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Umweltpolitik: Mehr Bürgerinnen und Bürger fordern stärkeren Naturschutz

European Commission - IP/13/1018   04/11/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 4. November 2013

Umweltpolitik: Mehr Bürgerinnen und Bürger fordern stärkeren Naturschutz

Einer neuen Umfrage zufolge halten knapp 90 % der Europäer den Verlust an Biodiversität (den Rückgang und das mögliche Verschwinden von Tier- und Pflanzenarten, natürlichen Lebensräumen und Ökosystemen in Europa) für ein Problem.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte hierzu: „Es ist erfreulich, dass der Öffentlichkeit zunehmend bewusst wird, welche Bedeutung der biologischen Vielfalt zukommt. Ich hoffe, die Politiker werden daraus konkrete Maßnahmen ableiten, damit wir die in der Biodiversitätsstrategie der EU festgelegten Ziele erreichen.“

38 % der Teilnehmer an der Flash-Eurobarometer-Umfrage erklärten, sie würden bereits persönlich etwas zum Schutz der Biodiversität tun, ein Anteil, der gegenüber 2007 (34 %) leicht gestiegen ist. 78 % sagten, sie würden umweltfreundliche Produkte wie z. B. Bioprodukte oder Produkte aus der Region kaufen, um zur Bekämpfung des Biodiversitätsverlusts beizutragen.

Den Antworten auf die Umfrage zufolge schützen die Europäer die Biodiversität aus einer Reihe von Gründen:

  • 93 % der Europäer halten es für wichtig (62 % für sehr wichtig), den Biodiversitätsverlust zu stoppen, weil unser Wohlergehen und unsere Lebensqualität auf der Natur und der Biodiversität gründen.

  • 87 % der Europäer halten dies für wichtig, weil die Biodiversität für die Erzeugung von Waren (z. B. Lebensmittel, Brennstoffe und Arzneimittel) unverzichtbar ist.

  • Drei Viertel der Europäer halten dies für wichtig, weil Europa durch den Verlust an Biodiversität wirtschaftlich ärmer wird.

Eine Mehrheit der Europäer (65 %) ist der Ansicht, dass die EU die Naturschutzgebiete in Europa ausweiten sollte. Die Anstrengungen der EU zum Schutz der Biodiversität konzentrieren sich zum großen Teil auf Natura 2000, ein weites Netz geschützter Gebiete, das mittlerweile knapp 18 % der europäischen Landfläche umfasst. Die Erhebung zeigt, dass die Bekanntheit des Netzes zunimmt – allerdings von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau. So haben etwa drei Viertel (73 %) der Befragten noch nie etwas von dem Netz gehört. Mehr als 70 % der Befragten sind der Auffassung, dass die EU die Bürgerinnen und Bürger besser über die Bedeutung der Biodiversität informieren sollte.

Hintergrund

Weltweit ist die Biodiversität in großer Gefahr: Der Artenverlust verläuft 100- bis 1000-mal schneller als normal. Mehr als ein Drittel der untersuchten Arten sind vom Aussterben bedroht, und schätzungsweise 60 % der weltweiten Ökosystemleistungen wurden in den vergangen 50 Jahren geschädigt. Diese Verluste sind durch die Tätigkeit des Menschen verursacht, durch veränderte Landnutzung, Raubbau, nicht nachhaltige Praktiken, Umweltverschmutzung und Einschleppung invasiver Arten, die zur Zersplitterung, Beeinträchtigung und Vernichtung von Lebensräumen führen und die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten gefährden. Ein weiterer Faktor ist der Klimawandel.

In der EU ist etwa jede vierte Art derzeit vom Aussterben bedroht, und 88 % der Fischbestände sind überfischt oder erheblich dezimiert. Europa hat eine Strategie, mit der der Verlust der Biodiversität bis 2020 gestoppt werden soll. Diese Strategie umfasst sechs Einzelziele und 20 Maßnahmen, über die Europa seine Ziele erreichen soll.

Die Umfrage – Flash Eurobarometer 379 – wurde vom 26. bis 28. Juni 2013 in den damals 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Kroatien durchgeführt. 25 537 Personen unterschiedlicher sozialer und demografischer Zugehörigkeit wurde im Namen der Europäischen Kommission telefonisch in ihrer Muttersprache befragt.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/flash_arch_390_375_en.htm#379

Siehe auch:

http://ec.europa.eu/environment/nature/index_en.htm

Kontakt:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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