Navigation path

Left navigation

Additional tools

Besuch von EU-Kommissarin Georgieva auf den Philippinen: Mehr Hilfe für die Überlebenden des Taifuns Haiyan

European Commission - IP/13/1088   16/11/2013

Other available languages: EN FR ES

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 16. November 2013

Besuch von EU-Kommissarin Georgieva auf den Philippinen: Mehr Hilfe für die Überlebenden des Taifuns Haiyan

Die Europäische Kommission erhöht die Soforthilfe, die sie den Philippinen infolge der massiven Zerstörungen durch den Taifun Haiyan gewährt. Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, kündigte anlässlich ihres Besuchs auf den Philippinen an, dass die Hilfe um 7 Mio. EUR aufgestockt wird.

Wir alle haben die tragischen Verwüstungen gesehen, die dieser Taifun angerichtet hat, und heute überbringe ich persönlich in Tacloban eine Botschaft der Solidarität Europas. Wir stehen den Opfern mit sofortiger, umfangreicher Hilfe zur Seite," so EU-Kommissarin Georgieva.

Mit dem heutigen Beschluss wird die Unterstützung der Kommission für die Philippinen (einschließlich humanitärer Soforthilfe in Höhe von 3 Mio. EUR und der von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs zugesagten Wiederaufbauhilfe in Höhe von 10 Mio. EUR) auf 20 Mio. EUR erhöht. Die Mitgliedstaaten haben ebenfalls - zusätzlich zu den großzügigen Sachleistungen – Finanzhilfe von rund 25 Mio. EUR geleistet.

„Die Prioritäten sind jetzt die Wiederherstellung des Zugangs zu den verwüsteten Gebieten auf den Philippinen und die dringende Bereitstellung lebensrettender Hilfsmaßnahmen. Ebenso entscheidend ist jedoch, dass wir die Hilfen koordinieren, damit jeder, der Hilfe braucht, sie auch erhält," erklärte Kommissarin Georgieva. Sie besucht Manila, Cebu und Tacloban, um mit nationalen Behörden zu sprechen, sich von den Verwüstungen selbst ein Bild zu machen und sich eingehend von den Sachverständigen der Kommission informieren zu lassen, die schon bald nach dem Ausbruch der Katastrophe vor Ort im Einsatz waren.

Die humanitäre Hilfe der Kommission gelangt über die in den betroffenen Gebieten tätigen Organisationen wie z. B. das Welternährungsprogramm, das Rote Kreuz, das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) oder Télécoms Sans Frontières (Telekommunikation ohne Grenzen) an die Empfänger. Mit dem neuen EU-Hilfspaket soll der dringendste Bedarf durch Lebensmittellieferungen, sauberes Wasser, Notunterkünfte, Gesundheitsversorgung oder Kommunikation gedeckt werden. Außerdem werden mit den EU-Mitteln Koordinierung, Verkehr und Logistik unterstützt, die für die Bereitstellung der Hilfe an die Überlebenden unverzichtbar sind.

Ferner arbeitet die Kommission daran sicherzustellen, dass die Hilfe für die Philippinen aus den EU-Mitgliedstaaten in koordinierter Weise erfolgt. Zu diesem Zweck wurde das EU-Verfahren für den Katastrophenschutz aktiviert.

Bislang haben 16 Mitgliedstaaten Unterstützung auf die Philippinen geschickt. Norwegen hat ebenfalls über das EU-Katastrophenschutzverfahren beigetragen. Europäische Such- und Rettungsmannschaften, Ärzte und andere dringend benötigte Fachleute sind ebenso wie Feldlazarette, Wasserreinigungsanlagen und andere Einrichtungen in dem Land bereits im Einsatz.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren, das vom Zentrum der Europäischen Kommission für Notfallabwehrkoordinierung verwaltet wird, unterstützt auch den Transport von Katastrophenschutzressourcen in die betroffene Region.

Hintergrund

Am 7. und 8 November erreichte der tropische Wirbelsturm Haiyan (vor Ort Yolanda genannt), einer der stärksten, die jemals aufgezeichnet wurden, die Philippinen und verursachte weiträumige Schäden. Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht vollständig erfasst. Nach Schätzungen der VN sind 11,3 Millionen Personen, d. h. mehr als 10 % der philippinischen Bevölkerung, betroffen. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter an.

Die Philippinen zählen zu den Gebieten, die weltweit am stärksten durch Katastrophen gefährdet sind: Im Oktober wurde das Land von einem Erdbeben der Stärke 7,2 heimgesucht, durch das etwa 350 000 Menschen obdachlos wurden und ihre Lebensgrundlage verloren. Allein im Jahr 2013 hat die Europäische Union dem Inselstaat erhebliche humanitäre Hilfe zukommen lassen. So wurden soeben 2,5 Mio. EUR für die Erdbebenopfer in Bohol bereitgestellt. Zur Behebung der Schäden durch den Wirbelsturm Bopha (Pablo) wurden insgesamt 10 Mio. EUR freigegeben, um zum Wiederaufbau der im Dezember 2012 vom Wirbelsturm im Südosten Mindanaos verwüsteten Gemeinden beizutragen. Nach den Überschwemmungen durch den Taifun Trami (Maring) im August hat ECHO 200 000 EUR Hilfe für die Betroffenen zugesagt, und Anfang Oktober wurden für die Personen, die durch den Konflikt in Zamboanga vertrieben wurden, 300 000 EUR bereitgestellt.

Weitere Informationen

Merkblatt zum Taifun Haiyan: http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/philippines_haiyan_en.pdf

IP/13/1059: Europäische Kommission stellt Soforthilfe für Opfer von Taifun „Haiyan“ bereit

IP/13/1063: EU reagiert auf Haiyan-Katastrophe mit koordinierten Hilfsmaßnahmen

IP/13/1052: Weitere EU-Hilfe für die Philippinen

IP/13/1068: EU mobilisiert weitere Unterstützung für Wiederaufbaumaßnahmen auf den Philippinen

Die humanitäre Hilfe und der Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 2295-7517)

David Sharrock (+32 229-68909)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website