Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 13. August 2012

Europäische Kommission mobilisiert Soforthilfe für Überschwemmungsopfer auf den Philippinen

Infolge massiver Überschwemmungen auf den Philippinen haben die nationalen Behörden umfassende Notfallmaßnahmen eingeleitet. Die Europäische Kommission wird die laufenden Bemühungen mit 700 000 EUR an humanitärer Hilfe ergänzen, die über ihre Partnerorganisationen verteilt werden.

Die Europäische Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte hierzu: „In den vergangenen zwei Wochen wurden die Philippinen von sintflutartigen Monsunregenfälle sowie zwei Taifunen, Saola und Haikui, heimgesucht. In der jetzigen Soforthilfephase ist es unser oberstes Ziel, sicherzustellen, dass die Hilfe schnell bei den Bedürftigsten ankommt. Weiterhin hoffen wir, dass unsere früheren Investitionen in Projekte zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall dazu beigetragen haben, die Zahl der Todesopfer zu begrenzen.“

Mehr als 3,5 Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen, mehr als eine Million Menschen mussten ihre Häuser evakuieren. Infrastruktur und Landwirtschaft haben erhebliche Schäden davongetragen. Die Hauptstadt Manila ist nicht verschont geblieben. 615 000 Menschen haben bei Angehörigen und Freunden Zuflucht gefunden und mehr als 410 000 Menschen kommen derzeit in 930 Evakuierungszentren unter.

Mit der humanitären Hilfe der Kommission werden 127 000 arme und gefährdete Menschen unterstützt, einschließlich der Menschen in entlegenen Gemeinschaften, die von der Außenwelt abgeschnitten wurden.

Die Mittelzuweisung beruht auf einer ersten Bewertung durch Experten des Dienstes der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) von letzter Woche im Anschluss an deren Besuch in den betroffenen Gebieten, bei denen festgestellt werden sollte, wo die Mittel der Kommission am meisten bewirken könnten. Die Experten werden die sich rasch verändernde Lage weiterhin bewerten. Die Mittel der Kommission könnten in den nächsten Wochen aufgestockt werden, sollten die sintflutartigen Regenfälle anhalten oder das Hochwasser so langsam zurückgehen, dass die betroffenen Bevölkerungsgruppen nicht in ihre Häuser zurückkehren können.

Hintergrund

Die Philippinen gehören zu den am stärksten katastrophengefährdeten Ländern der Welt – dies belegen die 268 Naturkatastrophen der letzten 30 Jahren. Im Jahr 2011 war das Land stark von drei großen Taifunen und Überschwemmungen betroffen, für die die Europäische Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von 7,6 Mio. EUR bereitstellte. Anfang 2012 wurden weitere 3,55 Mio. EUR an humanitärer Hilfe zur Unterstützung des Wiederaufbaus in den am schlimmsten von den Zyklonen betroffenen Gebieten eingesetzt.

Die Kommission unterstützt auf den Philippinen darüber hinaus von der Bevölkerung mitgetragene Projekte zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall und hat dazu in den vergangenen sechs Jahren über 5,6 Mio. EUR eingesetzt. Für den Zeitraum 2012-2013 hat die Kommission weitere 2,4 Mio. EUR für die Katastrophenvorsorge auf den Philippinen durch länderspezifische und regionale Maßnahmen bereitgestellt.

Die Kommission leistet in Südostasien langfristige humanitäre Hilfe für die Opfer von Umsiedlungen, Konflikten und Naturkatastrophen und macht sich für Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall und zur Risikominderung stark, die sie auch unterstützt. In den Jahren 2010 und 2011 hat die Europäische Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von über 65 Millionen EUR in der Region geleistet.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website