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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 25. Juli 2012

Vierter europäischer Tag der Straßenverkehrssicherheit: „Mehr Engagement der Jugend für die Straßenverkehrssicherheit“

Straßenverkehrsunfälle sind in der ganzen Welt und auch in Europa noch immer die häufigste Todesursache junger Menschen und in dieser Altersgruppe die häufigste Ursache für Verletzungen, die Behinderungen nach sich ziehen. Im Jahr 2010 waren 19 % der Verkehrstoten in der EU junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren (obwohl diese Altersgruppe nur 10 % der Gesamtbevölkerung ausmacht). Für die 18-25jährigen ist also das Risiko, bei einem Straßenverkehrsunfall zu sterben, beinahe doppelt so hoch. Aus diesem Grund stellt die Europäische Kommission die jungen Menschen in den Mittelpunkt ihres vierten europäischen Tags Straßenverkehrssicherheit. Herausragendes Ereignis des Tages ist eine gemeinsam mit dem zyprischen Vorsitz organisierte Konferenz, die am 25. Juli in Nikosia stattfinden wird. An den Diskussionen, Präsentationen und Workshops im Rahmen der Konferenz nehmen Vertreter von Jugendgruppen, im Bereich der Straßenverkehrssicherheit tätigen Organisationen und staatlichen Stellen aus allen EU-Ländern und Nachbarregionen teil.

Der für den Bereich Verkehr zuständige Vizepräsident Siim Kallas kommentierte: „Der tragische Verlust junger Menschen durch Unfälle auf europäischen Straßen kann nicht hingenommen werden. Besonders betroffen machen mich die Unfälle junger Männer und Frauen, an denen Alkohol oder Drogen schuld sind. Ich bin optimistisch, dass wir unsere „Vision Null“ für die Straßenverkehrssicherheit in der EU verwirklichen können, da wir in den letzen zehn Jahren gute Fortschritte erzielt haben. Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Nur wenn es uns gelingt, das Fahrverhalten junger Menschen zu ändern, können wir weiterhin Menschenleben retten.“

Überdurchschnittlich viele junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren kommen im Straßenverkehr ums Leben. Im Jahr 2010

  • gab es 31 000 tödliche Straßenverkehrsunfälle;

  • waren in 19 % dieser Unfälle junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren verwickelt;

  • war an 40 % der tödlichen Unfälle ein junger Fahrer beteiligt;

  • waren 25% der tödlich verunglückten Autofahrer junge Menschen – 81 % junge Männer und 19 % junge Frauen;

  • ließen sich die tödlichen Unfälle junger Menschen wie folgt nach Verkehrsmitteln aufschlüsseln: 66 % PKW, 20 % Krafträder, 2 % Fußgänger, 8 % Fahrradfahrer, 4 % andere (LKW, Bus …)

Im Gastgeberland des vierten europäischen Tags der Straßenverkehrssicherheit sind die Zahlen sogar noch alarmierender. In Zypern entfallen auf diese Altersgruppe 23 % aller Straßenverkehrstoten. Weitere Daten zu Straßenverkehrsunfällen, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen und Ländern, finden Sie in der Datenbank der Europäischen Kommission European Commission CARE database.

Tödliche Unfälle junger Menschen im Straßenverkehr sind nicht unvermeidlich. Für die Altersgruppe der 18-25jährigen ging die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr zwischen 2001 und 2010 um 49 % zurück – dies ist mehr als der allgemein zu verzeichnende Rückgang um 43 %. Junge Autofahrer sind eine besonders gefährdete Gruppe, doch sank im gleichen Zeitraum auch hier die Zahl der Verkehrstoten um 55 %.

Wenn das ehrgeizige Ziel erreicht werden soll, die Zahl der Verkehrstoten in Europa bis 2020 zu halbieren, müssen junge Menschen aktiv einbezogen werden. Die europäische Jugend muss motiviert werden, ihren Beitrag zur Straßenverkehrssicherheit zu leisten, indem sie beispielsweise ihre eigenen Ideen für neue Wege untereinander austauscht.

Hintergrund

Der vierte europäische Tag der Straßenverkehrssicherheit wird gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem zyprischen EU-Vorsitz organisiert. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie Herausbildung einer Verkehrssicherheitskultur bei jungen Menschen, Workshops zur Verkehrserziehung, Durchsetzung der Vorschriften und riskante Verhaltensweisen. Das vollständige Programm finden Sie auf der Webseite der Konferenz.

Mit den europäischen Tagen der Straßenverkehrssicherheit sollen zum einen die Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit für die Herausforderungen im Bereich der Straßenverkehrssicherheit sensibilisiert und zum anderen die Verkehrsteilnehmer zu Verhaltensänderungen bewogen werden, um für eine sichere Mobilität zu sorgen, die allen zugänglich ist.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, das neue europäische Jugendforum für Straßenverkehrssicherheit (Facebook page) vorzustellen, die Diskussion in der wachsenden Gemeinschaft junger europäischer Aktivisten, die sich mit dem Thema Straßenverkehrssicherheit beschäftigen, weiter anzuregen und sie für dieses Thema zu sensibilisieren. Außerdem wird über ein neues, speziell auf Jugendliche ausgerichtetes Video zum Thema Straßenverkehrssicherheit die Nachricht verbreitet, dass zwischen 2001 und 2010 100 000 Unfalltote weniger zu beklagen waren und dass wir es gemeinsam schaffen können, bis 2020 noch mehr Menschenleben zu retten.

Schon 2007 standen junge Fahrer im Mittelpunkt des ersten europäischen Tages der Straßenverkehrssicherheit. Die zweite Veranstaltung 2008 war auf Sicherheit und Verkehr in den Städten ausgerichtet. Der dritte europäische Tag der Straßenverkehrssicherheit 2010 befasste sich vor allem mit der grenzübergreifenden Bekämpfung von Verstößen.

Siehe auch den EU-Aktionsplan Straßenverkehrsicherheit 2011-2020, in dem Themen aufgegriffen werden wie Qualität der Führerscheinausbildung für Fahranfänger und Sensibilisierungskampagnen für junge Menschen.

Weitere Informationen

Website der Europäischen Kommission zur Straßenverkehrssicherheit

Website der Generaldirektion Mobilität und Verkehr

Website von Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Mobilität und Verkehr

Website des europäischen Jugendforums für Straßenverkehrssicherheit

Zum Thema Straßenverkehrssicherheit:

MEMO/10/343

IP/10/970

Kontakt :

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)


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