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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. Februar 2013

Fälschung von Euro-Münzen im Jahr 2012

Die Zahl der aus dem Umlauf genommenen Euro-Falschmünzen hat von 157 000 im Jahr 2011 um 17 % auf 184 000 im Jahr 2012 zugenommen. Da sich zurzeit 16,5 Mrd. echte Euro-Münzen im Umlauf befinden, kommt somit auf 100 000 echte Münzen eine Fälschung. Mit einem Anteil von fast zwei Dritteln aller entdeckten Euro-Falschmünzen wird die 2-Euro-Münze nach wie vor mit Abstand am häufigsten gefälscht.

Nach Angaben der für den Fälschungsschutz der Euro-Banknoten zuständigen Europäischen Zentralbank wurden im Jahr 2012 zudem 531 000 Banknoten aus dem Verkehr gezogen.

In ihrem Bemühen, gefälschte Euro-Münzen aus dem Verkehr zu ziehen, sind die Mitgliedstaaten dank präventiver Maßnahmen (Legislativmaßnahmen, technische Analysen, Koordinierung von Strafverfolgungsmaßnahmen und justizielle Zusammenarbeit) weiter vorangekommen. Da aber in den Mitgliedstaaten nach wie vor uneinheitliche Rechtsvorschriften für diesen Bereich gelten und somit kein einheitlicher Schutz des Euro besteht, müssen die geltenden Strafrechtsvorschriften verschärft werden, um die Verhütung, die Untersuchung und die Ahndung von Euro-Fälschungsdelikten in der gesamten EU zu verbessern. Zu diesem Zweck hat die Kommission am 5. Februar 2013 einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Einführung von Mindeststrafen für Geldfälschungsdelikte vorgelegt (siehe IP/13/88). Der Vorschlag sieht u.a. vor, dass künftig ein Rückgriff auf wirksame Ermittlungsinstrumente möglich sein und die Vorbeugung durch von den zuständigen Behörden vorgenommene Falschgeldanalysen verbessert werden soll, um den strafrechtlichen Schutz des Euro und anderer Währungen weiter zu verstärken. Ein weiteres wirksames Instrument für den Schutz des Euro gegen Fälschungen ist die am 1. Januar 2012 in Kraft getretene Verordnung über die Echtheitsprüfung von Euro-Münzen, die vorschreibt, wie Geldinstitute sicherzustellen haben, dass alle von ihnen wieder in Umlauf gebrachten Euro-Münzen echt sind.

Hintergrund

Gemäß den EU-Rechtsvorschriften (Verordnung (EG) Nr. 1338/2001) ist die Kommission für das Europäische Technische und Wissenschaftliche Zentrum (ETSC) verantwortlich. Das ETSC analysiert und klassifiziert neugeprägte Euro-Falschmünzen. Es wurde innerhalb des OLAF eingerichtet und nutzt die Ausrüstung und die Anlagen der Pariser Münze.

Die Kommission arbeitet eng mit der Europäischen Zentralbank (EZB), Europol, Interpol und den zuständigen nationalen Behörden zusammen. Die Europäische Zentralbank ist für die technische Analyse von gefälschten Euro-Banknoten zuständig. Europol und Interpol unterstützen die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens, indem sie den Informationsaustausch erleichtern und operationelle und strategische Analysen zur Verfügung stellen.

Die Kommission ist zudem für die Durchführung des Programms „Pericles’’ zuständig, in dessen Rahmen Schulungen und technische Unterstützung für nationale Behörden angeboten werden, damit letztere zu einem besseren Schutz der Euro-Banknoten und ‑Münzen gegen Fälschungen beitragen können. Im Jahr 2012 hat die Kommission bzw. das OLAF im Rahmen von „Pericles’’ insgesamt 16 Projekte durchgeführt, darunter Konferenzen und Seminare, die von den Mitgliedstaaten oder von der Kommission bzw. vom OLAF organisiert und in Zusammenarbeit mit Europol und der EZB abgehalten wurden. Die Kommission bereitet ferner Gesetzesinitiativen vor und überwacht die Umsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften.

Weitere Informationen (u.a. über die in Zusammenarbeit mit dem OLAF vorbereitete Aushebung einer illegalen Münzwerkstatt durch die italienische Polizei bzw. Finanzpolizei am 16. Januar 2013 in Italien):

http://ec.europa.eu/anti_fraud/euro-protection/euro-coins/index_de.htm

Homepage von Kommissionsmitglied Algirdas Šemeta:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/semeta/index_de.htm

Kontakt:

Emer Traynor (+32 2 292 15 48)

Natasja Bohez Rubiano (+32 2 296 64 70)


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