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Beschäftigung: EU‑Globalisierungsfonds stellte 2012 über 73,5 Mio. EUR für 15 700 Arbeitskräfte bereit

Commission Européenne - IP/13/1076   14/11/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. November 2013

Beschäftigung: EU‑Globalisierungsfonds stellte 2012 über 73,5 Mio. EUR für 15 700 Arbeitskräfte bereit

Laut einem Bericht, den die Europäische Kommission heute angenommen hat, wurden im Jahr 2012 insgesamt 15 700 infolge der Wirtschaftskrise und der Globalisierung entlassene Arbeitskräfte mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt. Mehr als 73,5 Mio. EUR an EGF-Mitteln wurden für Arbeitskräfte in elf Mitgliedstaaten (Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweden und Spanien) bereitgestellt; dazu kamen weitere 51,7 Mio. EUR aus nationalen Quellen.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, meinte: „Der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung hat sich als wirksames Mittel bewährt, um denen zu helfen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben – vor allem, wenn sie geringqualifiziert oder anderweitig benachteiligt sind. Ich freue mich, dass der Rat und das Europäische Parlament zugestimmt haben, dass der EGF auch im Zeitraum 20142020 weitergeführt wird, und dass mit den Fondsmitteln auch weiterhin Arbeitskräfte unterstützt werden können, die infolge der Wirtschaftskrise entlassen wurden. Ferner wird der EGF erstmals auch Arbeitskräften mit befristetem Arbeitsvertrag, Selbständigen und – in Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit – jungen Menschen, die weder einen Arbeitsplatz haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, offenstehen.“

Aus dem EGF werden konkrete Maßnahmen finanziert, mit denen die entlassenen Arbeitskräfte ihre Beschäftigungsfähigkeit steigern oder leichter einen neuen Arbeitsplatz finden können. Ein Vorteil des EGF ist, dass mit den Fondsmitteln Maßnahmen finanziert werden, die genau auf die jeweiligen Umstände der betroffenen Arbeitskräfte zugeschnitten sind. Dazu zählen:

intensive personalisierte Hilfe bei der Arbeitssuche

diverse Maßnahmen zur beruflichen Bildung, Weiterqualifizierung und Umschulung

zeitlich befristete Anreize und Beihilfen für die Dauer der Aktivierungsmaßnahme

Unterstützung bei der Unternehmensgründung

Betreuung

öffentliche Beschäftigungsprogramme.

Im Bericht wird aufgezeigt, dass die Hälfte der Arbeitskräfte (14 333 von 28 662), die in den Vorjahren an den 41 bereits abgeschlossenen EGF‑Initiativen teilgenommen haben, zum Ende des Förderzeitraums eine neue Anstellung gefunden oder sich selbstständig gemacht haben. Weitere 1069 Personen befanden sich in Bildungs- oder Schulungsmaßnahmen zur Steigerung ihrer Beschäftigungsfähigkeit.

Die Ergebnisse im Hinblick auf die Wiedereingliederung sind ermutigend – vor allem wenn man bedenkt, wie schwierig sich derzeit die Beschäftigungssituation präsentiert und dass aus dem EGF Arbeitskräfte unterstützt werden, die unter besonders schwierigen Umständen im Rahmen von Massenentlassungen in einem bestimmten Gebiet entlassen werden und die es darüber hinaus im Arbeitsmarkt bei der Arbeitssuche etwa aufgrund geringer Qualifizierungen oder anderweitiger Nachteile oftmals schwerer haben.

Der EGF 2014‑2020

Aufbauend auf diesen Erfahrungen schlug die Europäische Kommission vor, den Fonds auch im Zeitraum 2014‑2020 beizubehalten. Am 11. Oktober 2013 genehmigten der Rat und das Europäische Parlament den Wortlaut der neuen EGF-Verordnung, nach der die Mitgliedstaaten die Möglichkeit haben, ab Januar 2014 nach den neuen Bestimmungen eine Kofinanzierung aus dem Fonds zu beantragen.

Aus dem EGF dürfen nun auch folgende Personengruppen gefördert werden:

Arbeitskräfte, die infolge der anhaltenden globalen Wirtschafts- und Finanzkrise oder einer ähnlichen neuen Krise entlassen wurden (dieses Kriterium galt bereits von Mai 2009 bis Ende 2011)

Arbeitskräfte mit befristetem Arbeitsvertrag und Selbständige

junge Menschen in Regionen mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, wenn sie weder einen Arbeitsplatz haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren.

Hintergrund

Der EGF nahm seine Tätigkeit im Jahr 2007 auf. Bis August 2013 gingen 110 Anträge ein: 20 Mitgliedstaaten beantragten etwa 471,2 Mio. EUR, um 100 022 entlassene Arbeitskräfte zu unterstützten. Seit der Änderung der EGF-Verordnung im Jahr 2009 reichten immer mehr Mitgliedstaaten Anträge für immer mehr Wirtschaftszweige ein. Weitere Informationen hierzu finden sich in MEMO/13/988 und den Anhängen des Jahresberichts.

Was die 41 Fälle betrifft, zu denen endgültige Ergebnisse vorliegen und die vollständig von der Kommission ausgewertet wurden (Stand: August 2013), stellten die Mitgliedstaaten fest, dass sich persönliche Situation, Selbstvertrauen und Beschäftigungsfähigkeit der betroffenen Arbeitskräfte dank der EGF-Hilfen und -Angebote sichtbar verbesserten, auch wenn nicht in allen Fällen schnell eine neue Beschäftigung gefunden wurde.

Mithilfe des EGF konnten die Mitgliedstaaten in den von den Entlassungen betroffenen Regionen hinsichtlich der Zahl der unterstützten Personen, des Umfangs, der Dauer und der Qualität der Unterstützung umfassender handeln, als es ohne die EGF-Mittel möglich gewesen wäre. Mit dieser Unterstützung konnten sie flexibler reagieren und in ihre Maßnahmenpakete stark personalisierte, zuweilen innovative, Maßnahmen aufnehmen. So war eine bessere Betreuung bestimmter Bevölkerungsgruppen möglich, etwa von geringqualifizierten und benachteiligten Arbeitssuchenden (z. B. Personen über 50, mit Migrationshintergrund, mit einer Behinderung oder mit lediglich einer Grundbildung und Grundkenntnissen).

Als besonders wirksam haben sich Jobmessen für die entlassenen Arbeitskräfte erwiesen, ebenso wie Maßnahmen, bei denen die Durchführungsbehörde lokale Unternehmen kontaktierte, um freie, aber noch nicht ausgeschriebene Stellen zu eruieren, damit die unterstützten Arbeitskräfte entsprechend in den für diese freien Stellen notwendigen Kenntnissen geschult werden konnten.

Weitere Informationen

MEMO/13/988

Artikel auf der Website der GD Beschäftigung

Statistisches Porträt des EGF (2007–2011)

EGF-Website:

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised:

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

Website von László Andor

László Andor auf Twitter

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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