Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR ES LV

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. November 2013

Weitere EU-Hilfe für die Philippinen

Der Europäische Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, kündigte heute an, die EU werde weitere 8 Mio. EUR für die soziale und wirtschaftliche Erholung der vom Konflikt betroffenen Gebiete auf Mindanao (Philippinen) bereitstellen. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen seines ersten Besuchs auf den Philippinen (10. -12 Nov.), bei dem der Kommissar die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit zwischen den Philippinen und der EU weiter stärken will.

Der Besuch sollte ursprünglich vor dem Durchzug des Taifuns Haiyan stattfinden, wurde jedoch aufgrund der Umstände verschoben. Kommissar Piebalgs sprach der Regierung und der Bevölkerung der Philippinen, wie auch den Angehörigen der Opfer und allen anderen von der Katastrophe Betroffenen seine Anteilnahme aus. Der Taifun Haiyan, der Ende letzter Woche in den Philippinen auf Land traf, forderte zahlreiche Todesopfer und hinterließ schwere Verwüstungen. Auch der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, äußerte in einem Schreiben an den Präsidenten der Philippinen, Benigno Simeon Aquino III, seine Trauer über die schweren menschlichen Verluste.

Im Gefolge des Taifuns Haiyan (Yolanda) berief EU-Kommissar Piebalgs heute eine außerordentliche Sitzung der EU-Botschafter in Manila ein, bei der die Teams des Amts für humanitäre Hilfe der EU (ECHO) über das vor Ort festgestellte Ausmaß der Zerstörung in den Visayas berichten und Vorschläge über die wirksamste Form der Nothilfe machen sollen. Die EU hat bereits eine erste Tranche von 3 Mio. EUR an humanitärer Hilfe bereitgestellt. Zudem hat die Europäische Kommission bereits ein Team entsandt, um die philippinischen Behörden zu unterstützen und ist bereit, weitere Nothilfe zu leisten, wenn dies erforderlich ist.

Kommissar Piebalgs erklärte: „Wir kennen nach wie vor weder das vollständige Ausmaß der Zerstörung noch die genaue Zahl der Todesopfer, aber wir werden entschlossen dafür sorgen, dass die Hilfe der EU die am stärksten gefährdeten Menschen schnellstmöglich erreicht.“

Der angekündigte Mittelbeitrag in Höhe von 8 Mio. EUR für Mindanao soll über den Treuhandfonds für Mindanao bereitgestellt werden und der Unterstützung von Maßnahmen zur Förderung der Vertrauensbildung, des Friedens und einer nachfrageorientierten Governance dienen. Rund 300 000 Menschen konnte bereits durch 141 Projekte im Rahmen des zu 70 % von der Europäischen Union (Europäische Kommission und Schweden) finanzierten Fonds geholfen werden.

Als langjähriger größter Geber des Fonds unterstützt die EU den Friedensprozess auf Mindanao sowohl politisch als durch die Bereitstellung von Unterstützung für die Region.

Kommissar Piebalgs fügte hinzu: „Das rasche Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren ist zu begrüßen. Doch nun müssen die wirtschaftlichen Reformen vertieft werden und das Wachstum allen Menschen zugute kommen. Die EU ist bereit, die Philippinen auf ihrem Weg zur Verringerung der Armut und zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit zu unterstützen und den Friedensprozess in Mindanao zu fördern.“

Darüber hinaus wird der Kommissar mit hochrangigen politischen Vertretern wie Staatssekretärin Teresita Deles, die den Präsidenten im Friedensprozess beriet, dem Minister für sozioökonomische Planung, Arsenio Balicasan, dem Minister für Energie, Carlos Jericho Petilla, und der Unterstaatssekretärin für auswärtige Angelegenheiten, Laura del Rosario, zusammentreffen. Auf dem Programm steht auch ein Treffen mit dem Präsidenten der Asiatischen Entwicklungsbank, bei dem erörtert werden soll, wie die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Bank in Asien, Zentralasien und dem Pazifischen Raum weiter gestärkt werden kann.

