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Konsultation zum EFR ergibt Chancen und Herausforderungen für die EU-Forschungslandschaft

European Commission - IP/12/84   30/01/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Konsultation zum EFR ergibt Chancen und Herausforderungen für die EU-Forschungslandschaft

Brüssel, 30. Januar 2012. Erhöhung der Attraktivität Europas für Spitzenwissenschaftler und global mobile private FuE-Investitionen, Steigerung der transnational koordinierten Forschung, Erzielung größerer wissenschaftlicher Exzellenz, grenzüberschreitendes Leben, Arbeiten und Kooperieren oder die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen – dies sind einige der Schlüsselthemen, die sich aus einer öffentlichen Konsultation zum Europäischen Forschungsraum (EFR), die am 30. November 2011 endete, ergaben. Die Kommission wird nunmehr entscheiden, welche Themen im Hinblick auf die Vollendung des EFR bis 2014 prioritär behandelt werden und den EFR-Rahmen entsprechend feststecken, der im Juni 2012 vorgelegt werden soll. Die Ergebnisse wurden von Kommissionsmitglied Geoghegan-Quinn auf der ERA-Konferenz 2012 „Fostering Efficiency, Excellence and Growth“ in Brüssel vorgestellt.

Die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige EU-Kommissarin Geoghegan-Quinn hierzu: "Jetzt wo Europa unbedingt Wachstum braucht, können wir nicht länger auf den Europäischen Forschungsraum warten. Wir können nicht weiter eine Situation dulden wo Forschungsgelder nicht immer im freien Wettbewerb vergeben werden, wo Stellen nicht immer nach Leistung gefüllt werden, wo große Teile Europas überhaupt nicht mitspielen, wo eine skandalöse Verschwendung weiblichen Talentes stattfindet, und wo unsere besten und klugsten Köpfe Europa für immer verlassen. Ich will eine komplett neue EFR-Partnerschaft, mit einer verstärkten Rolle für einschlägige Interessengruppen, und einer schärferen Überwachung der Fortschritte in den Mitgliedstaaten. Ich werde nicht zurückhalten jene an den Pranger zu stellen, die im Bezug auf die EFR-Ziele schlecht abschneiden."

Die Europäische Kommission erhielt 590 Antworten auf den Online-Fragebogen und 101 Ad-hoc-Positionspapiere von nationalen und europäischen Forschungsorganisationen und Regierungen. Die Antworten auf die Online-Umfrage zeigten, dass als besonders dringlich die Behebung von Defiziten bei den Forscherlaufbahnen und der Mobilität empfunden wurden, gefolgt von Problemen im Zusammenhang mit Forschungsinfrastrukturen, dem Wissenstransfer und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Darüber hinaus unterstrichen die Antworten mehrheitlich die Auffassung, dass eine stärkere Einbeziehung von Frauen in die Forschung zum sozioökonomischen Wachstum in Europa beitragen dürfte. In den Positionspapieren hatten die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die internationale Zusammenarbeit sowie der freie Zugang zu Veröffentlichungen und Daten den gleichen Stellenwert wie forscherbezogene Fragen.

Eine der wichtigsten Botschaften der Forschergemeinschaft ist die Notwendigkeit, Anreize für Spitzenforscher zu schaffen, nach Europa zu kommen und hier zu bleiben, und Forschern verstärkt spezielle unternehmerische Fähigkeiten zu vermitteln. Auch sollte die globale Attraktivität Europas als Standort für Forschung und private FuE-Investitionen erhöht werden, indem die Fragmentierung des europäischen Markts überwunden und Beschäftigungs- und Karriereaussichten für Forscher verbessert werden. Fehlende offene und transparente Einstellungsverfahren gelten als Haupthindernis für international mobile Forscher. Auch muss die Forschung auf transnationaler Ebene koordiniert werden, um die Forschungsqualität zu erhöhen, Kosten zu reduzieren und die globalen Herausforderungen zu bewältigen.

Hintergrund

Die Kommission wird gemeinsam mit den interessierten Kreise einen ehrgeizigen EFR-Rahmen ausarbeiten. Auf dem Europäischen Rat vom 4. Februar 2011 billigten die Staats- und Regierungschefs den Vorschlag der Kommission, eine Innovationsunion zu schaffen und forderten die Vollendung des Europäischen Forschungsraums bis 2014, damit ein echter Binnenmarkt für Wissen, Forschung und Innovation entsteht. Der EFR-Rahmen konzentriert sich auf nichtfinanzielle Maßnahmen, während Horizont 2020 den finanziellen Pfeiler der Innovationsunion bildet.

Die Schaffung eines Europäischen Forschungsraums wurde im Januar 2000 von der Europäischen Kommission in ihrer Mitteilung „Hin zu einem europäischen Forschungsraum“ (KOM(2000) 6) vorgeschlagen und auf der Tagung des Europäischen Rates in Lissabon im März 2000 in die Wege geleitet. Gestützt auf das Grünbuch der Europäischen Kommission über den EFR (KOM(2000) 161) erhielt dieses Vorhaben im Jahr 2007 neue Impulse, gefolgt von dem Ljubljana-Prozess 2008.

Rapport:

http://ec.europa.eu/research/era/consultation/era-summary-reports_en.htm

EFR-Konferenz 2012:

http://ec.europa.eu/research/era/consultation/era-wrap-up-event_en.htm

Öffentliche Konsultation zum EFR-Rahmen: http://ec.europa.eu/research/consultations/era/consultation_en.htm

EFR-Portal:

http://ec.europa.eu/research/era/index_de.htm

Website zur Innovationsunion:

http://ec.europa.eu/research/innovation-union/index_en.cfm

Ansprechpartner :

Michael Jennings +32 2 29 63388

Monika Wcislo +32 2 29 55604


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