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Paphos wird für Zypern „Kulturhauptstadt Europas 2017“

European Commission - IP/12/970   14/09/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. September 2012

Paphos wird für Zypern „Kulturhauptstadt Europas 2017“

Die zyprische Stadt Paphos wurde heute von der unabhängigen Auswahljury als „Kulturhauptstadt Europas“ für das Jahr 2017 vorgeschlagen. Als weitere zyprische Stadt war noch Nicosia im Rennen. Zweite „Kulturhauptstadt Europas 2017“ wird die Stadt Aarhus (Dänemark), die von der unabhängigen Jury am 24. August vorgeschlagen wurde (IP/12/913). Die offizielle Ernennung der beiden Siegerstädte durch den EU‑Ministerrat ist für Mai 2013 geplant.

Die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou sagte dazu: „Ich gratuliere der Stadt Paphos zu ihrer Wahl zur „Kulturhauptstadt Europas 2017“. Es macht mich sehr stolz, dass erstmals eine Stadt meines Heimatlandes europäische Kulturhauptstadt sein wird. Ich bin zuversichtlich, dass die Stadt Paphos diese einzigartige Chance nutzen wird, um ein Kulturpogramm mit starker europäischer Dimension aufzustellen und ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. Hierbei wünsche ich Paphos viel Erfolg.”

Hintergrund

Zypern und Dänemark sind die beiden Mitgliedstaaten, die für das Jahr 2017 eine europäische Kulturhauptstadt benennen können. Welche Länderpaare bis 2019 Städte für den Titel vorschlagen dürfen, ist in einem Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates von 2006 festgelegt. Für die Zeit nach 2019 hat die Kommission kürzlich einen Vorschlag mit einer Liste der künftigen Gastgeberländer vorgelegt (IP/12/815).

Die Bewerbungen der Städte um den Kulturhauptstadttitel werden anhand von Kriterien bewertet, die das Europäische Parlament und der Rat festgelegt haben. Hierzu gehört, dass die Bewerberstädte ein Kulturprogramm mit einer starken europäischen Dimension aufstellen und die in der Stadt und in ihrem Umland lebenden Bürgerinnen und Bürger einbeziehen sowie Besucher aus dem Ausland anlocken.

Die europäische Dimension muss sich in der Auswahl der Themen sowie in der Art und Weise widerspiegeln, wie die Veranstaltungen im Programm organisiert werden. Dabei sollen Kulturschaffende aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten. Außerdem muss das Programm nachwirken und langfristig zur kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt beitragen.

Die unabhängige Jury, die die zu ernennenden Kulturhauptstädte vorschlägt, setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen. Sieben davon werden von EU-Organen und –Einrichtungen benannt (s. nachstehende Auflistung), die restlichen sechs von den betreffenden Mitgliedstaaten.

Das Verfahren zur Auswahl einer „Kulturhauptstadt Europas“ beginnt mit einer Vorauswahl, nach deren Abschluss eine Liste der Städte erstellt wird, die in die engere Wahl kommen. Die Endauswahl wird neun Monate später getroffen. Die beiden ausgewählten Städte (eine je Land) werden dann vom EU-Ministerrat offiziell ernannt.

Von den EU-Institutionen wurden folgende Jury-Mitglieder benannt:

  • Von der Europäischen Kommission: Sir Jeremy Isaacs (Vereinigtes Königreich), Fernsehproduzent und früherer Direktor des Royal Opera House, Covent Garden; Manfred Gaulhofer (Österreich), geschäftsführender Direktor des Projekts „Graz – Kulturhauptstadt 2003“ und Leiter zahlreicher europäischer Projekte.

  • Vom Rat: Erna Hennicot-Schoepges (Luxemburg), ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, der Versammlung des Europarats und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE); derzeit Leiterin verschiedener nationaler und internationaler Kultureinrichtungen; Constantin Chiriac (Rumänien), Vize-Präsident von „Sibiu 2007“ und derzeitiger Direktor des rumänischen Nationaltheaters Radu Stanca.

  • Vom Europäischen Parlament: Jordi Pardo (Spanien), verantwortlich für internationale Kulturprojekte; Steve Green (Vereinigtes Königreich), Forscher im Bereich Kulturpolitik.

  • Vom Ausschuss der Regionen: Elisabeth Vitouch (Österreich), Vertreterin des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und Mitglied des Gemeinderats der Stadt Wien.

Nach Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien) in diesem Jahr tragen Marseille (Frankreich) und Košice (Slowakei) 2013 den Titel „Kulturhauptstadt Europas‟. Danach sind dies Umeå (Schweden) und Riga (Lettland) im Jahr 2014, Mons (Belgien) und Pilsen/Plzeň (Tschechische Republik) 2015 und Donostia-San Sebastián (Spanien) und Breslau/Wrocław (Polen) 2016.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Website Europäische Kulturhauptstädte

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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