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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 18. September 2012

Verkehr und Innovation: Kommission drängt auf beschleunigte Entwicklung und Markteinführung neuer Verkehrstechnologien

Die Europäische Kommission startet heute eine Initiative zur Koordinierung und gezielteren Ausrichtung der europäischen Forschung und Innovation im Verkehr. Ziel sind die beschleunigte Einführung neuer Verkehrsmittel und Lösungen im Hinblick auf ein wettbewerbsfähiges und erschwingliches europäisches Verkehrssystem. Ab September 2012 werden die Planungen beginnen, deren Schwerpunkt auf der Einführung von Technologien und Innovationen in zehn Schlüsselbereichen des Verkehrs liegt.

Dazu Siim Kallas, für den Verkehr zuständiger Vizepräsident der Europäischen Kommission: Der Verkehr ist von entscheidender Bedeutung für Europas Wirtschaft. Wenn wir nicht mehr in Forschung und Innovation investieren, wäre Europas Führungsrolle in Gefahr, was ernsthafte Nachteile in Bezug auf die Reisemöglichkeiten der Europäer und die Warenkosten mit sich bringen könnte und sich unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft insgesamt auswirken würde. Diese neue Initiative wird zur Entwicklung eines noch effizienteren, nachhaltigeren und nutzerfreundlicheren Verkehrssystems beitragen, mit dem wir unsere Mobilitätsziele erreichen. Sie wird sich außerdem positiv auf Wachstum und Beschäftigung in Europa auswirken.

„Intelligente, umweltverträgliche und integrierte Verkehrssysteme stellen eine der in unserem Vorschlag „Horizont 2020“ genannten Herausforderungen dar. Die europäische Forschung wird sich auch weiterhin positiv für die Verkehrsindustrie und die Bürger auswirken. Wir werden gemeinsam mit den Interessenträgern und den Kommissionsdienststellen tragfähige „Fahrpläne“ für die strategisch wichtigsten Verkehrstechnologien ausarbeiten”, ergänzte Máire Geoghegan-Quinn, für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständiges Kommissionsmitglied.

Zentrale Ziele klar definiert

Die Initiative, die die Kommission heute im in Form einer Mitteilung vorlegt, umfasst zehn verschiedene Interessenbereiche, für die Fahrpläne im Hinblick auf die Einführung von Innovationen entwickelt werden:

  • Saubere, effiziente, sichere, leise und intelligente Kraftfahrzeuge

  • Saubere, effiziente, sichere, leise und intelligente Luftfahrzeuge

  • Saubere, effiziente, sichere, leise und intelligente Schiffe

  • Saubere, effiziente, sichere, leise und intelligente Schienenfahrzeuge

  • Intelligente, umweltverträgliche, wartungsarme und klimaresiliente Infrastrukturen

  • Europaweite Infrastrukturen für den Vertrieb alternativer Kraftstoffe

  • Effiziente Verkehrsmanagementsysteme für die einzelnen Verkehrsträger (einschließlich Kapazitäts- und Nachfragesteuerung)

  • Integrierte verkehrsträgerübergreifende Informationen und Managementdienstleistungen

  • Nahtlose Logistik

  • Integrierte und innovative urbane Mobilität und Verkehr.

Industrie, öffentlicher Sektor und andere an der Markteinführung innovativer Verkehrstechnologien und Dienstleistungen beteiligte Interessengruppen werden aufgefordert, sich an der Weiterentwicklung und Umsetzung dieser Strategie zu beteiligen, beispielsweise durch die Vereinbarung gemeinsamer Ziele und die Koordinierung der Agenden für die Entwicklung und Einführung der Innovationen, unter Berücksichtigung des Bedarfs an Normen und der finanziellen Auswirkungen.

Hintergrund

Im Weißbuch Verkehr (2011) wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, die europäischen Anstrengungen im Hinblick auf das Erreichen ehrgeiziger Ziele in Bereichen wie umweltfreundliche Fahrzeuge, umweltverträgliche alternative Kraftstoffe, intelligente Infrastrukturen und nachhaltige städtische Mobilität zu bündeln.

Die Erreichung dieser Ziele erfordert die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien. Die Unterstützung für eine entsprechende koordinierte Strategie wurde durch die 2011 durchgeführte Konsultation der Interessengruppen1 bekräftigt. Berichte über die wissenschaftliche Bewertung von Verkehrstechnologien und eine Bestandsaufnahme der Innovationsfähigkeit des europäischen Verkehrssektors wurden zur Unterstützung dieser Strategie von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission veröffentlicht2.

Zur Förderung eines neuen Verkehrssystems in Europa werden mehrere von der Kommission vorgeschlagene Finanzierungsmittel genutzt:

  • Für „Horizont 2020“, das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, wurde eine Mittelausstattung in Höhe von 6,8 Mrd. EUR für Forschung und Innovation im Hinblick auf „intelligentere, umweltverträglichere und besser integrierte Verkehrssysteme“ vorgeschlagen.

  • Für die Fazilität „Connecting Europe“ wurde eine Mittelausstattung in Höhe von 31,7 Mrd. EUR für die Modernisierung der europäischen Verkehrsinfrastruktur, den Bau fehlender Verbindungen und die Beseitigung von Engpässen vorgeschlagen. Davon sind 10 Mrd. EUR im Rahmen des Kohäsionsfonds für Verkehrsprojekte in den sogenannten Kohäsionsländern vorgesehen. Die restlichen 21,7 Mrd. EUR stehen allen Mitgliedstaaten für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung.

  • Das Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und KMU (COSME) wird unter anderem den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen zu Finanzmitteln und neuen Märkten unterstützen. Die vorgeschlagene Mittelausstattung beläuft sich auf 2,5 Mrd. EUR.

Weitere Informationen: MEMO/12/678

http://ec.europa.eu/transport/research/sttp/sttp_en.htm

Kontakt:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

1 :

Die Berichte über die Anhörungen der Interessengruppen und die öffentliche Konsultation sind (nur auf Englisch) abrufbar unter: http://ec.europa.eu/transport/research/sttp/consultations_en.htm.

2 :

Scientific Assessment of Strategic Transport Technologies, Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, EUR 25211 EN, 2012 (http://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/111111111/26330).
Mapping innovation in the European transport sector, Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, EUR 24771 EN, 2011 (http://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/bitstream/111111111/26129/1/lfna24771enn.pdf ).


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