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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. November 2013

EU reagiert auf Haiyan-Katastrophe mit koordinierten Hilfemaßnahmen

Das Katastrophenschutzverfahren der EU (EU Civil Protection Mechanism – EUCP) wurde aktiviert, um auf das Ersuchen der philippinischen Regierung um internationale Hilfe koordinierte Hilfemaßnahmen zur Bewältigung des enormen Bedarfs nach den Verwüstungen durch den Taifun „Haiyan“ sicherzustellen.

„Wir alle sind zutiefst schockiert angesichts der verheerenden Schäden, die der Taifun Haiyan angerichtet hat“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Das vorrangige Ziel besteht darin, den Zugang zu von dem Zyklon betroffenen abgelegenen Gebieten wiederherzustellen, um Hunderttausenden von obdachlos gewordenen Menschen die dringend benötigte humanitäre Hilfe zu bringen und ihren Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrungsmittelhilfe und Unterkünften sicherzustellen. Genau dies werden wir nun im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der EU angehen.“

Zu diesem Zweck stellen mehrere Mitgliedstaaten im Rahmen der Koordinierungskapazitäten des EUCP materielle Unterstützung für die Philippinen bereit. Belgien hat ein Ärzteteam entsandt und Wasseraufbereitungsanlagen geschickt, um den akuten Bedarf an sauberem Trinkwasser zu bewältigen. Ungarn will in Kürze ein Such- und Rettungsteam sowie medizinische Helfer entsenden. Das Vereinigte Königreich und Frankreich stellen Unterkünfte bereit. Schweden stellt ein „Basislager“ mit den zur Unterstützung der internationalen Koordinierungsbemühungen erforderlichen Kommunikationsmitteln bereit. Deutschland hat Sachverständige für die Bedarfsermittlung vor Ort entsandt. Weitere im Rahmen des EUCP bereitgestellte Hilfsgüter sollen in den kommenden Tagen eintreffen.

Das Zentrum für Notfallabwehrkoordinierung der Europäischen Kommission (ERCC) überwacht die Lage rund um die Uhr und hat bereits zwei Sachverständige zur Bedarfsermittlung auf die Philippinen entsandt. In den kommenden Tagen wird auch ein Team von sechs bis acht Katastrophenschutzexperten eingesetzt werden, die die Rettungsmaßnahmen gemeinsam mit den philippinischen Behörden und den humanitären Hilfsorganisationen koordinieren sollen.

Gleichzeitig mit der Aktivierung des EU-Katastrophenschutzverfahrens kündigte die Europäische Kommission am Sonntag an, sie werde Soforthilfe in Höhe von 3 Mio. EUR zur Bewältigung des akuten humanitären Bedarfs bereitstellen. Mit der Hilfe, die über humanitäre Hilfsorganisationen abgewickelt wird, soll der dringendste Bedarf der Bevölkerung in den am schlimmsten betroffenen Gebieten abgedeckt werden.

Hintergrund

Der Zyklon Haiyan (vor Ort Yolanda genannt), einer der verheerendsten, die jemals verzeichnet wurden, traf die Philippinen am 7. und 8. November. Schätzungsweise 10 Millionen Menschen – d. h. mehr als 10 % der philippinischen Bevölkerung– sind von den Auswirkungen des außergewöhnlich starken und heftigen Taifuns direkt betroffen. Das genaue Ausmaß der Zerstörung steht jedoch noch nicht fest. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter; befürchtet werden mehr als 10 000 Tote. Die nationalen und internationalen Hilfebemühungen sind angelaufen, dürften jedoch durch ein neues Sturmtief erschwert werden.

Das Katastrophenschutzverfahren der EU wurde im Jahr 2001 geschaffen und seither bei mehr als 180 Katastrophen weltweit aktiviert. Alle EU-Mitgliedstaaten sowie die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen nehmen an dem Verfahren teil.

Die Philippinen zählen zu den am stärksten katastrophengefährdeten Ländern der Welt. Haiyan ist der 25. Taifun, von dem der Archipel in diesem Jahr heimgesucht wurde. Im vergangenen Monat waren die Philippinen von einem Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden, bei dem die Häuser und die Existenzgrundlagen von rund 350 000 Menschen zerstört wurden. Allein im Jahr 2013 stellte die Europäische Union bedeutende humanitäre Hilfe für die Inselgruppe bereit: 2,5 Mio. EUR wurden jüngst zur Bewältigung der Folgen des Erdbebens auf Bohol bereitgestellt. Nach dem Taifun Bopha (Pablo), der Mindanao im Dezember 2012 getroffen hatte, wurden insgesamt 10 Mio. EUR zum Wiederaufbau der durch den Zyklon verwüsteten Gemeinden mobilisiert. Nach den Überschwemmungen durch den Taifun Trami (Maring) im August stellte ECHO 200 000 EUR an Hilfe für die Betroffenen bereit, und Anfang Oktober wurde für die durch den Konflikt Vertriebenen in Zamboanga Unterstützung in Höhe von 300 000 EUR zugewiesen.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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