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Zusätzliche Unterstützung der EU für syrische Flüchtlinge in Jordanien

European Commission - IP/12/968   14/09/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. September 2012

Zusätzliche Unterstützung der EU für syrische Flüchtlinge in Jordanien

Die jordanische Regierung hat offiziell Nothilfe beim Beobachtungs- und Informations­zentrum der Europäischen Kommission beantragt. Das Land benötigt Unterstützung bei der Bewältigung des Zustroms von Zehntausenden von Flüchtlingen aus Syrien.

Seit Beginn der Krise in Syrien hat das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen über 87 000 Menschen registriert, die aus Syrien nach Jordanien geflüchtet sind. Über 27 000 von ihnen leben derzeit in Flüchtlingslagern. Nach Angaben Jordaniens beläuft sich die Zahl der syrischen Flüchtlinge, die entweder in jordanischen Gemeinden oder in Flüchtlingslagern aufgenommen wurden, bereits auf mehr als 200 000.

„Die Europäische Kommission tut alles, um die humanitären Folgen der Krise zu lindern. Wir sind Jordanien dankbar, dass es zusammen mit der Türkei und dem Libanon Flüchtlinge aus Syrien, die um ihr Leben fürchten mussten, offen aufnimmt. Bei dem täglich wachsenden Zustrom von Flüchtlingen nach Jordanien werden Wohnraum und Trinkwasser knapp, die Gesundheitslage ist kritisch, und die vielen Kinder in den Flüchtlingslagern können nicht in die Schule gehen. Jede zusätzliche Unterstützung durch die Mitgliedstaaten ist ein Mehr an europäischer Solidarität mit den Opfern dieses Konflikts", erklärte die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion Kristalina Georgieva.

Jordanien hat im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens Unterkünfte, Decken, Heizgeräte, Matratzen, Wassertanks, Toiletten und Hygieneartikel sowie finanzielle Hilfe angefragt.

Die EU-Mitgliedstaaten und andere Länder, die an dem EU-Katastrophenschutzverfahren teilnehmen, sind über den bestehenden Bedarf informiert. Alle Hilfsangebote werden vom Beobachtungs- und Informationszentrum koordiniert.

Hintergrund

Die Mehrheit der 87 000 zum Teil bereits registrierten Flüchtlinge, die bisher nach Jordanien geflohen sind, befinden sich hauptsächlich in den Städten Ramtha, Irbid und den umliegenden Ortschaften sowie in Mafraq, Amman, Zarqa und dem südjordanischen Maan. Einige dieser Gouvernements verzeichnen die höchsten Armutsquoten des Landes.

Der größte Teil der heute in Jordanien lebenden Syrier sind bisher von jordanischen Gemeinden aufgenommen worden; allerdings werden seit kurzem immer mehr (rund 27 000) in Flüchtlingslagern untergebracht. Obwohl Jordanien die seit Anfang 2011 herrschende politische Instabilität in der Region bisher sehr gut bewältigen konnte, hat es nun Schwierigkeiten, die tägliche Versorgung der zahlreichen Flüchtlinge zu gewährleisten, die weiterhin aus dem benachbarten Syrien nach Jordanien strömen.

Die Menschen aus Syrien suchen auch in der Türkei, im Libanon und im Irak Zuflucht, so dass die Gesamtzahl der syrischen Flüchtlinge nach Schätzungen des UNHCR inzwischen auf über eine Viertelmillion angestiegen ist.

Am 7. September kündigte die Europäische Kommission an, sie werde weitere 50 Mio. EUR an humanitärer Hilfe bereitstellen, um der syrischen Zivilbevölkerung im Land selbst und in den umliegenden Aufnahmeländern beizustehen. Damit leistet die Kommission einen Beitrag von insgesamt 119 Mio. EUR.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren7

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit bei der Katastrophenbewältigung zwischen 32 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission koordiniert das Katastropenschutzverfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

Weitere Informationen

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

{0>Contacts :<}0{>Kontakt:<0}

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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