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Fälschung von Euro-Münzen im Jahr 2011

European Commission - IP/12/81   27/01/2012

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Europäische Kommission – Pressemitteilung

Fälschung von Euro-Münzen im Jahr 2011

Brüssel, den 27. Januar 2012 – Die Zahl der 2011 aus dem Umlauf genommenen Euro-Falschmünzen ist um 15 % auf 157 000 Münzen zurückgegangen (186 000 im Jahr 2010). Mit einem Anteil von fast zwei Dritteln aller entdeckten Euro-Falschmünzen wird die 2-Euro-Münze nach wie vor mit Abstand am häufigsten gefälscht. Die geringe Menge gefälschter Euro-Münzen ist das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen der Mitgliedstaaten, der Kommission/OLAF (EU-Amt für Betrugsbekämpfung) und der anderen EU-Institutionen.

Die Gesamtzahl der gefälschten Münzen ist im Vergleich zu den rund 16 Mrd. echten Euro-Münzen, die derzeit von den drei größten Stückelungen (50-Cent, 1-Euro, 2-Euro) im Umlauf sind, sehr gering. Auf 100 000 echte Münzen kommt eine Fälschung.

Der für Betrugsbekämpfung zuständige EU-Kommissar Algirdas Šemeta erklärte: „Einzelhändler, kleine Unternehmen und Bürger laufen besonders Gefahr, gefälschte Münzen und Scheine zu erhalten. Der Kampf gegen die Geldfälschung ist daher von höchster Bedeutung, um ehrliche Steuerzahler zu schützen. Ich bin sehr erfreut, dass der Euro durch die Arbeit von OLAF gut geschützt wird. Wir werden uns weiterhin bemühen, gefälschtes Geld aufzuspüren und diese illegalen Aktivitäten in ganz Europa zurückzuverfolgen.“

Umfassende Maßnahmen zur Prävention und Erkennung von Geldfälschungen in den Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene haben im Kampf gegen Euro-Fälschungen gute Ergebnisse gezeigt. Darunter fallen Maßnahmen im Bereich der Gesetzgebung, technische Analysen und Zusammenarbeit, koordinierte Strafverfolgung und Zusammenarbeit der Justizbehörden. Darüber hinaus werden gefälschte Münzen von ordnungsgemäß eingestellten Verkaufsautomaten und anderen münzbetriebenen Geräten nicht angenommen.

Diese Maßnahmen zeigen die Bemühungen und Fortschritte der Mitgliedstaaten und EU-Institutionen für das Aufspüren und den Einzug von gefälschten Euro-Münzen. Zur Unterstützung dieser Bemühungen haben das Europäische Parlament und der Rat eine Verordnung angenommen, die am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist und die Finanzinstitute verpflichtet, die Echtheit der von ihnen wieder in Umlauf gegebenen Euro-Münzen zu gewährleisten.

Was gefälschte Euro-Banknoten angeht, wurden im Jahr 2011 nach Angaben der Europäischen Zentralbank, die für den Fälschungsschutz von Banknoten verantwortlich ist, rund 606 000 Noten aus dem Verkehr gezogen. Die Gesamtanzahl der gefälschten Banknoten, die im Jahr 2011 aus dem Umlauf genommen wurden, war im Vergleich zu 2010 um 19,3 % niedriger. Die am häufigsten gefälschten Banknoten sind weiterhin 20-Euro- und 50-Euro-Scheine.

Die Kommission führt das Programm Pericles durch, das dem Austausch, der Unterstützung und der Durchführung von Schulungsmaßnahmen dient und speziell für die Bekämpfung der Euro-Fälschung erstellt wurde. Im Jahr 2011 hat die Kommission bzw. OLAF 16 Projekte zum Schutz der Euro-Noten und -Münzen vor Fälschung umgesetzt. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Konferenzen und Seminare für Vertreter der nationalen Strafverfolgungsbehörden, Zentralbanken, Geschäftsbanken, Geldwechselbüros und Justizbehörden. Ziel der Projekte waren technische, wissenschaftliche und operative Unterstützung, spezielle Weiterbildungsmaßnahmen, die Verbesserung der Zusammenarbeit der zuständigen Behörden und die Sensibilisierung für die Euro-Fälschung. Diese Aktivitäten sollen im Rahmen des Programms Pericles 2020, das die Kommission im Dezember 2011 dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgeschlagen hat, weitergeführt werden.

Hintergrund

Gemäß den EU-Rechtsvorschriften (Verordnung (EG) Nr. 1338/2001) ist die Kommission für das Europäische Technische und Wissenschaftliche Zentrum (ETSC) verantwortlich. Das ETSC analysiert und klassifiziert neugeprägte Euro-Falschmünzen. Es wurde innerhalb des OLAF eingerichtet und nutzt die technische Ausrüstung und Anlagen der französischen Münzstätte Monnaie de Paris.

Die Kommission arbeitet auch eng mit der Europäischen Zentralbank (EZB), Europol, Interpol und den zuständigen nationalen Behörden zusammen. Die Europäische Zentralbank ist für die technische Analyse von gefälschten Euro-Banknoten zuständig. Europol und Interpol unterstützen die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens, indem sie den Informationsaustausch erleichtert und operationelle und strategische Analysen zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/anti_fraud/pages_euro/index_de.html

Homepage von Kommissar Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern und Zollunion, Audit und Betrugsbekämpfung:

http://ec.europa.eu/anti_fraud/pages_euro/index_de.html

Kontaktpersonen:

Emer Traynor (+32 229-21548)

Natasja Bohez Rubiano (+32 229-66470)


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