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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 20. November 2013

EU-Initiative „Kinder des Friedens“: Ein dauerhaftes Vermächtnis des Friedensnobelpreises zur Förderung Tausender Kinder in der ganzen Welt

Die Europäische Kommission wird im Rahmen der EU-Initiative „Kinder des Friedens“ 80 000 von Konflikten betroffene Kinder durch neue humanitäre Projekte unterstützen, die heute bekannt gegeben werden. Die Europäische Kommission hat die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ im vergangenen Jahr nach der Verleihung des Friedensnobelpreises ins Leben gerufen, um das Preisgeld zugunsten von Kindern einzusetzen, die in einer von (anhaltenden oder beigelegten) Konflikten geprägten Umgebung leben. Im kommenden Jahr wird sie noch mehr Kinder unterstützen.

Vor einem Jahr wurde die EU für ihren Beitrag zum Frieden auf dem europäischen Kontinent und in der übrigen Welt mit dem Friedensnobelpreis 2012 ausgezeichnet. Wir erhielten diesen Preis in Anerkennung des unermüdlichen Einsatzes, den mehrere Generationen geleistet haben, um die europäische Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und Frieden und Wohlstand an ihre Kinder weiterzugeben. Heute, in einer immer stärker globalisierten Welt, möchten unsere Kinder, dass wir diesen Erfolg mit dem Rest der Welt teilen. Aus diesem Grunde haben wir die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ geschaffen – als ein dauerhaftes Vermächtnis dieser Ehrung. Die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ unterstützt einen zentralen Bereich der humanitären Hilfe und der Entwicklungshilfe: Bildung für Kinder, die von Konflikten betroffen sind – damit die „Kinder des Krieges“ zu „Kindern des Friedens“ werden,“ erklärte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso.

Bildung ist viel mehr als nur Schreiben oder Rechnen – sie ist der einzige Weg zu dauerhaftem Frieden und nachhaltiger Entwicklung. Indem wir Kindern die Möglichkeit geben, in Ruhe ihre Talente zu entwickeln, indem wir ihnen psychologische Unterstützung zur Überwindung von Traumata aus der Vergangenheit bieten und sie für ihre Rechte sensibilisieren, machen wir einen weiteren Schritt in Richtung einer konfliktfreien Zukunft – für uns alle,“ erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, unter deren Leitung die Initiative steht.

Im vergangenen Jahr erreichte die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ mehr als 28 000 Kinder in Pakistan, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Kolumbien und Ecuador sowie syrische Flüchtlingskinder im Irak. Dank der Großzügigkeit der Europäer und der harten Arbeit humanitärer Organisationen konnten wir Schulen, kinderfreundliche Orte, psychologische Betreuung, Schulmaterial und Schuluniformen bereitstellen. Dadurch besuchten mehr Jungen und Mädchen weiterhin die Schule, wurden vor der Rekrutierung als Kindersoldaten geschützt und über ihre Rechte aufgeklärt.

Die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ wird auch 2014 fortgesetzt: die Europäische Kommission wird die verfügbaren Mittel von 2 Mio. EUR im Jahr 2013 auf 4 Mio. EUR für das kommende Jahr aufstocken. Über 80 000 Kinder in Kriegsgebieten werden von dieser zweiten Runde der EU-Initiative „Kinder des Friedens“ profitieren. Humanitäre Projekte werden von neun humanitären Organisationen durchgeführt, die Mädchen und Jungen im Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo, Tschad, in der Zentralafrikanischen Republik, in Somalia, Afghanistan, Irak, Myanmar, Kolumbien und Ecuador helfen.

Hintergrund

Am 10. Dezember 2012 wurde der EU der Friedensnobelpreis verliehen. Damit wurde der Beitrag gewürdigt, den die EU in den vergangenen 60 Jahren zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten geleistet hat. Die Europäische Kommission hat das Preisgeld im Namen der Europäischen Union förmlich angenommen, auf 2 Mio. EUR aufgestockt und Kindern zugewiesen, die nach Beilegung eines Konflikts am dringendsten Unterstützung benötigen.

Heute sind die Konfliktopfer zu 90 % Zivilisten. Die Hälfte davon sind Kinder. Sieben Millionen der Flüchtlinge weltweit und 12,4 Mio. der Menschen, die durch Konflikte im eigenen Land vertrieben wurden, sind Kinder.

Kindern, die unter den Folgen eines gewaltsamen Konflikts leiden, kann am besten geholfen werden, indem ihnen die Möglichkeit geboten wird, ihre Bildung fortzusetzen. Von den rund 75 Mio. Kindern, die weltweit nicht zur Schule gehen, lebt mehr als die Hälfte in Konfliktgebieten.

Die EU richtet ihre humanitäre Hilfe auch auf die besonderen Bedürfnisse solcher Kinder aus. Die Kommission stellt mehr als die Hälfte ihrer humanitären Hilfe für Maßnahmen in Konfliktgebieten bereit und 12 % ihres humanitären Budgets – weit mehr als im internationalen Durchschnitt – gehen an auf Kinder fokussierte Hilfsorganisationen.

Weitere Informationen

MEMO/13/876: The EU Children of Peace projects: how the European Union keeps bringing peace closer to those who need it the most.

Kommissionswebsite zum Thema EU-Hilfe für Kinder in Konfliktgebieten:

http://ec.europa.eu/echo/EU4children/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

David Sharrock (+32 2 296 89 09)


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