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Aarhus wird für Dänemark „Kulturhauptstadt Europas 2017“

Commission Européenne - IP/12/913   24/08/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 24. August 2012

Aarhus wird für Dänemark „Kulturhauptstadt Europas 2017“

Die unabhängige Jury, die die Bewerbungen um den Titel „Kulturhauptstädte Europas“ prüft, hat für das Jahr 2017 die Stadt Aarhus vorgeschlagen. Damit hat Aarhus die innerdänische Konkurrenz Sønderborg aus dem Feld geschlagen. Das zweite Gastgeberland, das in fünf Jahren ebenfalls eine „Kulturhauptstadt Europas“ stellen darf, ist Zypern. Die offizielle Ernennung der beiden Siegerstädte durch den EU-Ministerrat ist für Mai 2013 geplant.

Die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou sagte anlässlich der Jury-Entscheidung: "Ich gratuliere der Stadt Aarhus zu ihrer erfolgreichen Bewerbung. Es ist meine feste Überzeugung, dass die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger sich voller Elan in die Vorbereitungen für die Veranstaltung stürzen werden. Die Initiative „Kulturhauptstadt Europas“ trägt entscheidend dazu bei, die Vielfalt der europäischen Kulturen herauszustellen. Sie ermöglicht den Städten auch eine echte Metamorphose und ist wirtschaftlich und gesellschaftlich ein absoluter Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger.“

Hintergrund

In Zypern sind die beiden Städte Nicosia und Paphos noch im Rennen (IP/11/1591). Die Empfehlung der Jury wird für Mitte September erwartet.

Die Bewertung der Bewerbungen erfolgt anhand von Kriterien, die das Europäische Parlament und der Rat festgelegt haben. Hierzu gehört, dass die Bewerberstädte ein Kulturprogramm mit einer starken europäischen Dimension aufstellen und die in der Stadt und in ihrem Umland lebenden Bürgerinnen und Bürger einbeziehen sowie Besucher aus dem Ausland anlocken.

Die europäische Dimension muss sich in der Auswahl der Themen sowie in der Art und Weise widerspiegeln, wie die Veranstaltungen organisiert werden. Dabei sollen Kulturschaffende aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten. Außerdem muss das Programm nachwirken und langfristig zur kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt beitragen.

Die unabhängige Jury, die die zu benennenden Kulturhauptstädte vorschlägt, setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen. Sieben davon werden von EU-Organen und –Einrichtungen benannt (s. nachstehende Auflistung), die restlichen sechs von den betreffenden Mitgliedstaaten.

In einem Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates von 2006 wurde festgelegt, welche Länderpaare bis 2019 die Möglichkeit bekommen, Städte für den Titel vorzuschlagen. Welche Länder die Kulturhauptstadt nach 2019 stellen sollen, hat die Kommission kürzlich in einem Vorschlag festgelegt (IP/12/815).

Das Verfahren zur Auswahl der „Kulturhauptstädte Europas“ beginnt mit einer Vorauswahl, nach deren Abschluss eine Liste der in die engere Wahl kommenden Städte erstellt wird. Die Endauswahl wird neun Monate später getroffen. Die beiden ausgewählten Städte (eine je Land) werden dann vom EU-Ministerrat offiziell ernannt.

Folgende Mitglieder wurden von den Organen und Einrichtungen der EU in die Auswahljury entsandt:

  • Von der Europäischen Kommission benannt: Sir Jeremy Isaacs (Vereinigtes Königreich), Fernsehproduzent und früherer Direktor des Royal Opera House, Covent Garden; Manfred Gaulhofer (Österreich), ehemaliger geschäftsführender Direktor des Projekts „Graz – Kulturhauptstadt 2003“ und Leiter zahlreicher europäischer Projekte.

  • Vom Rat benannt: Erna Hennicot-Schoepges (Luxemburg), ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, der Versammlung des Europarats und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE); derzeit Leiterin verschiedener nationaler und internationaler Kultureinrichtungen; Constantin Chiriac (Rumänien), ehemaliger Vize-Präsident von „Sibiu 2007“ und derzeitiger Direktor des rumänischen Nationaltheaters Radu Stanca.

  • Vom Europäischen Parlament benannt: Jordi Pardo (Spanien), verantwortlich für internationale Kulturprojekte; Steve Green (Vereinigtes Königreich), Forscher im Bereich Kulturpolitik.

  • Vom Ausschuss der Regionen benannt: Elisabeth Vitouch (Österreich), Vertreterin des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und Mitglied des Gemeinderats der Stadt Wien.

Nach Guimarães (Portugal) und Maribor (Slowenien) in diesem Jahr tragen Marseille (Frankreich) und Košice (Slowakei) 2013 den Titel „Kulturhauptstädte Europas. Danach richten folgende Städte die Veranstaltung aus: Umeå (Schweden) und Riga (Lettland) im Jahr 2014, Mons (Belgien) und Pilsen/Plzeň (Tschechische Republik) 2015 und Donostia-San Sebastián (Spanien) und Breslau/Wrocław (Polen) 2016.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Website "Europäische Kulturhauptstädte"

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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