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Europa kommt akutem Bedarf an humanitärer Hilfe in Syrien nach

European Commission - IP/12/820   23/07/2012

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 23. Juli 2012

Europa kommt akutem Bedarf an humanitärer Hilfe in Syrien nach

Die Europäische Kommission verdoppelt ihre Hilfe für medizinische Notversorgung, Unterkünfte, Nahrungsmittel und Wasser zugunsten der am stärksten von der sich weiter verschärfenden Krise betroffenen Bevölkerung in Syrien sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes. Mit zusätzlichen 20 Mio. EUR Nothilfe erhöht sich der von der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit der Syrien-Krise insgesamt zur Verfügung gestellte Betrag auf 63 Mio. EUR (wovon 40 Mio. EUR auf humanitäre Hilfe entfallen). Die EU-Mitgliedstaaten stellten bislang 27,5 Mio. EUR an humanitärer Hilfe bereit.

Die Europäische Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte hierzu: „Nachdem die Gewalt in einen offenen Bürgerkrieg ausgeartet ist, befinden sich Tausende von Syrern in einer verzweifelten Lage. Die Bedürfnisse innerhalb des Landes sind enorm, nehmen aber auch in den benachbarten Ländern zu, die mit einem größeren Zustrom von syrischen Flüchtlingen konfrontiert sind, wie ich bei meiner Begegnung mit syrischen Flüchtlingen in einem Lager an der türkischen Grenze zu Syrien mit eigenen Augen feststellen konnte. Die Aufstockung der EU-Hilfe ist konkreter Ausdruck unserer Solidarität mit der vom Konflikt betroffenen syrischen Bevölkerung“.

Die zusätzlichen Mittel sind für Projekte zur Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterkünften, medizinischer Unterstützung und Versorgung sowie zur psychologischen Unterstützung für schätzungsweise 1,5 Millionen Syrer sowohl innerhalb des Landes als auch für syrische Flüchtlinge im Ausland vorgesehen.

Die Kommissarin bekräftigte: „Zum wiederholten Male rufe ich alle Beteiligten nachdrücklich auf, den Schutz der Zivilbevölkerung, einschließlich der humanitären Helfer sicherzustellen. Der Beschuss von Krankenwagen und die Angriffe auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen müssen aufhören".

Die Kommission wird ihre Mittel auch weiterhin über ihre humanitären Partnerorganisationen, u. a. das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) bereitstellen, die besonders geeignet sind, eine Durchführung der humanitären Hilfe nach den Grundsätzen der Menschlichkeit, der Neutralität, der Unparteilichkeit und der Unabhängigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus wurden der syrischen Bevölkerung kürzlich 23 Mio. EUR zur Bewältigung der Unruhen und ihrer Folgen bereitgestellt, einschließlich mittel- bis langfristiger Unterstützung von Binnenvertriebenen und in Nachbarländer geflohenen Syrern. Die Kommission hält zudem zusätzliche Mittel zur Bewältigung der Folgen der Unruhen in Syrien bereit, die in Syrien selbst als auch in den Nachbarländern eingesetzt werden können.

Hintergrund

Zwischen 1,5 und 3 Millionen Menschen leiden unter der Gewalt in Syrien, doch der Mangel an Nahrungsmitteln und Kraftstoff trifft die gesamte Zivilbevölkerung. Mehr als 113.000 Menschen sind bereits aus dem Land geflohen und haben Zuflucht in Nachbarländern gefunden, vor allem in der Türkei, Libanon, Jordanien und Irak. Die Aufnahmeländer bemühen sich, die nötigste Grundversorgung und ein Mindestmaß an Schutz für die Flüchtlinge zu gewährleisten.

Die Verschärfung der Gewalt hat die humanitären Helfer in Syrien daran gehindert, der bedürftigen Bevölkerung die dringend benötigte Hilfe zu leisten. Außerdem hatte die internationale Gemeinschaft wegen mangelnder Informationen kaum Möglichkeit, das ganze Ausmaß der Krisensituation zu analysieren und zu beobachten, so dass keine umfassende humanitäre Hilfe geleistet werden konnte.

In Syrien halten sich derzeit zudem etwa 500.000 palästinensische Flüchtlinge sowie weitere 87.000 irakische Flüchtlinge auf. Die Bedürfnisse der Flüchtlingsbevölkerung in Syrien haben aufgrund des Verlusts der Beschäftigungsmöglichkeiten, der Abwertung der Landeswährung und der Inflation zwangsläufig zugenommen. Die Europäische Kommission hat bereits ihr 2012 für die Irak-Krise vorgesehenes Budget für humanitäre Hilfe um 2 Mio. EUR aufgestockt, um die hilfsbedürftigsten irakischen Flüchtlinge in Syrien stärker zu unterstützen.

Die Bedürfnisse der palästinensischen Flüchtlinge in Syrien garantiert das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), zu dessen größten Gebern die EU zählt.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)


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