Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 20. September 2012

Finanzbericht zum EU-Haushalt 2011 veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat ihren Jahresfinanzbericht vorgelegt, in dem sie den Haushaltszyklus 2011 darstellt. Der Bericht enthält detaillierte Informationen zu den Einnahmequellen der EU und einen Überblick über die Ausgaben. „Der Bericht soll in erster Linie die Finanzen der Union transparent machen. Er wird in diesem Jahr zum ersten Mal im elektronischen Format mit interaktiven Tabellen veröffentlicht, so dass die Daten anhand zahlreicher Kriterien verglichen werden können. Dies wird die Finanzinformationen hoffentlich etwas leichter verdaulich machen und dem Leser neue Einblicke in den EU-Haushalt ermöglichen“, so Janusz Lewandowski, Kommissar für Finanzplanung und Haushalt.

Im ersten Teil des Finanzberichts zum EU-Haushalt 2011 wird das jährliche Haushaltsverfahren der EU kurz dargestellt, das erstmals uneingeschränkt dem neuen Verfahren des Lissabonner Vertrags folgt. Die Zahlen zeigen unter anderem, dass die Kommission fast zwei Millionen Zahlungen über die Finanzministerien der Mitgliedstaaten sowie über Zentral‑ und Handelsbanken abgewickelt hat.

Wie der Bericht bestätigt, spiegelt der EU-Haushalt 2011 die Europa-2020-Ziele eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums wider, da mehr als die Hälfte des Budgets von 126 Milliarden EUR in die Forschung und Entwicklung, in transeuropäische Netze, in die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und Maßnahmen des lebenslangen Lernens für EU-Bürger geflossen ist. Die Hauptempfänger dieser EU-Mittel waren Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Belgien.

Die Finanzdaten zeigen darüber hinaus, welch große Bedeutung der Kohäsionspolitik beigemessen wird, die dazu dient, die Unterschiede zwischen den Regionen in Europa zu verringern. Die Ausführungsrate des Haushalts erreichte in Schlüsselbereichen Rekordwerte: 100 Prozent (oder 5,5 Mrd. EUR) für den Kohäsionsfonds, Zahlungen in Höhe von 24,3 Mrd. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, was 4 Mrd. EUR mehr waren als 2010. Die Hauptempfänger waren Polen, Spanien, Ungarn, Deutschland und Griechenland.

44 % des EU-Haushalts flossen in Zahlungen für die Landwirtschaft und ländliche Gebiete in Europa. Von diesen Zahlungen ging der größte Teil an Frankreich, gefolgt von Spanien, Deutschland, Italien, Polen und dem Vereinigten Königreich.

Die EU-Mittel für Sicherheit, den Schutz des Lebens, der Freiheit und des Eigentums der Bürger, für den Verbraucher‑ und Katastrophenschutz sowie für Gesundheit und Kultur wurden im Vergleich zu 2010 um rund 30 % aufgestockt.

6 % der EU-Haushaltsmittel waren 2011 für den Außenbereich, d. h. für auf Stabilität, Sicherheit und Wohlstand in Nachbarländern der EU ausgerichtete Maßnahmen bestimmt. Die Ausgaben für die EU-Einrichtungen sind mit 6 % des EU-Haushalts relativ gering, wenn man bedenkt, dass diese Einrichtungen für rund 500 Millionen europäische Bürger zuständig sind.

Im Bericht werden stets auch die Beitragssalden der Mitgliedstaaten dargestellt. „Zwar ermöglichen diese Daten einen gewissen statistischen Vergleich der Nettorückflüsse aus dem EU-Haushalt, doch wäre es irreführend und falsch, den Nutzen der EU-Mitgliedschaft alleine anhand dieser Zahlen zu beurteilen“, erklärte Janusz Lewandowski. „Wenn beispielsweise ein Unternehmen aus einem Mitgliedstaat (nehmen wir die Tschechische Republik als Beispiel) Mittel der EU für ein Projekt erhält, das in einem anderen Mitgliedstaat (beispielsweise Bulgarien) durchgeführt wird, dann werden diese Mittel als Zahlungen zugunsten von Bulgarien verbucht, obwohl natürlich auch die Tschechische Republik davon profitiert.“

Hintergrundinformation

Der Finanzbericht „EU-Haushalt 2011“ ist abrufbar auf:

http://ec.europa.eu/budget/biblio/publications/publications_de.cfm#rapfin

Weitere Einzelheiten finden Sie auf diesen Websites:

Janusz Lewandowski, Kommissar für Finanzplanung und Haushalt:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/lewandowski/index_de.htm

EU-Finanzplanung und Haushalt:

http://ec.europa.eu/budget/index_de.cfm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website