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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 11. Februar 2013

Digitale Agenda: Reiseveranstalter und Reisebüros schließen sich der Kampagne für den Notruf 112 an

Die Europäische Kommission und der europäische Dachverband der nationalen Reisebüro- und Reiseveranstalterverbände (ECTAA) bitten Reiseveranstalter und Reisebüros, die europaweite Notrufnummer 112 über ihre Websites und e-Tickets sowie an beliebten Reisezielen bekannt zu machen.

Die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes erklärte hierzu: „Die Verkehrsunternehmen informieren schon über den Notruf 112, nun sollen sich auch Reiseveranstalter und Reisebüros beteiligen! Die europäischen Bürger sollten wissen, dass sie – gleichgültig, wo sie sich in Europa befinden – mit einem einzigen Anruf Hilfe herbeiholen können.“

ECTAA-Präsident Boris Zgomba äußerte sich wie folgt: „ECTAA unterstützt die Kampagne der Kommission zur Bekanntmachung des Notrufs 112. Wir freuen uns, unseren Teil dazu beitragen zu können. Eine einzige Notrufnummer in der gesamten EU ist für Reisende – unsere Kunden – sehr nützlich, denn sie kennen nicht unbedingt die lokalen Notrufnummern, wenn sie außerhalb ihres Heimatlandes unterwegs sind.“

Wenn man in Schwierigkeiten ist, ist es nützlich, die Nummer 112 zu kennen. Einmal hatte sich eine Gruppe belgischer Pfadfinder in den Wäldern um das Dorf Ghiroc in Rumänien verlaufen. Einer von ihnen kannte die Nummer 112 und rief den Notdienst an. Dieser ermittelte den genauen Aufenthaltsort der Gruppe und benachrichtigte die Einsatzkräfte, die sie auch fanden. Ein Gruppenmitglied litt unter Unterkühlung, dank rascher Gegenmaßnahmen erholte es sich jedoch wieder.

Die 112 ist die europaweite Notrufnummer, die aus dem Fest- und Mobilfunknetz von jedem Ort der EU gebührenfrei erreichbar ist. Sie verbindet den Anrufer mit dem zuständigen Notrufdienst (örtliche Polizei, Feuerwehr oder Notarzt), dessen Mitarbeiter Anrufe in verschiedenen europäischen Sprachen entgegennehmen. Die Nummer ist ganzjährig rund um die Uhr erreichbar. Der Notruf 112 funktioniert nun in allen EU-Mitgliedstaaten neben etwaigen sonstigen nationalen Notrufnummern (wie 999 oder 110). Dänemark, Finnland, Malta, die Niederlande, Portugal, Rumänien und Schweden haben sogar beschlossen, die 112 zu ihrer landesweit einzigen oder Haupt-Notrufnummer zu machen. Darüber hinaus wird die 112 auch außerhalb der EU verwendet, z. B. in der Schweiz, Kroatien, Montenegro und der Türkei.

Aus einer kürzlich durchgeführten Eurobarometer-Umfrage geht hervor, dass etwa 5 Millionen EU-Bürger mehr den Notruf 112 kennen als vor einem Jahr.

Hintergrund

Vor einem Jahr riefen die Kommissionsvizepräsidenten Neelie Kroes und Siim Kallas die Verkehrsunternehmen auf, sich einer Initiative zur besseren Bekanntmachung der Notrufnummer 112 bei den Reisenden anzuschließen. Über 30 Unternehmen und Verbände haben an der Kampagne teilgenommen. Informationen über die Notrufnummer wurden auf e-Tickets und in Bordmagazinen der teilnehmenden Unternehmen abgedruckt, auf ihren Websites bekannt gemacht und von den Mitarbeitern persönlich an die Reisenden weitergegeben. Nachstehend ein Beispiel, wie über die Nummer informiert werden kann.

Brussels Airlines hat die Information in ihrem Bordmagazin wie folgt abgedruckt:

Aus einem Bericht über die Verwendung der Notrufnummer 112 in den einzelnen Mitgliedstaaten geht Folgendes hervor:

  • 51 % aller EU-Bürger geben an, dass sie bei einem Notfall in ihrem eigenen Land die Notrufnummer 112 anrufen würden (gegenüber 47 % im Jahr 2012).

  • In fünf Ländern nannten 50 % oder mehr der Befragten spontan die 112 als Notrufnummer für das gesamte EU-Gebiet: Polen (57 %), Slowakei (55 %), Finnland (54 %), Luxemburg (53 %) und Tschechische Republik (50 %).

  • Bei den Befragten, die die Nummer 112 in ihrem eigenen Land anrufen würden, reichen die Anteile von 96 % in Schweden bis 2 % in Griechenland.

  • In 25 Ländern (neben Großbritannien, Irland und Malta) können Anrufe in Englisch entgegengenommen werden.

  • In 14 Ländern (neben Belgien, Frankreich und Luxemburg) können Anrufe auf Französisch bearbeitet werden: Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Finnland und Norwegen.

  • Deutsch kann in 12 Ländern verwendet werden: Bulgarien, Finnland, Italien, Litauen, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Norwegen (neben Deutschland, Österreich, Belgien und Luxemburg).

  • Im Vereinigten Königreich können die Notrufzentralen auf Dolmetschdienste für 170 Sprachen zurückgreifen, in Frankreich gibt es einen ähnlichen Dienst für 40 Sprachen.

Nützliche Links

https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/about-112Website für die Notrufnummer 112

Hash-Tags: #112, #emergency

Digitale Agenda

Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

Ansprechpartner:

Ryan Heath (+32 2 296 17 16), Twitter: @RyanHeathEU

Linda Cain (+32 2 299 90 19)


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