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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 15. November 2013

Umweltpolitik: Beginn der Europäischen Woche der Abfallvermeidung

Es wird viel darüber geredet, wie wichtig es ist, die Bürgerinnen und Bürger dazu anzuhalten, Abfälle zu vermeiden, wiederzuverwenden und zu recyceln, wobei die Abfallvermeidung am wichtigsten ist. In den kommenden sieben Tagen wird dieses Thema im Mittelpunkt der Europäischen Woche der Abfallvermeidung stehen. Diese Initiative soll dafür sensibilisieren, wie wir unsere Gewohnheiten in Europa ändern können, und eine Debatte über Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft anstoßen. An dem Projekt, das von der Vereinigung der Städte und Regionen für Recycling und nachhaltiges Ressourcenmanagement (ACR+) koordiniert und im Rahmen des EU-Programms LIFE+ unterstützt wird, sind mittlerweile 17 Länder beteiligt, darunter 3 Nicht-EU-Mitgliedstaaten.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Die Wiederverwendung und das Recycling von Abfällen bergen ein enormes Potenzial. Wir machen große Fortschritte auf dem Weg nach oben in der Abfallhierarchie, indem wir weniger Abfälle auf Deponien entsorgen und verstärkt recyceln. Basisinitiativen wie die Europäische Woche der Abfallvermeidung sind ein wichtiges Mittel, um jeden einzelnen an der Schaffung einer abfallfreien Gesellschaft zu beteiligen.“

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung, die vom 16. bis zum 24. November läuft, sollen neue Wege zur Aufklärung über Abfallvermeidung, die Wiederverwendung von Produkten und das Recyceln von Stoffen aufgezeigt werden. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Kommunikationswerkzeugen, mit denen Behörden und Vereinigungen, Unternehmen, Schulen und Einzelpersonen erreicht werden. Höhepunkt sind die Thementage zur Abfallvermeidung, in deren Mittelpunkt dieses Jahr die Wiederverwendung steht mit lokalen Aktionen wie Gebrauchtwarenmärkte, Reparaturwerkstätten und Tauschpartys.

In Verbindung mit der Europäischen Woche der Abfallvermeidung wird ein Europäischer Müllsammeltag lanciert, der am und um den 10. Mai 2014 stattfinden wird. Unter dem Motto „Let’s clean Up in Europe“ werden Freiwillige aufgerufen, in ihrer Nachbarschaft und an Stränden Abfälle zu entfernen. Ziel ist nicht nur die Beseitigung von Abfällen, sondern auch der Anstoß einer Debatte über Abfälle und wie wir mit ihnen umgehen.

In Europa werden jährlich pro Kopf über 500 kg Siedlungsabfälle erzeugt, wobei die Spanne von etwas über 300 kg in einigen Mitgliedstaaten bis zu mehr als 700 kg in anderen Mitgliedstaaten reicht. Im Schnitt wird die Hälfte davon recycelt, doch gibt es zwischen den Mitgliedstaaten enorme Unterschiede. In einigen findet keine Deponieentsorgung mehr statt, und die Recyclingraten erreichen 70 %. In anderen werden die Siedlungsabfälle dagegen nur zu einem ganz geringen Teil recycelt und zu 90 % auf Deponien entsorgt. Verbraucher und Haushalte können durch ihr Kaufverhalten, Wiederverwendung und Abfalltrennung entscheidend zur Abfallvermeidung beitragen.

Hintergrund

Die seit 2009 stattfindende Europäische Woche der Abfallvermeidung sollte ursprünglich für das Thema Abfallvermeidung sensibilisieren. Im Rahmen dieser Woche, die sich über die letzten vier Auflagen in Europa (und darüber hinaus) zu einem immer größeren Erfolg entwickelt hat, wurden über 25 000 Kommunikationsaktionen in 28 Ländern durchgeführt und ein Netz von öffentlichen und privaten Akteuren aufgebaut, die im Bereich der Abfallvermeidung tätig sind.

Aktionen werden in Andorra, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Island, Italien, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, Ungarn und im Vereinigten Königreich stattfinden.

In der Abfallrahmenrichtlinie wird der Vermeidung, der Wiederverwendung und dem Recycling Vorrang gegenüber der Verbrennung eingeräumt, wobei die Ablagerung auf Deponien oder die Verbrennung ohne Energierückgewinnung nur das letzte Mittel sind. Einer für die Kommission erstellten Studie zufolge würde die vollständige Anwendung des EU-Abfallrechts Einsparungen von jährlich 72 Mrd. EUR ermöglichen, den jährlichen Umsatz in der Abfall- und -Recyclingwirtschaft um 42 Mrd. EUR steigern und bis 2020 zur Schaffung von mehr als 400 000 Arbeitsplätzen führen.

Die Europäische Kommission ist dabei, ihre Abfallziele zu überprüfen. Die Ergebnisse werden in eine Überprüfung der Abfallpolitik im Jahr 2014 einfließen.

Weitere Informationen:

http://www.ewwr.eu

www.letscleanupeurope.eu

Siehe auch:

http://ec.europa.eu/environment/waste/index.htm

http://ec.europa.eu/environment/life/funding/lifeplus.htm

Kontakt:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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