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EU-Katastrophenschutzverfahren unterstützt Portugal bei Bekämpfung der Waldbrände

European Commission - IP/12/934   03/09/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. September 2012

EU-Katastrophenschutzverfahren unterstützt Portugal bei Bekämpfung der Waldbrände

Die Europäische Kommission unterstützt die Bemühungen zur Bekämpfung der schweren Waldbrände in Portugal. Die Behörden in Lissabon haben Hilfe beantragt und Spanien hat zwei Canadair-Löschflugzeuge im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union angeboten. Die Kommission hat auch dem unmittelbaren Einsatz von zwei EU-finanzierten Löschflugzeugen aus Frankreich zugestimmt.

Kristalina Georgieva, die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, betonte die Bedeutung der europäischen Solidarität in solchen Situationen. „Wenn die Ressourcen vor Ort aufgrund des Ausmaßes der Brände knapp sind, ist es beruhigend zu wissen, dass die Partner bereit sind, zu helfen. Durch praktische und wirksame europäische Zusammenarbeit können wir Schaden und menschliches Leid infolge von Waldbränden begrenzen.“

Portugal ist jeden Sommer der Gefahr von Waldbränden ausgesetzt, die aktuelle Situation nach einer langen Trockenperiode mit wenig Regen ist jedoch besonders schwerwiegend. Mäßige bis starke Winde fachen die Flammen an. Für mindestens die nächsten vier Tage ist trockenes Wetter in weiten Teilen des Landes vorhergesagt, das Waldbrandrisiko ist damit sehr hoch bis extrem hoch.

Das Beobachtungs- und Informationszentrum der Europäischen Kommission verfolgt die Situation aufmerksam und steht in regelmäßigem Kontakt mit den Behörden in Lissabon. Das Zentrum hält auch die anderen am EU-Katastrophenschutzverfahren teilnehmenden Länder auf dem Laufenden.

Die Katastrophenschutzexperten der Kommission beobachten ständig die Brandgefahr und die Entwicklung der Waldbrände in Europa. Sie stehen in ständiger Verbindung mit ihren nationalen Partnern, um schnell und koordiniert auf neue Notfälle zu reagieren. Ein im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens bereitgestellter slowenischer Helikopter unterstützt zurzeit die Bekämpfung schwerer Waldbrände in Albanien, während Italien auch ein Canadair-Löschflugzeug angeboten hat.

Hintergrund

Aufgrund der langen Dürreperiode und hoher Temperaturen in diesem Sommer kam es in mehreren südeuropäischen Ländern zu Waldbränden. Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Montenegro, Serbien, Kroatien und Bulgarien waren bisher betroffen.

Die Waldbrände in Europa werden ständig vom Beobachtungs- und Informationszentrum mit Hilfe der Waldbrandgefahrvorhersage des europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) beobachtet. In den Sommern 2011 und 2010 wurde das EU-Katastrophenschutzverfahren 20 Mal bei Waldbränden in und außerhalb Europas aktiviert.

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit bei der Katastrophenbewältigung zwischen 32 Ländern in Europa (EU-27 sowie Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Die teilnehmenden Länder bündeln die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze innerhalb und außerhalb der Europäischen Union koordiniert. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Beobachtungs- und Informationszentrum.

EU-finanzierte Flugzeuge zur Brandbekämpfung (ACR5-Projekt)

Das Projekt ACR5 wird von der Europäischen Kommission kofinanziert und soll die Ressourcen der Mitgliedstaaten ergänzen, wenn ein Land mit einer Notsituation überfordert ist.

Fünf EU-Mitgliedstaaten nehmen an dem Projekt teil, nämlich Frankreich als koordinierender Empfänger zusammen mit Spanien, Belgien, Griechenland und Portugal.

Das Projekt ermöglicht die Mobilisierung eines breiten Spektrums von Katastrophenschutzmodulen, einschließlich der Bekämpfung von Waldbränden aus der Luft. Die Kommission kann diese Katastrophenschutzmittel (z. B. Löschflugzeuge) im Falle eines Hilfeersuchens eines Mitgliedstaates oder eines Drittstaates mobilisieren. Module im Rahmen dieses Projekts wurden bereits 2011 erfolgreich bei den Waldbränden in Griechenland eingesetzt. Positive Ergebnisse dieses Projekts wurden im Legislativvorschlag der Kommission zur Schaffung eines gestärkten EU-Katastrophenschutzverfahrens berücksichtigt.

Weitere Informationen

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-5 75 17)

David Sharrock (+32 229-6 89 09)


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