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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 7. November 2013

EU kündigt weitere Unterstützung für Entwicklung von Burkina Faso an

Bei einem Besuch in Burkina Faso kündigte EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs die Bereitstellung bilateraler Hilfe in Höhe von bis zu 623  Mio.  EUR für den Zeitraum 2014-2020 für das Land an – vorbehaltlich ihrer endgültigen Genehmigung durch den Rat und das Europäische Parlament. Burkina Faso gehört weiterhin zu den zehn am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Daher wird die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit Burkina Faso auf die Förderung der Ernährungssicherheit und einer nachhaltigen Landwirtschaft sowie auf die Stärkung des Rechtsstaats und des Gesundheitswesens abzielen.

Dies kündigte Kommissar Piebalgs bei einem Besuch in der Sahel-Region an, bei dem auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, der Präsident der Afrikanischen Union, Dlamini Zuma, der Vorsitzende der Weltbank, Jim Yong Kim, der Vorsitzende der Afrikanischen Entwicklungsbank, Donald Kaberuka, und der Sonderbeauftragte der Europäischen Union für die Sahelzone, Botschafter Michel Reveyrand de Menthon, zugegen waren.

Der EU-Kommissar erklärte: „Ich möchte unser Engagement zur Förderung der Sicherheit und einer nachhaltigen inklusiven Entwicklung in Burkina Faso erneut bekräftigen. Die Europäische Union ist bereit, die Bemühungen des Landes im Hinblick auf ein ausgewogenes Wachstum zu unterstützen, durch das die Armut, die ein völlig inakzeptables Niveau erreicht hat, konkret bekämpft werden kann. Daher müssen wir gemeinsam alles daran setzen, die Millenniumsentwicklungsziele zu verwirklichen und insbesondere die tieferen Ursachen der mangelnden Ernährungssicherheit beseitigen.“

Bei seinem Besuch traf Kommissar Piebalgs mit dem Präsidenten von Burkina Faso, Blaise Compaoré, und mit Premierminister Luc-Adolphe Tiao zusammen, um die wichtigsten Herausforderungen, denen sich das Land gegenübersieht, sowie die im Rahmen des 11. Europäischen Entwicklungsfonds vorgesehene Hilfe für den Zeitraum 2014-2020 und die Einbeziehung von Burkina Faso in die Sahel-Strategie zu erörtern.

Bei dieser Gelegenheit wird der Kommissar auch die neue Initiative „Globale Allianz für die Resilienz – Initiative im Sahel (Alliance Globale pour l'Initiative Résilience Sahel – AGIR) ansprechen, bei der es sich um eine Strategie zur Stärkung der Widerstandskraft (Resilienz) der Bevölkerung in der Sahelregion handelt, zu der Burkina Faso zählt. Es wurde ein Fahrplan zum Aufbau „saisonaler Sicherheitsnetze“ erstellt, durch die die Resilienz der am stärksten gefährdeten Haushalte in der fragilen Sahelregion gestärkt werden soll.

Hintergrund

Trotz einer guten Wachstumsrate (8 % in 2012) ist die Sahelregion weiterhin von chronischer Armut (ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsschwelle) und enormen sozialen Ungleichheiten geprägt.

Die Lage des Landes ist aufgrund der von der Krise in Mali geprägten regionalen Instabilität und einer gewissen globalen Instabilität der Sahelregion extrem unsicher.

Die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit Burkina Faso im Rahmen des 10. EEF für den Zeitraum 2007-2013 konzentrierte sich auf folgende Schwerpunktbereiche:

Stärkung der Basisinfrastrukturen und Interkonnektivität;

Förderung der demokratischen und wirtschaftlichen Governance;

Unterstützung der grundlegenden sozialen Sektoren (hauptsächlich Bildung und Gesundheit).

Mit der EU-Hilfe werden auch zahlreiche Projekte zur Förderung der ländlichen Entwicklung und der Ernährungssicherheit unterstützt, die durch NRO und multilaterale Organismen direkt vor Ort durchgeführt werden.

Die Europäische Union unterstützt das Land auch durch Soforthilfe, die über das Büro für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) bereitgestellt wird, und zwar hauptsächlich in drei Bereichen: Gesundheit/Nährstoffversorgung, Ernährungssicherheit und Flüchtlingshilfe.

Die Europäische Union hat vorgeschlagen, dass Burkina Faso noch direkter von der Sahel-Strategie profitieren soll. Letztere hat zum Ziel, die Länder der Sahelregion dabei zu unterstützen, ihre Sicherheit wiederherzustellen, um dadurch ihr Wirtschaftswachstum und parallel dazu die Armutsbekämpfung zu fördern.

Ergebnisse der Entwicklungszusammenarbeit EU-Burkina Faso

  • Die allgemeine Budgethilfe hat in bedeutendem Maße zur Entwicklung der Sektoren Gesundheit und Bildung beigetragen:

    • Das Gesundheitsbudget stieg zwischen 2007- und 2011 um 30 %;

    • Die Geburtshilfe-Rate stieg zwischen 2008 und 2012 um 65 %, wodurch die Mütter- und Säuglingssterblichkeit zurückging;

    • Die Einschulungsquote der Mädchen stieg zwischen 2008- und 2012 von 67 % auf 78 %.

  • Der Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu Trinkwasser stieg zwischen 2009 und 2012 von 55 % auf 63 % im ländlichen Raum bzw. von 72 % auf 84 % in den Städten.

  • 85 000 Haushalten, d. h. mehr als 500 000 in Armut lebenden bedürftigen Personen, wurde durch das EU-Programm für Ernährungssicherheit geholfen, die Nahrungskrise und starken Preisanstiege zu bewältigen.

Weitere Informationen

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website von EU-Entwicklungskommissar  Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Für weitere Informationen über die EU-Strategie für Sicherheit und Entwicklung im Sahel siehe hier

IP/12/1052: EU stellt Resilienz in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zur Bekämpfung von Hunger und Armut

IP/13/1013: EU will Unterstützung für Sahelregion in den kommenden Jahren verstärken

Entwicklungszusammenarbeit mit Burkina Faso

http://ec.europa.eu/europeaid/where/acp/country-cooperation/burkina-faso/burkina-faso_fr.htm

AGIR: http://ec.europa.eu/echo/policies/resilience/agir_fr.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)


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