Navigation path

Left navigation

Additional tools

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Gründung des Taxibot-Joint Ventures durch EADS und Israel Aerospace Industries

European Commission - IP/12/792   16/07/2012

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 16. Juli 2012

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Gründung des Taxibot-Joint Ventures durch EADS und Israel Aerospace Industries

Brüssel, den 16. Juli 2012 – Die Europäische Kommission hat nach der EU‑Fusionskontrollverordnung genehmigt, dass das französische Unternehmen Airbus SAS, das der niederländischen Gesellschaft European Aeronautic Defence and Space Company N.V. (EADS) angehört, und das Unternehmen Israel Aerospace Industries Ltd. (IAI) die gemeinsame Kontrolle über ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen übernehmen. Das Unternehmen wird den cockpitgesteuerten halbautomatischen Flugzeugschlepper Taxibot herstellen. Die Kommission war zu dem Schluss gelangt, dass das Vorhaben keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft.

Taxibot ist ein innovativer Flugzeugschlepper, der sich mit großen Verkehrsflugzeugen verbinden lässt. Der Pilot kann sein Flugzeug mit Hilfe der Flugzeugsteuerungen zur Startbahn bzw. von der Landebahn steuern, dazu aber Motor und Kraftstoff des Taxibot verwenden. So können die Triebwerke des Flugzeugs erst kurz vor dem Start angelassen und unmittelbar nach der Landung wieder ausgeschaltet werden. Die erwartete Verringerung des Turbinenkraftstoffverbrauchs wird Umweltvorteile und betriebliche Effizienzgewinne mit sich bringen. Zielkunden sind Flughäfen, Boden­abfertigungs­dienstleister, Leasinggesellschaften und Fluggesellschaften.

Das Vorhaben würde den Wettbewerb auf den Märkten im Rahmen der Tätigkeit des Gemeinschaftsunternehmens angesichts des innovativen Charakters von Taxibot nicht beeinträchtigen.

Die Kommission hat geprüft, ob das Vorhaben aufgrund der starken Position von Airbus auf dem benachbarten Markt für die Lieferung von Flugzeugen wettbewerbsrechtliche Bedenken aufwerfen könnte. Sie gelangte jedoch zu dem Ergebnis, dass es auf den Märkten für die Lieferung neuer alternativer Rolllösungen bzw. für die Lieferung von Flugzeugen nicht zur Abschottung von Wettbewerbern kommen würde.

Die Kommission zog daher den Schluss, dass das Vorhaben den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)1 noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würde.

Das Vorhaben wurde am 11. Juni 2012 bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Unternehmen und Produkte

Das Unternehmen Airbus Invest S.A.S ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des französischen Unternehmens Airbus S.A.S, das weltweit im Bereich Zivil- und Militärflugzeuge tätig ist. EADS, die oberste Muttergesellschaft von Airbus, ist weltweit in den Bereichen Forschung, Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, Umbau, Vertrieb und Instandhaltung von Verkehrs- und Militärflugzeugen, Lenkwaffen, Satelliten, Drohnen, Raumfahrzeugen sowie Elektronik- und Telekommunikationsausrüstung tätig.

IAI ist ein voll im Eigentum des Staates Israel stehendes Unternehmen des Luftfahrt- und des Verteidigungssektors. Mit Sitz in Tel Aviv ist IAI ein weltweiter Lieferant von Verteidigungs- und Raumfahrtsystemen, Zivil- und Militärflugzeugen und Flugzeuginstandhaltungsdiensten.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Eine nichtvertrauliche Fassung dieses Beschlusses wird veröffentlicht unter:

http://ec.europa.eu/competition/elojade/isef/case_details.cfm?proc_code=2_M_6490

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513)

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)

1 :

Der EWR umfasst die EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website