 2006 nur 52 % der Äthiopier Zugang zu Trinkwasser hatten, waren es im Jahr 2011 fast 80 %. Ziel der heute unterzeichneten neuen Projektvereinbarung ist es, den Zugang zu diesen Diensten weiter auszubauen und gleichzeitig die Qualität zu verbessern.

Jedoch müssen noch weitere Herausforderungen bewältigt werden. Äthiopien wird immer wieder von Dürrekatastrophen heimgesucht, wie zuletzt im Jahr 2011. Eines der Programme soll die Fähigkeit der Bevölkerung stärken, derartigen Erschütterungen standzuhalten. Erreicht werden soll dies u. a. durch die Bekämpfung von Tierseuchen in den Trockengebieten Äthiopiens, die Verbesserung der Ernährungslage hungergefährdeter Bevölkerungsgruppen und Investitionen in eine bessere Wasserbewirtschaftung.

Hintergrund

Die heutigen angekündigten Finanzierungsvereinbarungen werden aus den Mitteln des 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) finanziert, der zu den Finanzierungsinstrumenten der Entwicklungszusammenarbeit gehört. Sie wurden im Rahmen der Teilnahme von Kommissar Piebalgs an der Tagung der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung der EU und der Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten) in Addis Abeba (Äthiopien) angekündigt. Dieses zweimal jährlich tagende parlamentarische Beratungsgremium wurde durch das sogenannte Cotonou-Abkommen geschaffen, das den Rahmen für die Beziehungen der EU mit den 79 AKP-Staaten vorgibt.

Übersicht über die Projekte

Bezeichnung und Beschreibung des Projekts

Betrag
(in Mio. EUR)

Förderprogramm für den Straßenverkehr: Unterstützung der äthiopischen Regierung beim Ausbau und Unterhalt des Straßennetzes, bei der Verbesserung des Zugangs zu Märkten und bei der Schaffung wirtschaftlicher Tätigkeiten.

49

Programm zur Handelsförderung und -erleichterung: Unterstützung Äthiopiens im Beitrittsprozess zur Welthandelsorganisation (WHO) und Erhöhung der Effektivität der Zollerhebung.

10

Förderung von Basisversorgungsdiensten: Verbesserung des Zugangs zu Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen Diensten sowie deren Qualität.

73

Verbesserung der qualifizierten Geburtshilfe: Unterstützung bei der Förderung der Müttergesundheit.

40,4

Projekt „Erfolg für Frauen“: Schulungen für 3 000 angehende Unternehmerinnen, Zugang zu Coaching und Darlehen.

6,4

Projekt zur Förderung der Zivilgesellschaft: Stärkung der Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen in Governance- und Entwicklungstätigkeiten.

6

Fazilität für technische Zusammenarbeit: Ermittlung von Projekten zur Finanzierung zulasten des 11. EEF, um die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe zu verbessern.

4,5

Ausbau der Resilienz in Äthiopien: Stärkung der Fähigkeit der Bevölkerung, wiederkehrenden Dürren und anderen Erschütterungen standzuhalten.

50

Weiterführende Informationen

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)


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