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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Wiederaufbau von Häusern in Haiti: Zwei Jahre nach dem Erdbeben löst Europa seine Versprechen weiter ein

Brüssel, 10 Januar 2012 - Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Erdbebens in Haiti leitet die Europäische Kommission heute in Port-au-Prince ein neues Wohnungsbauprogramm für die Instandsetzung und den Wiederaufbau sicherer Häuser ein, das mehr als 60 000 Vertriebenen zugute kommen wird. Dieses mit 23 Mio. EUR dotierte Programm wird gemeinsam mit den lokalen Gemeinschaften, den Kommunen und dem haitianischen Ministerium für öffentliche Bauarbeiten durchgeführt. Es ist Teil der Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Unterstützung des Landes bei der Erholung von der Katastrophe, die 220 000 Todesopfer forderte und weitere 3 Millionen Menschen in Not brachte. Die beiden Jahre nach dem Erdbeben brachten nicht weniger große Strapazen ‑ Haiti wurde vom Hurrikan Tomas getroffen und leidet unter einer der schwersten Cholera-Epidemien des letzten Jahrhunderts. Auch die kommenden Jahre werden nicht leicht, aber die langfristigen Ziele Stabilität und Entwicklung werden konsequent weiterverfolgt, um die Lage in Haiti zu verbessern.

Die Europäische Union war in den vergangenen zwei Jahren für Haiti einer der ersten, großzügigsten und effizientesten Geber von Hilfe und von Unterstützung beim Katastrophenschutz. Ziel ist es, sowohl Soforthilfe für die Haitianer zu leisten, als auch die langfristige Erholung des Landes sicherzustellen. Die Solidarität der Europäer hat es bislang ermöglicht, das Leid von 5 Millionen Menschen in Haiti zu lindern, eine Verschlimmerung der Krise zu verhindern und die beiden Nebeneffekte der Katastrophe, Cholera und Unterernährung, einzudämmen.

Derzeit setzt die Europäische Kommission ihre Unterstützung schwerpunktmäßig für die enge Verknüpfung von Soforthilfe, Wiederaufbauhilfe und Entwicklung ein, vor allem durch die Sicherstellung eines funktionstüchtigen Staates, die Verbesserung der Bildung, der Gesundheitsdienste und der zivilen Sicherheit, die Instandsetzung von Straßen, Unterkünften und anderen lebenswichtigen Infrastrukturen sowie die Ankurbelung der lokalen Wirtschaft.

Im Rückblick auf die Bemühungen der letzten beiden Jahre, die Not in Haiti zu lindern und die Erholung des Landes zu unterstützen, erklärte die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton: „An diesem zweiten Jahrestag des Erdbebens von 2010 möchte ich die Tapferkeit und Entschlossenheit der haitianischen Bevölkerung bei der Instandsetzung ihres Landes loben.

Ich freue mich darüber, dass die dringendsten humanitären Probleme gelöst wurden, doch ich bin mir durchaus bewusst, dass es noch Schwierigkeiten beim Wiederaufbau zu überwinden gilt. Ich hoffe, mit der Errichtung neuer Verwaltungsstrukturen unter Präsident Martelly und Premierminister Conille wurde eine Ära politischer Stabilität und wirtschaftlichen Wachstums eingeläutet, denn dies ist wesentlich für den Erfolg des Wiederaufbauprozesses. Wir werden weiter mit unseren haitianischen Freunden, den EU-Mitgliedstaaten und unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten, um die Infrastrukturen zu verbessern, die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und eine bessere Regierungsführung sowie die Festigung der Demokratie und der staatlichen Institutionen in Haiti zu fördern“.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs sagte: „Zwei Jahre nach dem schrecklichen Erdbeben ist und bleibt der Wiederaufbau Haitis eine Priorität auf unserer Agenda. Als ich vor ein paar Wochen während der Europäischen Entwicklungstage Premierminister Conille traf, war ich erfreut zu erfahren, dass wir für die Zukunft des Landes gemeinsame Ambitionen haben. Der Wiederaufbau von Straßen, Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Schulen für Hunderte oder Tausende von obdachlos gewordenen Familien mag wie eine Herkulesaufgabe erscheinen, doch die ehrgeizigen Projekte zeigen bereits Ergebnisse vor Ort; sie haben den Zugang zur Bildung erleichtert, zur Sicherung von Existenzgrundlagen beigetragen, die Qualität der Straßen verbessert und die lokale Wirtschaft angekurbelt“.

Er fügte hinzu: „Ich werde im Laufe des Jahres nach Haiti reisen, um vor allem eine Ausbildungsstätte und die wieder instandgesetzte wichtigste Straße einzuweihen. Wir werden den Staat außerdem weiter aktiv in seinen Bemühungen unterstützen, die Sozial-, Gesundheits- und Bildungsdienste für die haitianische Bevölkerung aufrechtzuerhalten und das Land auf einen Kurs wirtschaftlicher Entwicklung zu bringen.“

Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, fügte hinzu: „Das Erdbeben in Haiti hat grenzenloses Leid gebracht ‑ aber auch eine nie da gewesene Welle der Unterstützung in der ganzen Welt ausgelöst.

Europa war vom ersten Tag an präsent. Weniger als 24 Stunden nach dem Erdbeben entsandte die Kommission Experten für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz und mobilisierte Soforthilfe. Und wir planen, so lange vor Ort zu bleiben, wie es Menschen gibt, die unsere Hilfe brauchen.

Immer noch lebt eine halbe Million Menschen in Lagern und die Cholera hält sich hartnäckig. Vor allem aber sind wir uns bewusst, dass Haiti auch weiter anfällig gegenüber Naturkatastrophen wie Hurrikanen, Überschwemmungen und Erdrutschen bleibt, und sind entschlossen, den Gemeinschaften, mit denen wir zusammenarbeiten, bei der Stärkung ihrer Katastrophenresilienz zu helfen“.

Hintergrund

In den letzten beiden Jahren hat die EU sowohl humanitäre Hilfe als auch Entwicklungshilfe für den Wiederaufbau Haitis geleistet. Sie ist der wichtigste Geber für das Land. So hat sie 1,2 Mrd. EUR zugesagt, um die haitianische Regierung in allen Bereichen kurz- und langfristig zu unterstützen. Allein die Kommission hat 522 Mio. EUR in Aussicht gestellt, von denen schon gut 358 Mio. EUR gebunden wurden.

Die EU-Mitgliedstaaten haben insgesamt Soforthilfe von 201 Mio. EUR zugesagt und die Europäische Kommission hat 2010 und 2011 humanitäre Hilfe von 158,5 Mio. EUR ausgezahlt. Für 2012 hat die Kommission humanitäre Hilfe von 15,25 Mio. EUR für Haiti eingeplant.

Weitere Informationen:

Informationsblatt „Haiti two years on – Europe's action in Haiti“ und andere Pressematerialien hier:

http://europa.eu/press_room/press_packs/haiti/index_de.htm

Website des Europäischen Auswärtigen Dienstes:

http://www.eeas.europa.eu/index_de.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website der GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website der EU-Delegation in Haiti:

http://eeas.europa.eu/delegations/haiti/index_fr.htm

Kontakt:

Catherine Ray (+32 229-69921)

David Sharrock (+32 229-68909)

Michael Mann (+32 229-99780)


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