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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 5. September 2012

Konsultation zu Benchmarks und Marktindizes nach LIBOR-Manipulationen

Angesichts der jüngsten LIBOR-Manipulationen hat die Kommission heute eine Konsultation eingeleitet. Alle einschlägigen Akteure sind aufgefordert, sich zu möglichen neuen Regeln für die Erstellung und Verwendung von Kennzahlen zu äußern, die bei Finanzkontrakten und anderen Verträgen als Benchmarks zugrunde gelegt werden.

Hierzu der für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige EU-Kommissar Michel Barnier: „Die laufenden internationalen Ermittlungen zu Manipulationen beim LIBOR haben ein weiteres Beispiel für ein inakzeptables Verhalten von Banken ans Licht gebracht. Zweifel an der Zuverlässigkeit und Integrität von Indizes können das Marktvertrauen untergraben, Verbrauchern und Anlegern erhebliche Verluste bescheren und zu Verzerrungen in der Realwirtschaft führen. Daher müssen wir unbedingt tätig werden, um die Integrität von Benchmarks und der Verfahren zu ihrer Festlegung sicherzustellen. Die Kommission hat rasch gehandelt und ihre Legislativvorschläge zum Marktmissbrauch bereits abgeändert (siehe IP/12/846). Allein Sanktionsregelungen zu ändern wird aber möglicherweise nicht ausreichen: es sind umfassendere Arbeiten vonnöten, um Zusammensetzung, Erstellung und Verwendung von Indizes und Benchmarks zu regulieren.“

Die Konsultation ist breit angelegt: Abgedeckt werden alle Benchmarks, also nicht nur Referenzzinssätze wie der LIBOR, sondern auch Rohstoff- und Immobilienpreisindizes. Ziel der Konsultation ist es, etwaige Defizite in allen Phasen der Erstellung und Verwendung von Benchmarks aufzudecken.

Letztlich geht es darum, die Integrität von Benchmarks zu gewährleisten. Alle Optionen liegen bereits auf dem Tisch. In Betracht kommt aber nur eine Lösung, die gewährleistet, dass Benchmarks keinem Interessenkonflikt unterliegen, dass sie die wirtschaftliche Realität, die sie erfassen sollen, auch tatsächlich abbilden und dass sie in angemessener Weise genutzt werden.

Hintergrund

Das Konsultationspapier umfasst fünf Kapitel, die folgende Aspekte abdecken:

  • Anwendungsbereich, Erstellung und Art von Indizes und Benchmarks

  • Governance und Transparenz bei der Nutzung realer Transaktionsdaten

  • Zweck und Nutzung von Benchmarks

  • Bereitstellung von Benchmarks durch private oder öffentliche Stellen

  • Auswirkungen einer möglichen Regulierung: Übergang, Kontinuität und internationale Dimension

Die Konsultation läuft bis zum 15. November.

Link zur Konsultation:

http://ec.europa.eu/internal_market/consultations/2012/benchmarks_en.htm

Kontakt:

Stefaan De Rynck (+32 2 296 34 21)

Carmel Dunne (+32 2 299 88 94)

Audrey Augier (+32 2 297 16 07)


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