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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 24. Juli 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von NDS durch Cisco im Pay-TV-Sektor

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der britischen NDS Group Limited, die Technologie und Software für den Pay-TV-Sektor anbietet, durch das US-amerikanische Internetunternehmen Cisco Systems, Inc. im Rahmen der EU‑Fusionskontrollverordnung genehmigt. Die Prüfung der Kommission ergab, dass das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen weiterhin einigen starken Wettbewerbern gegenüberstehen würde und für die Kunden, d. h. Pay-TV-Anbieter, auf allen betroffenen Märkten genügend andere Bezugsquellen vorhanden wären.

Die Kommission hat die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf den Wettbewerb im Sektor der technischen Pay-TV-Dienste geprüft. Bei ihrer Prüfung konzentrierte sich die Kommission vor allem auf das Angebot von Hardwarekomponenten, wie z. B. Set-Top-Boxen (STB), sowie Softwarekomponenten. Dazu gehören Zugangsberechtigungssysteme (ZBS), Software zur Verwaltung digitaler Rechte (DRM), Middleware-Software, Anwendungssoftware wie z. B. Software zur digitalen Videoaufzeichnung (DVR), elektronische Programmführer (EPG), Content-Management-Systeme (CMS) und Home-Provisioning-Software (HPS).

Die Überscheidungen zwischen den jeweiligen Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen sind, was die einzelnen Hardware- und Software-Produkte angeht, weltweit nur begrenzt und fallen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sogar noch geringer aus.

Es sind jedoch gewisse vertikale und konglomerate Beziehungen vorhanden, insbesondere zwischen den Tätigkeiten von NDS im Bereich Pay-TV-Software und denen von Cisco im STB-Sektor. Die Untersuchung der Kommission hat jedoch bestätigt, dass das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen auf den jeweiligen Märkten über keine Marktmacht verfügen würde und somit weder in der Lage wäre noch ein Interesse daran hätte, die Kosten für seine Wettbewerber in den Bereichen STB und Pay-TV-Software in die Höhe zu treiben oder seine Wettbewerber durch gebündelte Angebote der einzelnen Komponenten technischer Pay-TV-Dienste vom Markt zu verdrängen.

Die Kommission ist daher zu dem Schluss gelangt, dass das Vorhaben keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Die vorliegende Übernahme wurde am 18. Juni 2012 bei der Kommission angemeldet.

Unternehmen und Produkte

Cisco entwickelt und vertreibt Netzwerkprodukte für das Internet. Das Unternehmen entwickelt eine breite Palette von Produkten und Dienstleitungen, darunter Switches für lokale und Weitverkehrsnetze, Router, einheitliche Kommunikationssysteme für Unternehmen (Unified-Communications-Systems), Sicherheitssysteme für Netzwerke und Inhalte, Set-Top-Boxen und digitale Medientechnologieprodukte.

NDS bietet Pay-TV-Dienstleistungsanbietern und Anbietern von Pay-TV-Inhalten Digitaltechnologie und Dienstleistungen an. Das Unternehmen bietet Satelliten-, Kabel-, terrestrische und IPTV-Lösungen sowie mobile Geräte und Hybrid-TV-Systeme an, die zur Verwaltung des Abonnentenzugangs zu Pay-TV-Inhalten dienen und es dem Zuschauer ermöglichen, Inhalte auszuwählen, zwischen diesen zu navigieren, diese zu speichern und mit diesen zu interagieren.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6568

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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