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EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe: Kommission schlägt neue Initiative vor

Commission Européenne - IP/12/980   19/09/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. September 2012

EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe: Kommission schlägt neue Initiative vor

Die Europäische Kommission hat heute ihre Pläne für eine Initiative vorgestellt, die rund 10 000 Freiwilligen Gelegenheit bieten soll, sich im Zeitraum von 2014-2020 an humanitären Maßnahmen zu beteiligen.

Durch die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ sollen an Freiwilligenarbeit interessierte Europäer die Möglichkeit erhalten, dort praktische Hilfe zu leisten, wo der größte Bedarf besteht. Die Zahl der Naturkatastrophen und vom Menschen verursachten Katastrophen hat in den letzten Jahren weltweit deutlich zugenommen und wird auch künftig leider weiter steigen. Daher sind humanitäre Organisationen immer stärker auf gut vorbereitete freiwillige Mitarbeiter angewiesen, um der betroffenen Bevölkerung im Katastrophenfall zu helfen.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, erklärte: „Uns bietet sich hier die einmalige Gelegenheit, in diesen Krisenzeiten ein positives Signal auszusenden: Durch die Hilfe, die über die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ vor Ort geleistet wird, beweisen die Europäer ihre Solidarität mit denjenigen, die am dringendsten auf Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig werden den Freiwilligen wichtige Fertigkeiten vermittelt. Leben zu retten ist eine existenzielle Erfahrung, die keiner von ihnen je vergessen wird. Die Freiwilligenarbeit erfreut sich bei den Bürgern aller unserer Mitgliedstaaten zunehmender Beliebtheit.“

Die Kommission schlägt vor diesem Hintergrund die Einführung europäischer Standards für die Betreuung von Freiwilligen, die an humanitären Projekten teilnehmen, sowie ein Ausbildungsprogramm zur Vorbereitung der Freiwilligen auf ihren Einsatz vor. Eine gute Vorbereitung ist Voraussetzung, um als Freiwilliger aus der EU an humanitären Projekten mitarbeiten zu können.

„EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ wird in enger Zusammenarbeit mit humanitären Organisationen durchgeführt, die die Standards erfüllen und als „Entsendeorganisationen“ zertifiziert werden müssen. Die Standards umfassen insbesondere Vorschriften zur Gewährleistung von Schutz und Sicherheit der Freiwilligen, was im Rahmen humanitärer Maßnahmen von zentraler Bedeutung ist.

Die EU-Freiwilligen für humanitäre Hilfe werden gemeinsam in multinationalen Gruppen geschult und können auch ein mehrmonatiges Praktikum im europäischen Ausland absolvieren, bevor sie für humanitäre Einsätze entsendet werden. So soll ein Netzwerk von EU-Freiwilligen für humanitäre Hilfe geschaffen werden, das sich im Laufe der Jahre immer weiter ausdehnen und einen einzigartigen Pool von Botschaftern europäischer Solidarität bilden wird.

Als „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe" bewerben können sich europäische Staatsbürger und Nicht-EU-Bürger mit langfristiger Aufenthaltsgenehmigung, die älter als 18 Jahre sind.

Der Vorschlag sieht ein Budget von 239,1 Mio. EUR vor, das der Finanzierung eines umfassenden Ausbildungsmoduls (58 Mio. EUR), der Entsendung (137 Mio. EUR), des Kapazitätsaufbaus in den Katastrophengebieten selbst (35 Mio. EUR) und flankierender Maßnahmen dient.

Im Zeitraum 2014-2020 sollen 10 000 Freiwillige entsandt werden. Das Programm sieht auch Schulungsmaßnahmen für 7 000 Ortskräfte und Freiwillige von Organisationen in den von Katastrophen betroffenen Ländern vor. Weitere 10 000 Freiwillige sollen die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ im Rahmen des Online-Volunteering durch die Wahrnehmung von Aufgaben unterstützen, die über einen Computer von zuhause erledigt werden können.

Hintergrund

Das Europäische Freiwilligenkorps ist eine der Neuerungen, die mit dem Vertrag von Lissabon eingeführt wurden. Die Vorbereitungen für diese Initiative sind bereits 2011 mit breiten öffentlichen Konsultationen angelaufen, außerdem sind zwei Phasen mit Pilotprojekten eingeleitet und in diesem Rahmen 200 Freiwillige entsandt worden. Die Kommission wird anhand der dabei gesammelten Erkenntnisse in enger Zusammenarbeit mit humanitären Organisationen den Start der Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ vorbereiten.

Die Schaffung eines EU-Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe wird auch von der großen Mehrheit der EU-Bürger unterstützt. Eine kürzlich in allen 27 Mitgliedstaaten durchgeführte Umfrage von Eurobarometer ergab, dass 88 % aller Befragten eine solche Initiative befürworten, die die Auswahl, die Schulung und den Einsatz von EU-Freiwilligen für humanitäre Maßnahmen in den betroffenen Ländern ermöglicht.

Weitere Informationen

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Infoblatt über „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“:

http://ec.europa.eu/echo/euaidvolunteers

Eurobarometer-Umfrage - Rekord: Europäer unterstützen humanitäre Hilfe der EU trotz eigener Schwierigkeiten:

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/581&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en

Ankündigung von Kommissarin Georgieva im Rahmen des täglichen Pressebriefings der Kommission:

http://ec.europa.eu/avservices/ebs/schedule.cfm?page=1&date=09/19/2012&institution=0#108466

Kontakt :

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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