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Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Katastrophen am Horn von Afrika dank weiterer Mittel der Europäischen Kommission

European Commission - IP/12/864   31/07/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 31. Juli 2012

Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Katastrophen am Horn von Afrika dank weiterer Mittel der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission löst heute ihr Hilfeversprechen für die Bevölkerung am Horn von Afrika ein, um die Region bei der Bewältigung der Folgen der verheerenden Dürre von 2011 und anderer chronischer Probleme zu unterstützen und ihr so den Weg für die Entwicklung der Länder zu ebnen. Dafür wird sie ihre humanitäre Hilfe für die Region um weitere 22 Mio. EUR aufstocken. Die zusätzlichen Mittel werden dazu beitragen, dass mindestens eine Million Kenianer und Somalis besser gegen künftige Katastrophen gewappnet sind.

Die von der Kommission seit Ausbruch der Hungersnot geleistete Hilfe für das Horn von Afrika beläuft sich damit auf insgesamt 313 Mio. EUR. Die Lage hatte sich im Juli letzten Jahres so zugespitzt, dass Teile von Somalia von den Vereinten Nationen zu Hungergebieten erklärt wurden. Dank ergiebigere Regenfälle und den unermüdlichen Einsatz humanitärer Organisationen hat sich die Situation zwar entschärft, aber Hunger, Vertreibung und die unsichere Lage sind Probleme, die nach wie vor bestehen.

„Noch sind Millionen von Menschen in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen, um zu überleben; da jedoch nach der guten Regenzeit nun Hoffnung auf eine ausreichende Ernte besteht, muss der Schwerpunkt der Unterstützung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen auf die Katastrophenprävention verlagert werden," erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Dürren können wir nicht verhindern - sehr wohl jedoch, dass sich ihretwegen eine Hungerkatastrophe wie die letztjährige wiederholt. Dazu sollen die zusätzlichen Mittel beitragen," fügte die EU-Kommissarin hinzu.

Mit den Mitteln sollen langfristige Lösungen für die chronischen Probleme am Horn von Afrika (Dürregefahr, Unsicherheit, unzureichende Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften gegenüber externen Schocks und fragile Lebensgrundlagen) finanziert und lokale Gemeinschaften sowie Vertriebene, die vor Konflikten und Hunger geflohen sind, mit Nahrungsmittelhilfe, Wasser und Sanitärversorgung, Hilfe bei der Sicherung der Lebensgrundlage und medizinischer Versorgung unterstützt werden.

Die Mittel werden im Rahmen der SHARE-Strategie (Supporting Horn of Africa Resilience) der EU bereitgestellt. Die Strategie, die dieses Jahr gestartet wurde, hat sich rasch zu einem der Hauptinstrumente für die Bereitstellung von EU-Hilfe am Horn von Afrika entwickelt. Im Rahmen dieser Strategie bündelt die Kommission ihre lebensrettende humanitäre Hilfe und Ressourcen für die langfristige Entwicklung, um die Ursachen von Nahrungsmittelkrisen zu beseitigen und ihr erneutes Auftreten zu verhindern.

Über SHARE werden Projekte aus verschiedenen Bereichen finanziert: u.a. die Behandlung schwerer Unterernährung bei Kindern, die Verbesserung der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, Verbesserung der Gesundheit des Viehbestands und Viehhandel. Landwirtschaft (verbesserte und angepasste Anbaumethoden, Kleinbewässerung), alternative einkommenswirksam Tätigkeiten und die Bereitstellung von Basisdiensten (Wasser, sanitäre Einrichtungen).

Hintergrund

Letztes Jahr verursachte die schwere Dürre in den Ländern am Horn von Afrika - Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Somalia eine der größten humanitären Katastrophen dieses Jahrhunderts. Die gesamte Region erlebte die schlimmste Dürre seit 60 Jahren. Mehr als 13 Mio. Menschen waren auf humanitäre Hilfe angewiesen und erstmals seit 1992 haben die Vereinten Nationen für Teile Südsomalias wegen des fehlenden Zugangs zu Nahrungsmitteln die Hungersnot ausgerufen.

Als einer der größten Geber bei der Abfederung dieser Katastrophe hat die Europäische Union (Kommission und Mitgliedstaaten) seit Ausbruch der Hungersnot vor einem Jahr 791 Mio. EUR für die Region bereitgestellt. Allein die Europäische Kommission hat letztes Jahr 6,5 Mio. Bedürftige mit Nahrungsmitteln, nährstoffreicher Zusatznahrung, Wasser und Sanitäreinrichtungen im Wert von 181 Mio. EUR versorgt.

Bislang hat die Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von 132 Mio. EUR für die Länder am Horn von Afrika geleistet. Diese Mittel ermöglichen der Bevölkerung den Erwerb und Transport von Nahrungsmitteln sowie die Bereitstellung von medizinischer Versorgung, Wasser und Sanitäreinrichtungen. Sie sind nicht nur ein Beitrag zur Sicherung des Überlebens von Millionen von Menschen, sondern schaffen auch die ersten Grundlagen für den Erholungsprozess durch Bereitstellung von Saatgut und Werkzeugen, effizientere Wasserbewirtschaftung und Erneuerung des Viehbestands.

Die Mittel werden vor Ort über ein Dutzend Partner der Kommission bereitgestellt, zu denen sowohl UN-Einrichtungen als auch internationalen NRO gehören.

Die aktive Präsenz der Europäischen Union als Entwicklungsakteur am Horn von Afrika konzentriert sich ebenfalls auf die Schwerpunktbereiche Ernährungssicherheit, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Seit 2008 hat die EU Entwicklungshilfe von mehr als 400 Mio. EUR für Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Somalia bereitgestellt, um die Bedürftigsten mit Nahrungsmitteln zu versorgen, die Ernährung zu verbessern und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Weitere Informationen

Website von EU-Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Gemeinsame Erklärung von EU-Kommissarin Kristalina Georgieva und EU-Kommissar Andris Piebalgs zum Horn von Afrika, ein Jahr nachdem eine Hungersnot ausgerufen wurde:

MEMO/12/589

EU Entwicklungszusammenarbeit am Horn von Afrika:

MEMO/12/591

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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