Hintergrund und wichtigste Ergebnisse der Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und den Philippinen

Im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte hat sich die EU als wichtiger Entwicklungspartner der Philippinen erwiesen und Zuschüsse in Höhe von 640 Mio. EUR (37 Mrd. PHP) zur Bekämpfung der Armut bereitgestellt. Die EU-Entwicklungshilfe für die Philippinen ist eng an den nationalen Entwicklungsplan der Philippinen für den Zeitraum 2011-2016 angepasst, und in ihrem Rahmen werden jährlich über 40 Mio. EUR an Zuschüssen bereitgestellt.

Schwerpunkt der EU-Entwicklungshilfe für das Land ist der Gesundheitssektor. Die EU unterstützt die Regierungsagenda für eine umfassende Gesundheitsversorgung, durch die den ärmsten Einwohnern der Philippinen Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung ermöglicht und die medizinischen Geräte und die Gesundheitsdienste verbessert werden sollen. Unter anderem wurden bisher folgende Ergebnisse erreicht:

85 % der Filipinos (einschließlich der ärmsten 40 %) sind inzwischen versichert.

Die Verringerung der Kindersterblichkeit, die in den letzten 15 Jahren Schwerpunkt der EU-Hilfe war, hat sich in diesem Zeitraum halbiert.

Die Lebenserwartung ist gestiegen.

Die EU arbeitet gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium daran, die verbleibenden Herausforderungen, insbesondere die Förderung der Müttergesundheit und den Zugang zu Gesundheitsdiensten für die indigene Bevölkerung zu bewältigen. Andere Schwerpunktprogramme unterstützen direkt die nationale Agenda für gute Regierungsführung, Handelsintegration und Arbeitsplatzschaffung.

Das bilaterale Programm EU-Philippinen wird durch zusätzliche Mittel, die meist über Organisationen der Zivilgesellschaft bereitgestellt werden, ergänzt, um auch soziale Fragen und Themen wie Umwelt, Schutz der indigenen Völker, Menschenrechte und Migration anzugehen.

EU-Unterstützung für Mindanao

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem vom Konflikt betroffenen Mindanao. Die EU will den Friedensprozess in Mindanao langfristig unterstützen, wie die im Oktober 2012 von der Hohen Vertreterin Catherine Ashton unterzeichnete Rahmenvereinbarung für ein Friedensabkommens deutlich macht.

Bei dem Mindanao-Treuhandfonds für Wiederaufbau und Entwicklung (MTF-RDP) handelt es sich um einen von mehreren Gebern finanzierten Treuhandfonds, durch den die soziale und wirtschaftliche Erholung der vom Konflikt betroffenen Gebiete in Mindanao unterstützt werden soll.

Mit dem Fonds werden Maßnahmen zur Förderung der Vertrauensbildung, des Friedens und einer nachfrageorientierten Governance unterstützt. Das 2006 begonnene Programm umfasst die Umsetzung kleiner, auf der Basis eigenverantwortlicher Mitwirkung der Bevölkerung durchgeführte Infrastrukturprojekte, einschließlich der Bereitstellung von Mehrzweckgebäuden, Lebensunterhaltszentren, Solartrocknern, landwirtschaftlicher Nutzwege, Wasser- und Sanitärversorgungssysteme sowie Unterkünften.

Der MTF-RDP ist ein Mechanismus, durch den die Entwicklungspartner die öffentliche Entwicklungshilfe in den vom Konflikt betroffenen Gemeinschaften in Mindanao bündeln und koordinieren.

Weitere Informationen

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid –(Zusammenarbeit mit den Philippinen):

http://ec.europa.eu/europeaid/where/asia/country-cooperation/philippines/philippines_en.htm

IP/13/1059: European Commission releases emergency funds to help victims of tropical cyclone Haiyan (Europäische Kommission stellt Nothilfe für Opfer des tropischen Wirbelsturms Haiyan bereit)

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website