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Europäische Kommission

Pressemitteilungen

Brüssel, 11. November 2013

Hochschulbildung: EU und Republik Korea schließen neue Kooperationsvereinbarung

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, und Namsoo Seo, Bildungsminister der Republik Korea, haben heute eine Vereinbarung zur Stärkung der Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Republik Korea im Bereich der Hochschulbildung unterzeichnet. Laut dieser Vereinbarung ist vorgesehen, den Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal zu verstärken, sich um die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen und Studienzeiten zu bemühen und einen strategischen Dialog über Fragen von gemeinsamem Interesse im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung zu führen.

„Einige europäische Universitäten zählen zu den besten in der Welt, aber keine kann es sich leisten, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Sie müssen sich anpassen und international denken, damit sie hochwertige Bildung anbieten und die Fähigkeiten vermitteln, die die jungen Menschen in Zukunft brauchen. Die koreanischen Universitäten befinden sich in einer ähnlichen Situation und wir können viel voneinander lernen,“ erklärte EU-Kommissarin Vassiliou.

Seit den 1960er-Jahren hat die Republik Korea eine beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung genommen, großteils dank ihrer Investitionen in die Bildung, vor allem im Hochschulbereich. Die tertiäre Bildung ist auch ein Kernstück der Strategie „Europa 2020“ für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätze.

Mit der heute geschlossenen Vereinbarung sollen der Austausch über Strategien und bewährte Verfahren zwischen der EU und der Republik Korea gefördert sowie Partnerschaften zwischen Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen stärker unterstützt werden. Die Vereinbarung soll beiden Ländern helfen, Maßnahmen Vorrang einzuräumen, die die Reformierung, Modernisierung und Internationalisierung der tertiären Bildung fördern, darunter praktische Maßnahmen zum Abbau von Mobilitätshürden für Studierende und Hochschulpersonal.

Erasmus+, das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (Start im Jänner 2014), wird mehr Zusammenarbeit und mehr Mobilität zwischen der EU und der Republik Korea ermöglichen. So werden im Rahmen von Erasmus+ nicht nur rund zwei Millionen Studierende an einem Austausch innerhalb Europas teilnehmen können, sondern zusätzlich auch 135 000 Plätze für die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zwischen Europa und der übrigen Welt zur Verfügung stehen. Das bedeutet zum Beispiel, dass Studierende und Hochschulpersonal aus der Republik Korea Erasmus+ für einen Aufenthalt in Europa nutzen und Studierende und Hochschulpersonal aus Europa ein Stipendium beantragen können, um einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in der Republik Korea zu absolvieren.

Darüber hinaus wird im Rahmen von Erasmus+ die Modernisierung von Hochschuleinrichtungen und ‑systemen sowie die Personalentwicklung in der EU und in der Republik Korea unterstützt.

Doktoratsstipendien werden über die neuen Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen finanziert, die Teil des neuen Programms „Horizont 2020“ für Forschung und Innovation sind.

Hintergrund

Die 4000 Hochschuleinrichtungen in der EU nehmen derzeit 45 % der 4 Millionen Studierenden auf, die jedes Jahr außerhalb ihres Heimatlandes studieren. Magneten für diese Studierenden sind erstklassige Studienpläne, exzellente Lehre und kulturelle Vielfalt.

Um die Qualität der tertiären Bildung zu halten und weiterzuentwickeln, bemüht sich die Kommission, akademische Partnerschaften zu stärken und innovative gemeinsame Studiengänge sowie Mobilitätsangebote zwischen europäischen Universitäten und ihren Partnern weltweit auszubauen.

Die Republik Korea genießt einen ausgezeichneten Ruf bei tertiärer Bildung und Innovation und belegt bei der Zahl der international mobilen Studierenden weltweit den dritten Platz – derzeit studieren rund 240 000 von ihnen im Ausland. Nur in China und Indien gibt es noch mehr mobile Studierende. Mit der heutigen Vereinbarung wird der Rahmen abgesteckt, in dem der Austausch von Studierenden und Personal in beide Richtungen intensiviert werden kann.

Die internationale tertiäre Bildungslandschaft verändert sich gerade dramatisch, sowohl was ihre Form als auch ihre Größe betrifft. Europa ist zunehmend mit Konkurrenz von Ländern wie China und Indien konfrontiert. Insgesamt geht man davon aus, dass sich die Zahl der Studierenden weltweit vervierfachen wird, von rund 100 Millionen im Jahr 2000 auf 400 Millionen im Jahr 2030.

Weitere Informationen

Volltext der gemeinsamen Erklärung der EU und der Republik Korea im Bereich der Hochschulbildung

Zahlen und Fakten: Europäische Hochschulbildung in der Welt

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Europa 2020

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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